Willy Brandt - Zitate

— Gute Zitate (58), Aphorismen und Sprüche von "Willy Brandt" (Politiker; DE)

— Beliebtes Zitat:

Niederlagen stählen, aber eben nur, wenn es nicht zu viele werden.

Willy Brandt (* 18. Dezember 1913 in Lübeck; † 8. Oktober 1992 in Unkel bei Bonn) war ein deutscher Politiker der SPD.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Willy Brandt Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Politiker).

Menschen die nicht hungern sind nicht zwangsläufig frei.
Hungernde Menschen sind es in keinem Fall!

Am Abgrund der deutschen Geschichte und unter der Last der Millionen Ermordeten tat ich, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt.

(Über seinen Kniefall 1970 vor dem Warschauer Ghetto-Ehrenmal)

Demokratie darf nicht so weit gehen, daß in der Familie darüber abgestimmt wird, wer der Vater ist.

Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten die kurzen.

Die Demokratie ist uns keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

Die Geschichte kennt kein letztes Wort.

Die Zehn Gebote sind noch älter als die Schlussakte von Helsinki, und die Menschheit erzielt auch dort nur Annäherungswerte bei ihrer Erfüllung.

Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.

Eine Gesellschaft ... die das Alter nicht erträgt ... wird an ihrem Egoismus zugrunde gehen.

Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.

Es ist wichtiger, etwas im kleinen zu tun, als im großen darüber zu reden.

Fortschreibung der Vergangenheit ergibt noch keine Zukunft.

Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf.

Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im Krieg getötet oder durch Gleichgültigkeit Anderer zum Hungertod verurteilt wird.

Interpretationsprobleme sind nichts Neues. Es gibt Bibelstellen, über deren Auslegung seit Jahrhunderten gestritten wird.

Jetzt sind wir in einer Situation, in der wieder zusammenwächst, was zusammengehört. (Zum Fall der Mauer 1989)

Kleine Schritte sind besser als keine Schritte.

Krieg ist nicht mehr die Ultima ratio, sondern die Ultima irratio.

Langsam komme ich in das Alter, in dem Adenauer zum erstenmal zum Bundeskanzler gewählt wurde.

Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt.

Manchmal ist es im Leben so, dass man erst etwas wird, wenn man nichts mehr werden will.

Mut kann nur der haben, der auch Furcht kennt; der andere ist nur tollkühn.

Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer.
Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, daß jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.

Wer mit den Problemen unserer Zeit fertig werden will, sollte die Zitaten-Bibel zu Hause lassen.

Wir sind keine Erwählten, wir sind Gewählte. Deshalb suchen wir das Gespräch mit allen, die sich um diese Demokratie bemühen.

Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert.

Wo die Zivilcourage keine Heimstatt hat, reicht die Freiheit nicht weit.

Eifer ist gut, aber Eiferer führen ins Unglück.

Im Zweifel für die Freiheit!

Knappe Mehrheiten sind kein Hindernis für eine wirksame Politik.

Die Analysen des großen Denkers waren vielfach richtig. Teile seines Instrumentariums und seiner Methode sind auf faszinierende Weise modern geblieben. Seine Antworten erwiesen sich vielfach als falsch, seine Hoffnungen als trügerisch. (Über Karl Marx)

Und ich sage: Ulbricht wird an seiner Mauer ersticken.

Aus der Geschichte lernen? So ein Volk es tut, geht es ohne Schmerz nicht ab.

Den Interessen unseres Volkes wird nicht gerecht, wer schon "Amen" sagt, wenn in Washington noch gebetet wird.

Die schmucken Häuser um den Marktplatz, die sich in der EG zusammengeschlossen haben, harmonieren schon ganz gut miteinander. Die ärmeren Häuser im Osten Europas müssen renoviert werden. Auch die Straße zur Sowjetunion muss verbreitert und ausgebaut werden.

Ich habe auch die Erfahrung bestätigt gesehen, dass es hoffnungslose Situationen kaum gibt, solange man sie nicht als solche akzeptiert.

Ich muss immer ein bisschen müde sein, um etwas Gutes machen zu können.

Ich warne davor, zu glauben, dass der Markt die Umwelt alleine in den Griff bekommt - dies ist geradezu ein Paradebeispiel für öffentliche Verantwortung.

Mit den Europa-Verhandlungen ist es wie mit dem Liebesspiel der Elefanten: Alles spielt sich auf hoher Ebene ab, wirbelt viel Staub auf - und es dauert sehr lange, bis etwas dabei herauskommt.

Nicht der Krieg, der Frieden ist der Vater aller Dinge.

Nicht jeder, der auf eine Erbschaft scharf ist, kommt auf seine Kosten.

Sozialismus ohne Demokratie ist widersinnig und funktioniert nicht einmal.

Wenn eine Diskussion um die ernstesten Dinge für das Schicksal des Landes eröffnet wird, so muss man sofort und ohne zu zögern auf den Kern der Sache zugehen.

Wer nur vier oder fünf Flaschen Wein im Keller hat, hat relativ wenig, wer aber vier oder fünf Flaschen im Kabinett hat, hat relativ viel.

Wir brauchen die Herausforderung der jungen Generation, sonst würden uns die Füße einschlafen.

Zu oft mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, bekommt der Faust schlechter als dem Tisch.

Zur Summe meines Lebens gehört im übrigen, dass es Ausweglosigkeit nicht gibt.

Arbeit ist der Umweg zu allen Genüssen.

Berlin wird leben und die Mauer wird fallen!

Die Schule der Nation ist die Schule.

Helmut, deine Partei redet so viel gutes über dich, sag doch auch mal etwas gutes über deine Partei!

Jugend ist ein Argument, das mit jedem Tag an Wert verliert.

Wenn Leute an deinem Stuhl sägen, überzeuge oder zwinge sie, damit aufzuhören, und mach Schluss, wenn dir das nicht mehr gelingt und du nicht mal mehr Lust hast, sie zu überzeugen oder zu zwingen.

Der Bürgerstaat ist nicht bequem, Demokratie braucht Leistung.

Emigranten waren diejenigen unserer Landsleute im vergangenen Jahrhundert, die nach Amerika ausgewandert sind, weil sie eine neue Heimat finden wollten. Diejenigen, die während der Nazizeit Emigranten genannt wurden, teils von der deutschen Propaganda, aber so übernommen auch in die Sprache des Volkes, waren nicht Emigranten, sondern waren politische oder rassische oder auch religiöse Flüchtlinge.

Es mag so sein, dass Macht den Charakter verdirbt, aber Ohnmacht nicht minder.

Ich glaube nicht, dass diejenigen recht haben, die meinen, Politik besteht darin, zwischen schwarz und weiß zu wählen. Man muss sich auch häufig zwischen den verschiedenen Schattierungen des Grau hindurchfinden.



— Willy Brandt (1913 - 1992) war ein deutscher Staatsmann (SPD).


— Brandt (geb. Herbert Ernst Karl Frahm) war von 1964 bis 1987 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und von 1969 bis 1974 der vierte Bundeskanzler der BRD (der erste sozialdemokratische Kanzler seit 1930.). Er erhielt 1971 den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, eine Aussöhnung zwischen Westdeutschland und den Ländern Osteuropas zu erreichen und die Zusammenarbeit in Westeuropa durch die EWG zu stärken.

Es wurden 58 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Willy Brandt" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.