Wilhelm von Humboldt - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Wilhelm von Humboldt" (Politiker; DE)

— Beliebtes Zitat:

Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.

Wilhelm von Humboldt (* 22. Juni 1767 in Potsdam; † 8. April 1835 in Tegel) war ein preußischer Gelehrter, Schriftsteller und Staatsmann.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Wilhelm von Humboldt Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Politiker).

Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.

Es kann ein Liberaler Minister sein; aber deshalb ist er noch kein liberaler Minister.

Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse.

Der Mensch ist Mensch nur durch die Sprache; um die Sprache zu erfinden müsste er schon. Mensch sein.

Auch fordert jede Wirkung eine gleich starke Gegenwirkung, jedes Zeugen ein gleich tätiges Empfangen. Die Gegenwart muss daher schon auf die Zukunft vorbereitet sein.

Auch in Frauen bewahrt das Alter vieles, was man in ihrer Jugend vergeblich suchen würde.

Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis als Essen und Schlafen.

Das Lehnssystem war es, in welchem die ärgste Sklaverei und ausgelassene Freiheit unmittelbar nebeneinander existierte.

Das Weib muss dienen und gehorchen, scheiden von jeder eignen Lust, und sonder Klage im sauren Dienst der Stirne Schweiß vergeuden.

Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.

Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.

Die erste Herrschaft schuf das Bedürfnis. Man gehorchte nie länger, als man entweder den Herrscher nicht entbehren oder ihm nicht widerstehen konnte.

Die meisten Leute machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.

Die Natur gefällt, reißt an sich, begeistert, nur weil sie Natur ist.

Die schöne und reine Weiblichkeit sollte nur durch die schönste und reinste Männlichkeit angezogen werden.

Die Vernunft hat wohl Fähigkeit, vorhandenen Stoff zu bilden, aber nicht Kraft, neuen zu erzeugen. Diese Kraft ruht allein im Wesen der Dinge, diese wirken, die wahrhaft weise Vernunft reizt sie nur zur Tätigkeit und sucht sie zu lenken.

Diejenige Regierung ist die beste, die sich überflüssig macht.

Ein Gemüt, das sich meist in Heiterkeit erhält, ist schon darum so schön, weil es immer auch ein genügsames und anspruchsloses ist.

Es gibt nichts Beglückenderes für einen Mann als die unbedingte Ergebenheit eines weiblichen Gemüts.

Jeder Augenblick der Gegenwart ist eine schöne, aber nur eine Blüte. Den Kranz vermag nur das Gedächtnis zu flechten, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.

Jeder Augenblick übt nur eine Kraft in einer Art der Äußerung. Häufige Wiederholung geht in Gewohnheit über, und diese eine Äußerung dieser einen Kraft wird nun mehr oder minder, länger oder kürzer, Charakter.

Mir kommt es immer vor, dass die Art, wie man die Ereignisse des Lebens nimmt, ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte, als diese Ereignisse selbst.

Mit der Energie aber schwindet jede andere Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut, man verachtet, was er ist.

Staatsverfassungen lassen sich nicht auf Menschen wie Schösslinge auf Bäume pfropfen. Wo Zeit und Natur nicht vorgearbeitet haben, da ist’s, als bindet man Blüten mit Fäden an.

Was im Menschen gedeihen soll, muss aus seinem Inneren entspringen, nicht ihm von außen gegeben werden, und was ist ein Staat, als eine Summe menschlicher wirkender und leidender Kräfte?

Wer sich auf mehrere Gegenstände verbreitet, wirkt schwächer auf alle. So stehen Kraft und Bildung ewig in umgekehrtem Verhältnis.

Alles im Leben ist Organisation.

Das Alter ist ein natürlicher, menschlicher Zustand, dem Gott seine eigenen Gefühle geschenkt hat, die ihre eigenen Freuden in sich tragen.

Das ist das Rührende und Schöne im Menschen, dass Sehnsucht nach Erwünschtem und nach Verlorenem ihn immer bewahrt, ausschließlich an dem Augenblick zu haften.

Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.

Die Frische der Jugend ist die wahre Grundlage der Ehe.

Die Liebe gehört rein der Gesinnung und dem Gefühle an und ist überall aufopfernd, gehorchend und hingebend.

Die Ruhe ist die natürliche Stimmung eines wohl geregelten, mit sich einigen Herzens.

Die Sehnsucht nach wahrer Freundschaft und Liebe ist das Vorrecht zarter und gebildeter Seelen.

Die Vergangenheit und die Erinnerung haben eine unendliche Kraft, und wenn auch schmerzliche Sehnsucht daraus quillt, sich ihnen hinzugeben, so liegt darin doch ein unaussprechlich süßer Genuss.

Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache.

Es ist mir, als kenne man nicht das ganze Leben, wenn man nicht den Tod gewissermaßen in den Kreis einschließt.

Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Leben wir allein für dieses Leben, so sind wir die elendsten aller erschaffenen Wesen.

Man muss die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen.

Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.

Stimmungen entstehen oft aus Ursachen über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher wenn man sich in ihnen gehen lässt.

Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.

Alles wissenschaftliche Arbeiten ist nichts anderes als immer neuen Stoff in allgemeine Gesetze zu bringen.

Bilde dich selbst! Und dann wirke auf andere durch das, was du bist!

Das Erste und Wichtigste im Leben ist, dass man sich selbst zu beherrschen sucht, dass man sich mit Ruhe dem Unabänderlichen unterwirft und jede Lage, die beglückende wie die unerfreuliche, als etwas ansieht, woraus das innere Wesen und der eigentlich Charakter Stärke schöpfen kann.

Das rechte ernstliche Streben ist ein halbes Erreichen.

Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich vor allem zu erheitern und von allen Seiten zu beruhigen.

Die Menschen müssen leiden, um stark zu werden, dachte ich. Jetzt denke ich, sie müssen Freude haben, um gut zu werden.

Ergebung und Genügsamkeit sind es vor allem, die sicher durch das Leben führen.

Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer beruhigender Allgemeinheit übersieht.

Ideen sind ja nur das einzig wahrhaft Bleibende im Leben.

In der Vergangenheit ist reichlich Stoff zur Freude und Wehmut, zur Zufriedenheit mit sich und zur Reue.

Je weniger man zustande bringt, desto kürzer scheint das Leben.

Man kann viel, wenn man sich nur recht viel zutraut.

Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft!

So gewöhnt man sich an alles, und viele Schrecknisse sind es größtenteils nur in der Einbildung.

Wirke auf andere durch das, was du bist!



— Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt (1767 - 1835) war ein preußischer Gelehrter, Schriftsteller und Staatsmann.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Wilhelm von Humboldt" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.