Wilhelm Raabe - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Wilhelm Raabe" (Schriftsteller; DE)

— Beliebtes Zitat:

Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.

Wilhelm Raabe (* 8. September 1831 in Eschershausen; † 15. November 1910 in Braunschweig) war ein deutscher Schriftsteller  und Erzähler.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Wilhelm Raabe Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

Wer Unheil ausbrütet, wird es auch fliegen lassen.

Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.

Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.

Das Genie macht die Fußstapfen, und das nachfolgende Talent tritt in dieselben hinein, tritt sie aber schief.

Das war alles damals! Damals schien die Sohne in der rechten Weise, damals machte der Regen auf die rechte Art nass.

Die Klugen haben wahrhaftig lange nicht so viel Beweglichkeit in die Welt gebracht und so viel Glückliche darin gemacht wie die Einfältigen.

Es ist nicht alles Komödie in der Welt.

Es ist recht häufig viel besser, die Bedrängten sich ausreden zu und ausschreien zu lassen, als ihnen zur Geduld zu reden und zu raten.

Je mehr ihm das Leben entglitt, desto mehr wurde er Dichter.

Kein stilles Fleckchen, Krieg drinnen, Krieg draußen! Kein dunkel Eckchen, Qual innen und außen!

Mein Luftschloss ist mein Haus!

Trotz aller Lehren, trotz aller Schulen steht der Mensch doch allein seinem Schicksal gegenüber, und er allein hat mit seiner Persönlichkeit Antwort zu geben.

Was man von der Mutter hat, das sitzt fest und lässt sich nicht ausreden, das behält man, und es ist auch gut so, denn jeder Keim der sittlichen Fortentwicklung des Menschengeschlechts liegt darin verborgen.

Wenn Bildung frei macht, so will der Deutsche seine Bildung dazu auch so billig als möglich haben.

Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.

Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken, während es hinten reißt.

Der Mensch ist der Spiegel der Welt. Von ihm hängt es ab, ob das Spiegelbild klar oder beschlagen ist

Ein Mensch ohne Phantasie ist wie ein Vogel ohne Flügel.

Es ist ein wundersam Ding um des Menschen Seele und des Menschen Herz kann sehr oft am glücklichsten sein, wenn es sich so recht sehnt.

Es kommt, wie es kommen muss, ist die Ausrede aller Faulpelze.

Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens.

Ich bin in meiner Jugend mit alten Leuten umgegangen und gehe in meinem Alter mit jungen um. Das ist die Weise, wie der Mensch möglichst behaglich durch die Welt kommen mag.

Ich halte das Lachen für eine der ernsthaftesten Angelegenheiten.

Ich war ein Student, und ich studierte in Berlin - o großer Gott, was studierte ich alles! Es ist mir heute noch ein Mirakel, dass ich nicht mit einem Riß, einem Sprung im Hirnkasten herumlaufe: die Gehirnerweiterung war zu mächtig.

Keine Weisheit, die auf Erden gelehrt werden kann kann uns das geben, was uns ein Wort und ein Blick der Mutter gibt.

Man erlebt nicht, was man erlebt, sondern wie man es erlebt.

Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.

Wer mit mir reden will, der darf nicht bloß seine eigene Meinung hören wollen.

Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.

Wie ist doch die Jugend schön, wie wenig bedarf sie, um glücklich zu sein.

Wie oft durchkreuzt die Furcht vor den Lächerlichwerden unsere innersten, zartesten Gefühle.

Auf dieser lärmvollen Erde imponiert den Menschen am Edne nichts so sehr als einer von ihnen, der gar keinen Spektakel zu machen wünscht und doch seinen Willen durchsetzt.

Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wieviel leichter sollte man sich in den Tod fügen können.

Das ist gerade das Nette an jeglichem Gerücht, dass man es ruhig sich selber überlassen kann; es wuchert im Guten wie im Bösen weiter.

Das menschliche Leben ist trotz aller guten Dinge ein Jammertal!

Das Ungewöhnliche und Ungewohnte macht am meisten Glück.

Dass man die größten Wunder zu Hause erlebt, lernt man erst in der Fremde.

Der Mensch erträgt mit Pläsier, dass man über ihn weint, dass man über ihn lacht, erträgt er nicht.

Deshalb fehlen wir, weil wir über des Lebens Einzelheiten alle uns den Kopf zerbrechen, um das Ganze aber niemand sich kümmert.

Die beste Rechtfertigung hilft nur zu häufig nur dazu, den Verdruß noch größer zu machen.

Ein Überstudierter bleibt am Ende doch auch ein Mensch.

Es kann nicht jeder die Welt mit den Augen eines belesenen Buchbinders ansehen.

Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.

Es tötet nichts so sicher als das Leben.

Gott sei Dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist in dieser so sehr mürrischen Welt!

Halte den Hut fest, es wird mehr als einer seine Kraft daran setzen, ihn dir vom Kopfe zu pusten.

Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte.

Ich glaube an keine Offenbarung als die, die wir im Auge des geliebten Wesens sehen. Sie allein ist wahr, sie allein ist untrüglich; in dem Auge der Liebe allein schauen wir Gott von Angesicht zu Angesicht.

In der jetzigen Zeit ist es mal was Neues beim Alten zu bleiben.

Jedes Übermaß muss gefährlich werden, selbst ein Übermaß an Gemüt.

Man muss den Leuten nur ein bisschen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter.

Man muss in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.

Nehmen Sie das Leben nur an den richtigen Stellen tragisch.

Stelle keine überflüssigen Fragen in betreff der Schicksale anderer an die Zukunft, sondern beschäftige dich fürs erste möglichst intensiv mit dem, was vor deiner eigenen Nase liegt.

Was liegt alles in den wenigen Worten: Sein eigener Herr sein!

Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.

Wer glaubt, niemals zu irren, der irrt.



— Wilhelm Karl Raabe (1831 - 1910) war ein deutscher Schriftsteller.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Wilhelm Raabe" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.