Werner Finck - Zitate

— Gute Zitate (53), Aphorismen und Sprüche von "Werner Finck" (Schauspieler; DE)

— Beliebtes Zitat:

Früher sind die Menschen für die Freiheit auf die Barrikaden gegangen, jetzt tun sie es für die Freizeit.

Werner Finck (* 2. Mai 1902 in Görlitz; † 31. Juli 1978 in München) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Werner Finck Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schauspieler).

Was in der Politik noch fehlt, ist ein Machthungerstreik.

Zum Spaßmachen gehört auch ein Schuß Demagogie.

Alles Grundsätzliche ist grundsätzlich verdächtig.

Am seidenen Faden hing ein Schwert, sich auf mein Haupt zu laden. Glaubt ihr, dass mich das Schwert gestört? Mich störte nur der Faden.

An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.

Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.

Bei der Satire gilt das Prinzip: Wer sich getroffen fühlt, ist gemeint.

Bei manchen Reden kann von Reden keine Rede sein – Geschwätz!

Da, wo’s zu weit geht, fängt die Freiheit erst an.

Das Dilemma des Komikers: Wenn man die Menschen zum Lachen bringt, wird man nicht ernstgenommen; wird man aber ernstgenommen, ist man ein schlechter Komiker.

Das Formular ist, neben dem Schalter, das wirksamste Mittel, dem Bürger Respekt abzunötigen.

Das Kabarett ist wie ein Streichholz: Es zündet nicht, wenn es sich nicht an etwas reiben kann.

Die Politik unterscheidet sich von der Jagd vor allem dadurch, dass die Abschuss zeit praktisch unbegrenzt ist.

Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

Ein Gentleman ist ein Mann, der einer Frau gegenüber nicht aus dem Rahmen fällt, auch wenn er über sie im Bilde ist.

Ein Leben ohne Feste ist wie ein weiter Weg ohne Gasthäuser.

Ein Volk, ein Reich, ein Irrtum.

Eine Konferenz ist eine Sitzung, bei der viele hineingehen und wenig herauskommt.

Elf Monate kämpft man ums Dasein, im Urlaub ums Dortsein.

Ernst ist Nichtspiel und nichts anderes. Der Bedeutungsinhalt von Spiel dagegen ist mit Nichternst keineswegs definiert oder erschöpft erläutert.

Es gab einmal ein Zeitalter - es war das griechische -, da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen.

Es geht uns mit der Freiheit wie mit der Gesundheit: Erst wenn man sie nicht mehr hat, weiß man, was man an ihr hatte.

Es ist immer ein heiter stimmender Anblick, wenn Prinzipienreiter abgeworfen werden.

Es ist ja eine Ironie des Schicksals, dass gerade in dem Lande, wo am meisten Heil gerufen worden ist, so wenig heil geblieben ist.

Geständnisse erleichtern die Seele, aber sie erschweren das Vorwärtskommen.

Glück ist, wenn man zusieht, wie die Zeit vergeht, und hofft, dass sie für einen arbeitet.

Grippe klingt volkstümlich. Influenza hat so etwas von einem italienischen Badestrand.

Humor ist die Lust zu lachen, wenn einem zum Heulen ist.

Ich bin grundsätzlich gegen alle Parteien. Als Demokrat wähle ich natürlich eine, aber nur im Sinne vom kleineren Übel.

Ich habe in meinem Leben sehr viel gehalten, aber nicht den Mund.

Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen muss, wenn ich nicht hinter ihr stehe.

Ich werde die wählen, die mir keinen Ärger machen, wenn ich sie nicht wähle.

Kabarett ist eine Wortspielbank mit Croupiers, die mehr austeilen als einstecken.

Lächeln ist die eleganteste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen.

Lasset uns deklinieren: Der Mut - des Mutes - Demut.

Macht euch keine Sorgen, Jungens! Jetzt haben wir sechs Jahre Krieg hinter uns gebracht – da werden wir die paar Friedensjahre auch noch überstehen!

Mag sein, dass die Zeit Wunden heilt, aber sie ist eine erbärmliche Kosmetikerin.

Maler sind Überzeugungstäter, die keinen sehnlicheren Wunsch haben, als gehängt zu werden.

Man kann ja alles sagen, was man denkt, man muss nur das Richtige denken.

Meine Parole heißt: Kraft durch Freunde.

Mir ist schon lange klar, dass nicht einmal die Luft gerecht verteilt ist in der Welt.

Ruhe ist das Teuerste, das es heutzutage zu kaufen gibt.

Wenn ein Autor stirbt, verwandelt sich die üble Nachrede sofort in einen guten Nachruf.

Wer andere zum Lachen bringen kann, muss ernstgenommen werden, das wissen alle Machthaber.

Wer lachen kann, dort, wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust zum Leben.

Wer sich in die Zivilisation begibt, kommt darin um.

Wir Teutonen sind nun mal dran gewöhnt, eher einander die Schädel als einen vernünftigen Weg einzuschlagen.

Ein Mensch, der sich ohne ersichtlichen Grund eines Tages Stecknadeln und Reißzwecken in den Mund stopft und schluckt, ist ein Irrer. Er kann davon sterben ... Macht er derlei Dinge aber in regelmäßigen Abständen, so ist er ein Artist. Er kann davon leben.

Einer Schauspielerin hinter die Ohren geschrieben: Vor allem eins, Irene: Akte - so viel du willst, nur keine Szene.

Ich sitze zwischen zwei Stilen.

Ich weiß nicht, wo Bonn aufhört und die Kleinstadt anfängt.

Der Staatshaushalt ist ein Haushalt, in dem alle essen möchten, aber niemand Geschirr spülen will.



— Werner Paul Walther Finck (1902 - 1978) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller.


— Finck ging 1929 nach Berlin und gründete mit Hans Deppe das Kabarett „Die Katakombe“ gründete. Im Jahr 1935 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Esterwegen gebracht, wo er unter anderem Carl von Ossietzky kennenlernte. Er wurde nach wenigen Wochen auf Anordnung Görings wieder entlassen, erhielt aber für ein Jahr Arbeitsverbot.

Es wurden 53 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Werner Finck" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schauspieler") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Mimen, Darstellern, Regisseuren, Produzenten, Kabarettisten, etc.