Simone de Beauvoir - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Simone de Beauvoir" (Schriftsteller; FR)

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Wir halten den Menschen für frei: aber seine Freiheit ist nur in dem Maße real und konkret, wie sie engagiert ist, ein Ziel anstrebt und sich anstrengt, einige Veränderungen in der Welt zu bewirken.

Simone de Beauvoir (* 9. Januar 1908 in Paris; † 14. April 1986 ebenda) war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Simone de Beauvoir Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Adam war nichts als ein roher Entwurf, und die Schöpfung des Menschen ist Gott erst gelungen, als er Eva geschaffen hat.

Alter: Eine Maske, die einem das Leben aufzwingt. Dahinter ist man dieselbe.

Als Mutter war die Frau Furcht erregend, deshalb musste sie in der Mutterschaft verklärt und unterworfen werden.

Altern heißt sich über sich selbst klar werden.

Charme ist, was manche Leute haben, bis sie beginnen, sich darauf zu verlassen.

Da die Ehe die körperliche Liebe im Allgemeinen nicht mit einschließt, schiene es vernünftig, das eine unverblümt vom anderen zu trennen.

Da ich nicht denke, dass die Frau von Natur aus dem Manne unterlegen ist, denke ich auch nicht, dass sie ihm von Natur aus überlegen ist.

Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.

Das Wort Liebe hat für beide Geschlechter keineswegs den gleichen Sinn, und hierin liegt eine Quelle der schweren Missverständnisse, die sie voneinander trennen.

Der erotische Wortschatz des Mannes lehnt sich an die militärische Sprache an.

Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten. Diese Befreiung kann nur eine kollektive sein.

Der Mensch ist ein sprachbegabtes Tier und wird sich immer durch das Wort verführen lassen.

In einer Religion, die das Fleisch verflucht, erscheint die Frau als die furchtbarste Versuchung des Teufels.

Die Anatomie weist Unterschiede auf, aber keiner von ihnen stellt einen Vorteil für das männliche Geschlecht dar.

Die Ehe ist auch für den Mann Unterjochung. In ihr gerät er in die Falle, die die Natur ihm stellt: Weil er ein blühendes junges Mädchen geliebt hat, muss er ein Leben lang eine dicke Matrone, eine vertrocknete Alte ernähren.

Die Ehe, das ist die größte Falle.

Als pervers und liederlich gelten die Mädchen, die von ihrem Körper leben, nicht aber die Männer, die sich ihrer bedienen.

Die Frau ist Feld und Weide, aber sie ist auch Sodom und Gomorrha.

Die Frau, die den Mann zur Endlichkeit verurteilt, ermöglicht es ihm auch, seine Grenzen zu überschreiten: das verleiht ihr eine zweideutige Magie.

Die Grenze zwischen Frigidität und dem Willen zur Frigidität ist verschwommen.

Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung.

Die Männer verbieten die Abtreibung im Allgemeinen, akzeptieren sie aber im Einzelnen als eine bequeme Lösung. Sie können es sich leisten, sich mit leichtfertigem Zynismus zu widersprechen, aber die Frau spürt diese Widersprüche in ihrem Fleisch.

Die Menschheit ist männlich, und der Mann definiert die Frau nicht an sich, sondern in Beziehung auf sich; sie wird nicht als autonomes Wesen angesehen.

Die Sklavin des Mannes hält sich für ein Idol. (Quelle: Das andere Geschlecht)

Die Unwissenheit ist eine Situation, die den Menschen ebenso hermetisch abschließt wie ein Gefängnis.

Durch die Mutterschaft findet die Frau zur vollständigen Erfüllung ihres physiologischen Schicksals. Darin liegt ihre »natürliche« Berufung, da ihr ganzer Organismus auf Arterhaltung ausgerichtet ist.

Ein Gefühl ist ein Engagement, das den Augenblick überschreitet.

Ein Mann sucht die Nähe einer Frau - nicht um sie zu genießen, sondern um sich zu genießen.

Eine Frau wird umso begehrenswerter, je stärker die Natur in ihr entfaltet und je nachdrücklicher sie in ihr gebändigt erscheint.

Eine Frau, die den Verlust eines Kindes durchgemacht hat, erschrickt nicht mehr. Eine Mutter, die ihr Kind schlägt, schlägt nicht nur das Kind, und in gewissem Sinne schlägt sie es überhaupt nicht: Sie rächt sich an einem Mann, an der Welt oder an sich selbst.

Es muss übrigens darauf hingewiesen werden, dass die Gesellschaft, die so heftig bestrebt ist, die Rechte des Embryos zu verteidigen, sich um die Kinder nicht kümmert, sowie sie auf der Welt sind.

Fest in der Familie und in der Gesellschaft ruhend, in Übereinstimmung mit den Sitten und Gesetzen, ist die Mutter die Inkarnation des Guten: Die Natur, an der sie teilhat, wird gut und ist kein Feind des Geistes mehr.

Frauen sind als Hexen verbrannt worden, einfach weil sie schön waren. (Quelle: Das andere Geschlecht)

Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.

Für die überwiegende Mehrheit der Frauen bewahrt diese Welt auch nach der Hochzeit ihren Glanz. Allein der Ehemann verliert sein Prestige.

Heiraten ist eine Pflicht, einen Liebhaber nehmen ein Luxus. (Quelle: Das andere Geschlecht)

Ich bin zu intelligent, zu anspruchsvoll und zu einfallsreich, als dass irgendjemand mich vollständig kontrollieren könnte. Niemand kennt mich oder liebt mich vollends. Ich habe nur mich selbst.

Und von der Stunde an, wo man geboren wird, fängt man schon an zu sterben. Aber zwischen Geburt und Tod liegt doch eben das Leben.

Im allgemeinen gesehen ist die Ehe heute ein Rest überlebter Sitten.

Im Namen der Liebe werden Frauen ausgebeutet - und lassen sich ausbeuten.

Indem die Frau selbst Mutter wird, nimmt sie gewissermaßen den Platz derer ein, die sie geboren hat: Darin liegt für sie eine totale Emanzipation.

Jede Mutter hat die Vorstellung, dass ihr Kind ein Held sein wird.

Jedes Kind, das zur Welt kommt, ist ein Mensch gewordener Gott.

Jegliche Unterdrückung schafft Kriegszustand.

Kein Mann würde eine Frau sein wollen, aber alle wünschen, dass es Frauen gibt.

Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht.

Man weigert sich, solange man im jugendlichen Drang den wechselvollen Alltag genießt, in den Greisen das eigene Schicksal zu sehen.

Nichts ist zweideutiger als ein Blick.

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.

Optimismus spart Vorsicht.

Die jüngste Verkörperung der Hetäre ist der Star.

Sie war bereit, die Existenz von Raum und Zeit zu leugnen, anstatt zuzugeben, dass Liebe nicht ewig hält.

Viele Frauen ringen sich ausgerechnet in dem Moment, wo sie aufhören, begehrenswert zu sein, endlich dazu durch, ihr eigenes Begehren anzunehmen.

Viele Frauen sagen lieber ein Fest ab, als dass sie schlecht gekleidet hingehen.

Wenn der Mann die Frau als willenlos, ungeduldig, listig, einfältig, fühllos, lüstern, wild, demütig bezeichnet, lässt er seine Vorstellung von sämtlichen Weibchen der Tierwelt in sie eingehen.

Wenn der Mensch verliebt ist, zeigt er sich so, wie er immer sein sollte.

Wenn die Frau feststellen muss, dass sie das Unwesentliche ist, das niemals zum Wesentlichen wird, so kommt es daher, dass sie selbst diese Umkehrung nicht zuwege bringt.

Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen.

Männer sind zwar oft so jung, wie sie sich fühlen, aber niemals so bedeutend.



— Simone de Beauvoir (1908 - 1986) war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin.


— Obwohl sich Simone Lucie Ernestine Marie Bertrand de Beauvoir nicht als Philosophin betrachtete, hatte sie einen bedeutenden Einfluss sowohl auf den feministischen Existenzialismus als auch auf die feministische Theorie.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Simone de Beauvoir" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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