Seneca - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Seneca" (Schriftsteller; IT)

— Beliebtes Zitat:

Dem Schlechten missfallen heißt, gelobt zu werden.

Seneca (* etwa im Jahre 1 in Corduba, Spanien; † 65 n. Chr. in der Nähe von Rom) war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher und Politiker.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Seneca Zitate (Land: IT / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Der gemeine Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als falsch und der Politiker als nützlich.

Der Schmerz, besitzlos zu sein, ist weit leichter zu ertragen als der, besitzlos zu werden.

Ein großer Mensch benutzt Tongeschirr so als wäre es Silber. Nicht weniger groß ist, wer Silber so benutzt, als sei es Tongeschirr.

Ein Zwerg wird nicht größer, auch wenn er sich auf einen Berg stellt.

Es gibt zu denken, dass viele den Körper üben, wenige dagegen den Geist.

Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.

Nicht alle, die am Ziel ankommen, sind am Start losgelaufen.

Wer auf Grund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst.

Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Niemand gibt zu Gelächter Anlaß, der über sich selber lacht.

Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer

Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lächeln über die kostbaren Fußböden der Reichen.

Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

Manche weisen Männer haben den Zorn als eine vorübergehende Geistesstörung bezeichnet.

Wer will, der kann, wer nicht will, der muss.

Wer Weg und Ziel nicht kennt, dem weht kein Wind günstig.

Die natürlichen Bedürfnisse haben ihre Grenzen, die aus einem Wahn entstandenen finden kein Ende.

Kein Kämpfer kann großen Mut zum Kampf mitbringen, der noch niemals schwarz und blau geschlagen worden ist.
Der aber, der so oft er fiel, trotziger wieder aufstand, der steigt mit großer Hoffnung in den Ring.

Aller Besitz ist vom Schicksal geborgt.

Am besten aber wirst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, wenn du beobachtest, wie er jemanden lobt und wie er sich verhält, wenn er selbst gelobt wird.

Das Leben aber – glaube mir – wird von viel schlimmeren Stürmen geschüttelt als irgendein Schiff.
Hier kommt es nicht aufs Reden an, sondern hier gilt es, das Steuer fest in die Hand zu nehmen.

Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht gegeben hat.

Das schlimmste Übel ist ausscheiden aus der Schar der Lebendigen, ehe man stirbt.

Das wahre Geschenk besteht nicht in dem, was gegeben oder getan wird, sondern in der Absicht des Gebenden oder Handelnden.

Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.

Den guten Steuermann lernt man erst im Sturm kennen, den guten Soldaten erst in der Schlacht.

Die Bosheit trinkt die Hälfte ihres eigenen Giftes.

Die Krankheiten, an denen wir leiden, sind heilbar, und wenn wir uns nur bessern wollen, so unterstützt uns die Natur selbst dabei, die uns zum Rechten geschaffen hat.

Ein Teil der Heilung war noch immer, geheilt werden zu wollen.

Erstens trauen die Menschen ihren Augen mehr als ihren Ohren, und zweitens ist es ein langer Weg, der durch Belehrung, ein kurzer und erfolgreicher, der durch das Beispiel wirkt.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Es kommt nicht darauf an, wie vielen, sondern welchen du gefällst.

Es war die Klage unserer Altvordern, es ist unsere Klage, es wird die Klage der Nachwelt sein, daß die Sitten verkehrt seien, daß Verdorbenheit herrsche, und daß die Menschheit sich verschlimmere und alles Heilige in Verfall gerate.

Allein das ist und wird immer dasselbe sein, nur von Zeit zu Zeit sich mehr da- oder dorthin neigend, wie Meereswogen, die die eintretende Flut weiter hinaustreibt, die Ebbe mehr im Innern der Ufergrenzen hält.

Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.

Goldene Zügel machen ein Pferd nicht besser.

In dem Nicht-Wollen liegt der Grund, das Nicht-Können ist nur Vorwand.

Jeder will lieber glauben als nachdenken, und so wird nie über das Leben nachgedacht.

Man irrt, wenn man glaubt, daß Schenken eine leichte Sache sei. Es hat recht viel Schwierigkeiten, wenn man mit Überlegung geben und nicht nach Zufall und Laune verschleudern will

Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.

Mangelndes Vertrauen ist nichts als das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen.

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

Schimpflich ist es, anders zu reden, anders zu denken. Wie viel schimpflicher noch ist es, anders zu schreiben, anders zu denken!

Sieh jeden einzelnen Tag so an, als wäre er ein einzelnes Leben.

Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.

Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.

Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.

Wie Platon sagt, kein Vernünftiger straft, weil gefehlt worden ist, sondern um zu verhüten, dass nicht weiter gesündigt werde.

Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind.

Wir sind zur Gemeinschaft geboren. Unsere gesellige Zusammengehörigkeit hat große Ähnlichkeit mit einem Steingewölbe, das einstürzen würde, wenn die Steine nicht durch ihre gegenseitige Lage dies verhinderten und eben dadurch den Bau haltbar machten.

Zum König oder zum Narren muss man geboren sein.

Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.

Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.

Das Leben ist kurz (Lat.: De brevitate vitae).

Alles hängt von der Einbildung ab. Jeder ist in dem Grade elend, als er es zu sein glaubt.

Alles, was das Glück dir gegeben hat, besitze wie etwas, das keinen berechtigten Eigentümer hat.

Auch nach einer schlechten Ernte muss man säen.

Beim Schlafengehen sollten wir uns sagen: Ich habe gelebt und den mir vom Schicksal bestimmten Weg zurückgelegt Wenn Gott uns noch einen Morgen schenkt werden wir ihn mit dem Gefühl dass uns unerwarteter Gewinn zufällt, freudig entgegennehmen.



— Lucius Annaeus Seneca (1 - 65 n. Chr.) war ein römischer Philosoph (Stoiker), Dramatiker und Politiker.


— Senecas (genannt Seneca der Jüngere) Werke werden dem „Klassischen Latein“, zugerechnet und er gilt als einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Im Gegensatz zum gesprochenen Latein, ist dieses eine hochstilisierte Literatursprache die in die Epoche von 60 v.Chr. bis 170 n.Chr. fällt.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors " Seneca" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.