Søren Kierkegaard - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Sören Kierkegaard" (Philosoph; DK)

— Beliebtes Zitat:

Alles wesentliche Erkennen betrifft die Existenz.

Søren Kierkegaard (* 5. Mai 1813 in Kopenhagen; † 11. November 1855 ebenda) war ein dänischer Philosoph, Theologe und religiöser Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Søren Kierkegaard Zitate (Land: DK / Berufsgruppe: Philosoph).

Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

Die meisten jagen so sehr dem Genuss nach, daß sie an ihm vorbeilaufen.

Alles kommt zwar wieder, aber auf eine andere Weise.

Der Hass ist die Liebe, die gescheitert ist.

h ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren.

Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.

Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist.

In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.

In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.

Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht haben, stehen meistens allein.

Je mehr man sich beschränkt, umso erfinderischer wird man.

Was ist die Jugend? Ein Traum. Was ist Liebe? Der Inhalt des Traumes.

Das Gebet verändert Gott nicht, aber es verändert denjenigen, der betet.

Die Funktion des Gebets besteht nicht darin, Gott zu beeinflussen, sondern die Natur des Betenden zu verändern.

Die Menschen fordern Redefreiheit als Ausgleich für die Gedankenfreiheit, die sie selten nutzen.

Aber dies ist ganz und gar die Formel für „den Verstand verlieren“: glauben heißt eben den Verstand zu verlieren, um Gott zu gewinnen.

Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase

Alles, was in großer Zahl auftritt, ist nicht von oben; meint es, irgendeinen Ruf vernommen zu haben, so kann man sicher sein, dass der Ruf von unten kam.

Auf vorgezeichneter Bahn Karriere zu machen ist gleich langweilig, ob man rasch oder langsam avanciert.

Denn das Große ist nicht, dass einer dies oder jenes ist, sondern dass er es selbst ist; und das kann jeder Mensch sein, wenn er will.

Denn nur voreilige Menschen, unfruchtbare Wolken und Regenschauer, haben nichts so eilig als einen Eid abzulegen; weil sie nämlich ihn nicht zu halten vermögen, darum müssen sie ihn fortwährend ablegen.

Der Humorist erfasst das Tiefsinnige, aber in demselben Augenblick fällt ihm ein, dass es wohl nicht der Mühe wert sei, sich auf seine Erklärung einzulassen. In diesem Widerruf besteht der Scherz.

Die Christenheit hat, ohne es recht selber zu merken, das Christentum abgeschafft; daraus ergibt sich, dass, wenn etwas geschehen soll, versucht werden muss, das Christentum wieder in die Christenheit einzuführen.

Die Klosterbewegung will die Innerlichkeit durch eine Äußerlichkeit ausdrücken, welche die Innerlichkeit sein soll.

Die Verzweiflung geht die ganze Persönlichkeit an, der Zweifel nur den Gedanken.

Eine begeisterte ethische Individualität gebraucht den Verstand, zu entdecken, was das Klügste ist, um es dann bleiben zu lassen, denn was wir im allgemeinen das Klügste nennen, ist selten das Edle.

Es gehört zu den Unvollkommenheiten unseres Wesens, dass wir erst durch den Gegensatz hindurch müssen, um zu erreichen, was wir erstreben.

Es gibt nicht nur eine Enge des Kummers, sondern auch eine Enge der Freude.

Es gilt, eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu entdecken, für die ich leben und sterben will.

Es ist Talent nötig zum Zweifeln, aber es ist schlechterdings kein Talent nötig zum Verzweifeln.

Es liegt in der Natur der ersten Liebe, dass sie nicht genug Nöte ausstehen kann um den Besitz des geliebten Gegenstandes, ja sie wird, wenn keine Gefahren da sind, sich welche schaffen, bloß um sie zu bestehen.

Gerade das ist das Tiefe im Christentum, dass Christus zugleich unser Erlöser und unser Richter ist.

Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten; die Möglichkeit des Guten ist das Ewige.

Im Verhältnis zu dem Unbedingten gibt es nur eine einzige Zeit: die Gegenwart.

In jedem Kind ist etwas Ursprüngliches, woran alle abstrakten Prinzipien und Maximen scheitern.

In unserer Zeit glaubt man, das Wissen gebe den Ausschlag, und wenn man nur die Wahrheit zu wissen bekomme, je kürzer und geschwinder, je besser, so sei einem geholfen. Aber Existieren ist etwas ganz anderes als Wissen.

Ist das Komische kalt und trostlos, so ist das ein Zeichen, dass keine neue Unmittelbarkeit im Keime ist, so ist es keine Ernte, sondern die inhaltslose Leidenschaft eines unfruchtbaren Windes, wenn er über nackte Felder fegt.

Jede Lebensanschauung, die den Sinn des Lebens von einer äußeren Bedingung abhängig macht, ist Verzweiflung. Dem Leid zu leben ist also im gleichen Sinne Verzweiflung, wie dem Genuss zu leben; denn das ist eben Verzweiflung, sein Leben in etwas zu haben, dessen Wesen es ist, zu vergehen.

Jeder Mensch, der zu schweigen versteht, wird ein Gotteskind; denn im Schweigen liegt die Besinnung auf seine göttliche Herkunft. Wer redet, wird ein Mensch.

Nein, – die gefährlichste und ganz allgemeine Art von religiöser Unbekümmertheit liegt darin, dass man eine bestimmte Religion hat; aber diese Religion ist zu reiner Tändelei abgewaschen und verpfuscht, so dass man diese Religion in gänzlich leidenschaftsloser Weise benutzen kann.

Nicht nur die Kunst des Schenkens sollte man besitzen sondern auch die, empfangen und annehmen zu können.

Schwermut ist die Sünde, nicht tief und innerlich zu wollen; und das ist die Mutter aller Sünden.

Träumend plant der Geist seine eigene Wirklichkeit.

Überhaupt ist Bedürfnis nach Einsamkeit ein Zeichen dafür, dass in einem Menschen Geist ist und der Maßstab dafür, was an Geist da ist.

Unter dem Himmel der Ästhetik ist alles so leicht, so schön, so flüchtig; kommt die Ethik angeschritten, so wird alles hart, kalt und unendlich langweilig.

Verzweiflung heißt das Ewige verlieren.

Wachsen im geistigen Sinne bedeutet nicht, größer werden, sondern kleiner werden.

Was aus einer Handlung folgt, weiß der Handelnde eigentlich nicht. Aber diese höhere Ordnung der Dinge, die die freien Handlungen sozusagen verdaut und in ihre ewigen Gesetze einarbeitet, die ist die Notwendigkeit, und diese Notwendigkeit ist die Bewegung in der Geschichte.

Was immer du erwirbst, erwirbst du nur in der Stille, und göttlich ist nur, was im Schweigen geworden ist.

Wesentlich kann das Christentum nicht durch Rede verkündet werden, sondern durch Handlung.

Wie der stille See seinen dunklen Grund in der tiefen Quelle hat, so hat die Liebe eines Menschen ihren rätselhaften Grund in Gottes Licht.

Woran die Welt vielleicht immer Mangel gehabt hat, ist, was man eigentliche Individualitäten nennen kann, entschiedene Subjektivitäten, künstlerisch durchreflektierte, selbstdenkende, im Unterschied von schreienden und dozierenden.

Aber die Bedeutung des Lebens kann nicht darin liegen, dass man arbeitet, um zu leben. Das wäre ja ein Widerspruch, denn das hieße, dass die Produktion der Bedingungen die Antwort sein soll auf die Frage nach der Bedeutung des Bedingten.

Das Entscheidende ist: alles ist möglich bei Gott. Dies ist ewig wahr, und mithin wahr in jedem Augenblick. Man sagt es wohl so hin im Alltagsleben, und im Alltagsleben sagt man es so hin, jedoch die Entscheidung fällt erst, wenn der Mensch zum Äußersten gebracht ist, so dass da menschlich gesprochen keine Möglichkeit mehr ist. Dann gilt es, ob er glauben will, dass alles möglich ist bei Gott, das heißt, ob er  glauben will.

Das Sinnliche ist nämlich das Momentane; die Sinnlichkeit sucht die augenblickliche Befriedigung, und je mehr sie verfeinert ist, desto mehr weiß sie den Augenblick des Genusses zu einer kleinen Ewigkeit zu erweitern. Erst die wahre Ewigkeit in der Liebe, die auch die wahre Sittlichkeit ist, erlöst daher eigentlich die Liebe von dem Fluch des Sinnlichen.

Das Verhältnis zwischen Allgegenwart und Unsichtbarkeit gleicht dem Verhältnis zwischen Geheimnis und Offenbarung:

das Geheimnis ist der Ausdruck dafür, dass die Offenbarung in strengerem Sinne ist, dass das Geheimnis gerade das Einzige ist, woran man sie erkennt, da sonst eine Offenbarung so etwas wie die Allgegenwart eines Polizeidieners wird.



— Soren Aabye Kierkegaard (1813 - 1855) war ein dänischer Philosoph, Essayist und Theologe.


— Das theologische Werk von Kierkegaard konzentriert sich auf die christliche Ethik, die Institution der Kirche, die Unterschiede zwischen rein objektiven Beweisen des Christentums, die qualitative Unterscheidung zwischen Mensch und Gott und die subjektive Beziehung des Einzelnen zum Gott-Mensch Jesus Christus, die durch den Glauben entstanden ist. Er kritisierte scharf die Praxis des Christentums als Staatsreligion.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Sören Kierkegaard" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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