Richard von Weizsäcker - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Richard von Weizsäcker" (Politiker; DE)

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Von den Chinesen könnten wir einiges lernen. Man hat mir gesagt, sie hätte ein und dasselbe Schriftzeichen für die Krise und für die Chance.

Richard von Weizsäcker (* 15. April 1920 in Stuttgart; † 31. Januar 2015 in Berlin) war ein deutscher Politiker (CDU).

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Richard von Weizsäcker Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Politiker).

Als Bürger dürfen wir uns nicht allein auf den Staat verlassen. Gesetze und Finanzen sind wichtig, aber entscheidend ist die persönliche Zuwendung.

Am Ideal gemessen versagt die Wirklichkeit. Aber was wäre das für eine traurige Wirklichkeit, wenn sie aufhören würde, sich nach dem Ideal zu orientieren und nach der Wahrheit zu fragen?

Aufgabe der Politik ist es, die langfristigen deutschen Interessen zu erkennen und konsequent zu vertreten.

Behindertengerecht ist menschengerecht.

Christen feiern zu Weihnachten die Geburt des Erlösers. Die Menschen suchen Erlösung aus ihrer Einsamkeit. Wir wollen uns gegenseitig dabei helfen; dann werden wir den Sinn des Weihnachtsfestes besser verstehen.

Das beste Mittel gegen Verdrossenheit ist es, sich selbst zu aktivieren.

Das Ziel des Dialogs ist nicht Unterwerfung und Sieg, auch nicht Selbstbehauptung um jeden Preis, sondern gemeinsame Arbeit in der Methode und in der Sache.

Demokratische Freiheit ist auch in stürmischen Zeiten der beste Kompass.

Den Ertrag des Bodens kurzfristig zu steigern, haben wir gelernt. Können wir aber auch verhindern, dass der Boden auf diese Weise langfristig abstirbt?

Den Utopien folgten Ernüchterung und Enttäuschung.

Der Freund des Gespräches aber ist der Freund des Friedens, der nur auf dem Gespräch der Menschen miteinander ruhen kann.

Der Mensch hat sich im Umgang mit der Natur schier grenzenlose Möglichkeiten eröffnet. Nun stößt er an eine neue Grenze, nämlich die seiner eigenen herkömmlichen Einsicht und Verantwortung.

Die besten Mittel, um mit einer schweren Vergangenheit fertig zu werden, sind nicht Abrechnung und Strafe, sondern offene und befreiende Aussprachen über persönliche Schicksale in bitteren Zeiten.

Die Erinnerung ist die Erfahrung vom Wirken Gottes in der Geschichte. Sie ist die Quelle des Glaubens an die Erlösung. Diese Erfahrung schafft Hoffnung, sie schafft Glauben an Erlösung, an Wiedervereinigung des Getrennten, an Versöhnung. Wer sie vergisst, verliert den Glauben.

Die Form der Einheit ist gefunden. Nun gilt es, sie mit Inhalt und Leben zu erfüllen.

Die Freiheit ist kein Geschenk, von dem man billig leben kann, sondern Chance und Verantwortung.

Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.

Die Technik von heute ist das Brot von morgen - die Wissenschaft von heute ist die Technik von morgen.

Die Weihnachtsbotschaft stützt sich nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen, auf Hoffnung und Liebe. In der Liebe ist mehr Kraft als in irgendeiner anderen Macht. Jeder Mensch kann sie erfahren, sie einem anderen zugänglich machen. Sie ist der Frieden.

Die Zeit bringt unaufhaltsam neue Entwicklungen hervor, neue Gefahren und Chancen.

Eine zweite Arche Noah wird es nicht geben, die uns in eine bessere Zukunft hinüberrettet.

Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.

Es ist auch eine Gefahr, wenn Gesellschaft, Werbung und manche Medien ein Ehe- und Familienbild als reine Freizeitpartnerschaft vermitteln. Gewiss, Übereinstimmung beim Hobby ist etwas Schönes. Nur reicht sie nicht aus, um Krisen zu überstehen.

Es ist fatal, wenn beim Bürger der Eindruck entsteht, auf ihn käme es gar nicht an, denn ‚die da oben‘ machten ja doch, was sie wollten. In Wirklichkeit wissen doch wir Politiker oft selbst noch keine Lösung und sind dringend auf Mitberatung an­gewiesen. (Quelle: Antrittsrede als Bundespräsident; 1. Juli 1984)

Es ist normal, verschieden zu sein. Es gibt keine Norm für das Menschsein.

Es wäre keine menschlich überzeugende Gesellschaft, der alles wertlos gilt, was nicht bezahlt wird.

Frieden unter den Völkern kann nur gedeihen, wenn wir auch im eigenen Volk friedlich miteinander umgehen lernen.

Geborgenheit und Schutz bieten sich im Glauben, in der Familie, aber auch im täglichen menschlichen Umfeld. Dort können wir nicht nur Geborgenheit finden, sondern vor allem auch geben - durch die Bereitschaft zur Verständigung.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie wiederholt ihre Lehren.

Gesetze zu verschärfen ist sicher manchmal notwendig, notwendiger ist es, unser Gewissen zu schärfen.

Humanes Zusammenleben, Integration, braucht zuerst und vor allem Raum in den Köpfen und Herzen der Menschen.

In Berlin habe ich eine Formulierung gehört, die jeder verstehen kann: Die deutsche Frage ist so lange offen, als das Brandenburger Tor zu ist.

Je komplizierter das Gesagte wirkt, desto weniger hat man es durchdacht.

Jede Zeit nimmt erst mal ihre eigenen Herausforderungen ernst. Das soll sie ja tun. Ich finde nur, dass der Blick auf die Geschichte diesen Herausforderungen gegenüber eine wirkliche Erleichterung ist.

Jedes Leben hat seinen Sinn und seine eigene Würde.

Lassen Sie uns alles daransetzen, dass wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt und lebenswert macht.

Menschlichkeit ist nicht teilbar.

Mütter trauern in allen Ländern auf dieselbe Weise um ihre Kinder.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Teilung Deutschlands der zentrale Ausdruck der Teilung Europas. Niemand bei uns wird vergessen, dass es ohne den von Deutschland unter Hitler begonnenen Krieg nie zur Teilung gekommen wäre.

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.

Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein.

Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen.

Rechtsbewusstsein und Verständlichkeit haben viel damit zu tun, wie sich das Recht präsentiert. Alle Bürger werden mit Texten konfrontiert, die von Juristen verfasst sind. Wenn man sie lesen muss, sollte man wenigsten die Chance haben, sie zu verstehen.

Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich.

Soziale Marktwirtschaft vollzieht sich nicht in Gesetzbüchern, sondern im Denken und Handeln der Menschen.

Tut einer etwas freiwillig für andere, dann erprobt er die alte Wahrheit: „Wer gibt, dem wird gegeben.“

Um die Technologie zu beherrschen, bedarf es der Zusammenarbeit im Weltverbund.

Unsere Kultur ist gewachsen wie ein kräftiger und vielgestalteter Mischwald. Er leistet seinen Beitrag zur lebensnotwendigen Frischluft.

Unzureichende Informationen und Vorurteile erzeugen wechselseitig unbegründete Angst, die nicht weniger gefährlich sein kann als Rüstung.

Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

Wettbewerb und Gewinn sind nicht das Maß der Dinge. Wert ist etwas anderes als Preis.

Wir brauchen und wir haben die Kraft, der Wahrheit, so gut wir es können, ins Auge zu sehen, ohne Beschönigung und ohne Einseitigkeit.

Wir haben eine gute Verfassung. Aber sind wir auch in einer guten Verfassung?

Wir leben in einer Demoskopiedemokratie.

Wir sind nicht Herren der Natur, sondern nur ihr Teil.

Zur Kultur gehört auch eine Zuwendung der Starken zu Schwachen, also nicht nur durch eine vertikale soziale Verpflichtung des Staates, sondern auch die Hilfe einer horizontalen Solidarität der Bürger untereinander.

Fremdenfeindlichkeit zeugt nur von eigener Schwäche.

Ich war immer schon der Überzeugung und bleibe dabei, dass ein guter Europäer kein schlechter Patriot sein muss.

Solange das Brandenburger Tor zu ist, ist die deutsche Frage offen!



— Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (1920 - 2015) war ein deutscher Politiker (CDU).


— Weizsäcker diente von 1984 bis 1994 als Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Richard von Weizsäcker" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.