Richard Wagner - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Richard Wagner" (Künstler; DE)

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Bei uns ist die echte Kunst revolutionär, weil sie nur im Gegensatz zur gültigen Allgemeinheit existiert.

Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Richard Wagner Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Künstler).

Damit ein Ereignis Größe habe, muss zweierlei zusammenkommen: der große Sinn derer, die es vollbringen, und der große Sinn derer, die es erleben.

Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme.

Das Kunstwerk, welches allen Zeiten als das vollendetste gelten muss, ist das Drama, weil hierin die höchste und tiefste künstlerische Absicht sich am deutlichsten und allgemeinverständlichsten kundgeben kann.

Das Leben beginnt erst mit 70 Jahren, dann erst wird es wirklich schön.

Das Produzieren ist alles, der Ruhm ist nur die Austernschale.

Das spezifisch deutsche Tempo ist das Andante.

Dem Weib gab Schönheit die Natur,
dem Manne Kraft, sie zu genießen.
Ein Tor allein, ein Heuchler nur,
sucht sich der Liebe zu verschließen.

Denn die wahre Kunst ist höchste Freiheit, und nur die höchste Freiheit kann sie aus sich kundgeben; kein Befehl, keine Verordnung, kurz kein außerkünstlerischer Zweck kann sie entstehen lassen.

Der Blick über die Welt hinaus ist der einzige, der die Welt versteht.

Der deutsche Genius scheint fast bestimmt zu sein, das, was seinem Mutterlande nicht eingeboren ist, bei seinen Nachbarn aufzusuchen, dies aber aus seinen engen Grenzen zu erheben und somit etwas Allgemeines für die ganze Welt zu schaffen.

Der Deutsche ist eckig und ungelenk, wenn er sich manierlich geben will: aber er ist erhaben und allen überlegen, wenn er in das Feuer gerät.

Der Feinde Meute
hetzte mich müd,
Gewitterbrunst
brach meinen Leib:
doch schneller als ich der Meute
schwand die Müdigkeit mir;
sank auf die Lider mir Nacht,
die Sonne lacht mir nun neu!
(Quelle: Die Walküre, Siegmund, 1. Akt, 1. Szene)

Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede: die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.

Der Mensch muss nicht zu viel an Vergangenes denken; wer sich oben erhalten will, hat mit der Gegenwart genug zu tun. Insofern ist das Gedächtnis unser größter Feind.

Der Patriotismus wird sich immer als ein gemeinnütziges Streben äußern, und nie hat noch ein Demagoge oder ein Intrigant ein Volk verführt, ohne es auf irgendeine Weise glauben zu machen, es sei eine patriotischer Bewegung begriffen.

Der Pöbel! – der Führer ist’s, der sie zu Rittern macht. Nimm ihm den Führer, und er wird, was er war.

Der religiösen Vorstellung geht die Wahrheit auf, es müsse eine andere Welt geben, als diese, weil in ihr der unerlöschliche Trieb zur Glückseligkeit nicht zu stillen ist, dieser Trieb somit eine andere Welt zu seiner Erlösung fordert.

Der schafft Kultur, der mehr als sie erstrebt.

Des Goldes Herr ist auch des Goldes Knecht.

Die Bildnerin des Volkes ist nur die Kunst.

Die einzige Form der Musik ist die Melodie; ohne Melodie ist die Musik gar nicht denkbar; Musik und Melodie sind untrennbar.

Die Freude findet man nicht in Dingen, sie ist in uns.

Die Musik ist eine zweite Offenbarung der Welt, das unaussprechliche tönende Geheimnis des Daseins.

Die Musik kann nie und in keiner Verbindung, die sie eingeht, aufhören, die höchste, die erlösendste Kunst zu sein.

Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst.

Die Oper ist ein Irrtum denn in diesem Kunstgenre ist ein Mittel des Ausdrucks - die Musik - zum Zweck, der Zweck des Ausdrucks - das Drama - aber zum Mittel gemacht.

Die Tonsprache gehört der ganzen Menschheit gleichmäßig zu, und die Melodie ist die absolute Sprache, durch welche der Musiker zu jedem Herzen redet.

Die Tonsprache ist Anfang und Ende der Wortsprache, wie das Gefühl Anfang und Ende des Verstandes, der Mythos Anfang und Ende der Geschichte, die Lyrik Anfang und Ende der Dichtkunst ist.

Die Verleihung eines Ordens hat nicht den Sinn, die normale Tüchtigkeit eines Beamten zu belohnen, sondern das was in seinen Leistungen die notwendigen Anforderungen des Nützlichkeitsgesetzes überbietet, zur Anerkennung an sich und für andere zu bringen.

Die Wissenschaft hat nur solange Macht und Interesse, als in ihr geirrt wird; sobald in ihr das Wahre gefunden ist, hört sie auf: Sie ist daher das Werkzeug, das nur solange von Wichtigkeit ist, als der Stoff, auf dessen Gestaltung es nur ankommt, dem Werkzeuge noch nicht widersteht.

Die Wissenschaft ist die höchste Kraft des menschlichen Geistes, der Genuss dieser Kraft aber ist die Kunst.

Die Würde des Virtuosen beruht daher lediglich auf der Würde, welche er der schaffenden Kunst zu erhalten weiß: Vermag er mit dieser zu tändeln und zu spielen, so wirft er seine eigene Ehre fort.

Dir glaub’ ich nicht mit dem Ohr, Dir glaub’ ich nur mit dem Aug’.

Ein politischer Mann ist widerlich, ein politisches Weib aber grauenhaft. (Brief am Franz Liszt)

Ein Tierfreund zu sein gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens.

Einer großen Versuchung erliegt am ehesten, wer schon mal einer kleinen nachgegeben hat.

Einsam in trüben Tagen, hab’ ich zu Gott gefleht . . .

Erst durch die Tonkunst ward die christliche Lyrik zu einer wirklichen Kunst: die kirchliche Musik ward auf die Worte des dogmatischen Begriffs gesungen; in ihrer Wirkung löste sie aber diese Worte wie die durch sie fixierten Begriffe, bis zum Verschwinden ihrer Wahrnehmbarkeit auf.

Es bleibt ein- für allemal wahr: da wo die menschliche Sprache aufhört, fängt die Musik an.

Es ist nicht wichtig, ob der Mensch vom Affen abstammt; viel wichtiger ist, dass er nicht wieder dorthin zurückkehrt.

Es muss menschlichem Empfinden aufgehen, dass das, was im Menschen atmet, dasselbe ist, wie das, was im Tiere lebt.

Frau Minne kenntest du nicht? Nicht ihres Zaubers Macht? Des kühnsten Mutes Königin? Des Weltenwerden Walterin?

Füge dich nie den Forderungen der Erbärmlichkeit, sondern widersetze dich ihnen mit allem Stolze, dessen du in der Liebe zum Edlen fähig bist! - Gib nie einen Zoll von deiner Überzeugung nach! Ich sage nicht, sei glücklich! - Sei stark und dir treu, gleichviel ob dies zu äußerem Unglück oder Glück führt.

Gerade die Edelsten, d.h. diejenigen, denen der nur am Wohle der anderen Menschen lag, und die ihr eigenes Wohl willig dafür opferten, blieben stets ohne den mindesten Einfluss auf die dauernde Gestaltung der Dinge.

Gesegnet sei der Gott, der den Frühling und die Musik erschuf.

Glücklich das Genie, dem nie das Glück lächelte! Es ist sich selbst so ungeheuer viel: was soll ihm das Glück noch sein?

Heiß in der Brust,
Brennt mir der Eid,
Der mich dir, Edlen, vermählt.
Was je ich ersehnt,
Ersah ich in dir;
In dir fand ich,
Was je mir gefehlt.

Hier kam es zum Bewusstsein und erhielt seinen bestimmten Ausdruck, was Deutsch sei, nämlich: die Sache die man treibt, um ihrer selbst und der Freude an ihr willen treiben . . .

Hoch über aller Welt ist Gott, und sein Erbarmen ist kein Spott.

Ich glaube an Gott, Mozart und Beethoven.

Ich habe die Hoffnung für die Kultur des deutschen Geistes, dass die Zeit kommt, in welcher Schopenhauer zum Gesetz für unser Denken und Erkennen gemacht werde.

In deiner Treu’ liegt deines Glückes Pfand.

Kein einzelner kann glücklich sein, ehe es nicht alle sind, weil kein einzelner frei sein kann, ehe nicht alle frei sind.

Kinder, schafft Neues.

Los den Anker! Das Steuer dem Strom!

Luft! Luft! Mir erstickt das Herz! (Isolde in: Tristan und Isolde)

Mein und dein! Ewig, ewig ein!

Mit Frauenherzen ist es meiner Kunst immer noch ganz gut gegangen, und das kommt doch wahrscheinlich daher, dass es bei aller herrschenden Gemeinheit den Frauen doch immer noch am schwierigsten fällt, ihre Seelen so gründlich verledern zu lassen, als dies unserer staatsbürgerlichen Männerwelt zu so voller Genüge gelungen ist. Die Frauen sind eben die Musik des Lebens: sie nehmen alles offener und unbedingter in sich auf, um es durch ihr Mitgefühl zu verschönen.

Mitleid macht wissend ohne Schuld.



— Wilhelm Richard Wagner (1813 - 1883) war ein deutscher Komponist und Dirigent.


— Mit seiner teils dramatischen Musik gilt Wagner als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik sowie die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu die Libretti, Musik und Regieanweisungen schrieb. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Richard Wagner" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Künstler") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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