Rabindranath Tagore - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Rabindranath Tagore" (Theologe; IN)

— Beliebtes Zitat:

Allein sein zu müssen ist schwer - allein sein zu können, ist schön.

Rabindranath Tagore (* 7. Mai 1861 in Kalkutta; † 7. August 1941 ebenda) war ein bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Rabindranath Tagore Zitate (Land: IN / Berufsgruppe: Theologe).

Alles Wachsen ist ein Sterben,
jedes Werden ein Vergehen.
Alles Lassen ein Erleben,
jeder Tod ein Auferstehen.

Alles, was zu uns gehört, kommt zu uns, wenn wir das Vermögen wecken, es zu empfangen

Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.

Arbeit und Ruhe gehören zusammen wie Auge und Lid.

Bei dem Streit um die Wahrheit bleibt der Streit die einzige Wahrheit.

Das fertige Haus macht sich um das beseitigte Gerüst keine Sorgen.

Das Geschenk der Liebe kann man nicht geben. Es wartet darauf, angenommen zu werden.

Das Hauptziel des Lehrens ist nicht, Bedeutungen zu erklären, sondern an die Tür des Geistes zu klopfen.

Das Leben ist ein andauerndes Staunen über das Wunder, zu leben.

Das Leben ist ein Geschenk, das wir verdienen, indem wir es hingeben.

Das Leid ist eine harte Münze, die wir für alles Wertvolle im Leben, für unsere Kraft, Weisheit und Liebe zahlen müssen. Die Wolke sprach zu mir: „Ich vergehe“; die Nacht sprach: „Ich tauche ein in den feurigen Morgen.“ Der Schmerz sprach: „Ich verharre in tiefem Schweigen als seine Fußspur.“

„Ich sterbe hinein in die Vollendung“, sprach mein Leben zu mir. Die Erde sprach: „Mein Licht küsst deine Gedanken jeden Augenblick.“
„Die Tage vergehen“, sprach die Liebe, „aber ich warte auf dich.“ Der Tod sprach: „Ich fahre das Boot deines Lebens über das Meer.“

Das Problem gilt für die ganze Welt. Kein Volk kann sein Heil dadurch erlangen, dass es sich von den anderen löst. Entweder wir werden alle miteinander gerettet, oder wir gehen alle miteinander unter.

Das Unrecht kann sich keine Niederlage leisten. Aber das Recht kann es.

Das wahre Ziel ist nicht, die äußerste Grenze zu erreichen, sondern eine Vollendung, die grenzenlos ist.

Dass ich bin, erfüllt mich mit immer neuem Staunen. Und dies bedeutet Leben.

Demut ist die höhere Form der Liebe.

Den Schlüssel zu meiner Tür gebe ich zurück. Nichts will ich mehr aus meinem Haus. Ich bitte nur um Eure letzten lieben Worte.

Der Edle kann dem Unglück standhalten, nur der kleine Mann verliert den Halt, wenn er ins Unglück kommt.

Der Gedanke wächst, indem er sich von seinen eigenen Worten nährt.

Der Geist, der Schärfe, aber nicht Weite hat, bleibt an jedem Punkte stecken und kommt nicht von der Stelle.

Der gleiche Strom des Lebens, der Tag und Nacht durch meine Adern fließt, fließt durch die Welt und tanzt in rhythmischen Maßen.

Der Mensch geht in den Lärm der Menge, um den Schrei seines eigenen Schweigens zu übertäuben.

Der Mensch ist ein geborenes Kind, seine höchste Gabe ist die Gabe des Wachsens.

Der Mensch ist nicht ein losgelöstes Wesen, sondern ein Teil des Universums.

Der Mensch, dessen Bekanntschaft mit der Welt ihn nicht tiefer geführt hat, als die Naturwissenschaft ihn führen kann, wird nie verstehen, was der Mensch mit dem Blick der Seele in jenen Naturerscheinungen findet.

Der Pessimismus ist eine Art geistiger Trunksucht; er verschmäht gesunde Nahrung, frönt dem Genuss des Haderns und Anklagens und bringt sich künstlich in einen Zustand der Niedergeschlagenheit, der ihn nach stärkeren Mitteln greifen lässt.

Der Schmetterling zählt nicht Monate, sondern Momente und hat genug Zeit.

Der Staub der toten Worte haftet an dir. Bade deine Seele in Schweigen.

Der Strom der Wahrheit fließt durch Kanäle von Irrtümern.

Der Vogel glaubt, er tut dem Fisch etwas Gutes, wenn er ihn in die Luft hebt.

Des Menschen soziale Welt gleicht einem Nebelsternsystem; sie besteht zum größten Teile aus abstrakten Begriffen, wie Gesellschaft, Staat, Nation, Handel, Politik und Krieg. Im dichten Nebel dieser Begriffe ist der Mensch verborgen und die Wahrheit verwischt.

Die Armut bringt uns in die engste Berührung mit dem Leben und der Welt; denn als Reicher leben heißt meistens durch Stellvertreter leben und infolgedessen in einer Welt von geringerer Wirklichkeit.

Die Erde bindet den Baum für seine Dienste an sich, der Himmel verlangt ihm keine Gegenleistung ab.

Die große Erde bedarf, um gastlich zu sein, der Hilfe des winzigen Grases.

Die größte Geißel dieses modernen Lebens ist es, Dingen Bedeutung beimessen zu müssen, die in Wahrheit gar keine besitzen.

Die Kinder wurden nicht dazu geboren, damit wir glücklich seien. Unsere Freude sollte darin bestehen, dass es ihnen wohl gehe auf Erden und sie ihr Leben erfüllen.

Die kleine Wahrheit hat klare Worte; die große Wahrheit hat großes Schweigen.

Die Lüge kann nie zu Wahrheit werden, dadurch, dass sie an Macht wächst.

Die Macht schilt das Stöhnen ihrer Opfer als Undank.

Die Menschen sind grausam, aber der Mensch ist gütig.

Die Menschen wachsen in Täuschungen auf, und sie müssen Täuschungen haben, um sich zu trösten.

Die Schranken und Schwierigkeiten unseres äußeren Lebens sind nur da, damit unsere Seele ihre Kraft beweisen kann.

Die Seele ist die Brücke, die zur Unsterblichkeit führt.

Die Sterne fürchten sich nicht, wie Leuchtkäfer zu erscheinen.

Die Sterne sagen:
Ich entzünde mein kleines Licht.
Ob das Dunkel schwindet, das frag mich nicht.

Die Tiefe einer Freundschaft hängt nicht von der Länge der Bekanntschaft ab.

Die Welt liebte den Menschen, als er lächelte. Sie fing an, ihn zu fürchten, als er lachte.

Dies Leben ist ein Fahrt über ein Meer, bei der wir auf demselben engen Schiffe uns begegnen. Im Tode erreichen wir das Ufer und gehen jeder in seine Welt.

Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild.

Du kannst das Beste nicht wählen. Das Beste wählt dich.

Du kannst keinen Ozean überqueren, indem du einfach nur aufs Wasser starrst.

Eher bin ich gern allein - als von schlechten Freunden umgeben.

Ein Verstand, der nur Logik ist, gleicht einem Messer, das nichts ist als Klinge. Die Hand wird blutig beim Gebrauch.

Eines Tages werden wir wissen, dass der Tod uns nie das rauben kann, was unsere Seele gewonnen hat.

Einst träumten wir, wir wären einander fremd. Wir wachen auf und erkennen, dass wir uns lieb haben.

Erst wenn die Klugheit ihre Verschlagenheit verliert, wird sie zur Weisheit.

Es sind die kleinen Dinge, die ich meinen Lieben hinterlasse, die großen Dinge sind für jedermann.

Fasst die Flügel des Vogels in Gold, und er wird sich nie wieder in die Lüfte schwingen.

Freunde sind nie heimatlos, denn einer wohnt in dem anderen Herzen.



— Rabindranath Tagore (1861 - 1941) war ein bengalischer Universalgelehrter und Anhänger der hinduistischen Reformbewegung „Brahmo Samaj“


— Tagore (bengalisch Rabīndranāth Ṭhākur) erhielt 1913 den Nobelpreis für Literatur und war damit der erste asiatische Nobelpreisträger.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Rabindranath Tagore" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Theologe") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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