Nicolas Chamfort - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Nicolas Chamfort" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Es gibt manche kleine Fehler, die uns vor wesentlich größeren Lastern bewahren.

Nicolas Chamfort (* 6. April 1741 in Clermont, Auvergne; † 13. April 1794 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Nicolas Chamfort Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Es ist sehr schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

Durch die Leidenschaften lebt der Mensch, durch die Vernunft existiert er bloß.

Ach, mein Freund, ich verlasse diese Welt, in der Herzen gebrochen oder zu Stein werden. (Abschiedsbrief; vor dem Selbstmord)

Achtet eine Frau sich mehr wegen der Vorzüge ihrer Seele und ihres Geistes als um ihrer Schönheit willen, so steht sie über ihrem Geschlecht; schätzt sie ihre Schönheit höher ein als Geist und Seele, so ist sie ihrem Geschlecht treu; schätzt sie aber ihre Abkunft und Rang höher ein als ihre Schönheit, so steht sie außer und unter ihrem Geschlecht.

Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

An zwei Dinge muss man sich gewöhnen, um das Leben erträglich zu finden: die Unbilden der Zeit und die  Ungerechtigkeiten der Menschen.

Charakterschwäche und geistige Leere, mit einem Wort alles, was uns hindert, mit uns selbst allein zu sein, bewahrt viele  Menschen vor dem Menschenhass.

Das altmodische Wort Zufriedenheit mit sich und der Welt ist, trotz allem Fortschrittsglauben, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, der Schlüssel zum Geheimnis des Glücks.

Das Elend des Menschen liegt darin, dass er in der Gesellschaft Trost suchen muss gegen die Leiden, die ihm die Natur zufügt, und in der Natur Trost gegen die Leiden der Gesellschaft. Wie viele haben weder hier noch dort eine Erleichterung ihrer Schmerzen gefunden!

Das Glück gleicht oft den reichen, verschwenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

Das Glück ist kein leichtes Ding. Nur sehr schwer finden wir es in uns und anderswo gar nicht.

Das tragische Theater hat einen großen moralischen Nachteil: Es überschätzt die Bedeutung von Leben und Tod.

Das Vergnügen kann auf der Illusion beruhen, doch das Glück beruht allein auf der Wahrheit.

Das vernünftigste und maßvollste Wort in der Streitfrage Ehe oder Zölibat lautet: So oder so, du wirst es bereuen.

Der Dummkopf beschäftigt sich mit der Vergangenheit, der Narr mit der Zukunft, der Weise aber mit der Gegenwart.

Der Ehrgeiz befällt kleine Seelen leichter als große, wie Strohhütten leichter Feuer fangen als Paläste.

Der Erfolg vieler Werke erklärt sich aus der Beziehung, die zwischen der Mittelmäßigkeit des Autors und der Mittelmäßigkeit des Publikums besteht.

Der Maler verleiht der Gestalt Seele, der Dichter dem Gefühl und dem Gedanken Gestalt.

Der mütterliche Liebe hat die Natur die Erhaltung aller Lebewesen anvertraut, und in den Freuden und selbst in den Leiden, die mit diesem köstlichen Gefühl verbunden sind, belohnt sie die Mutter.

Der Philosoph, der seine Leidenschaften abtöten möchte, gleicht dem Chemiker, der sein Feuer auslöschen will.

Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.

Der Wechsel der Mode ist eine Steuer, die der Fleiß der Armen der Eitelkeit der Reichen auferlegt.

Die Bemerkung des Aristoteles in seiner Rhetorik, dass jede Metapher sich umkehren lassen müsse, ist vorzüglich. So hat man gesagt, das Alter sei der Winter des Lebens; kehrt man die Metapher um, so ist sie ebenfalls richtig, denn man kann sagen, der Winter sei das Alter des Jahres.

Die Ehe folgt der Liebe wie Rauch der Flamme folgt.

Die Einbildungskraft, die Illusionen hervorbringt, ist wie ein Rosenstrauch, der in jeder Jahreszeit Rosen blühen lässt.

Die Fähigkeit, das Wort "Nein" auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit.

Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, die anderen weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

Die Liebe gleicht den epidemischen Krankheiten. Je mehr man sie fürchtet, desto eher wird man von ihr befallen.

Die Liebe macht mehr Vergnügen als die Ehe, Romane sind auch unterhaltender als die Geschichte.

Die Maximen bedeuten für die Lebensführung so viel wie die Meisterregeln für die Kunst.

Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist.

Die meisten Freundschaften sind bloße Beziehungen, die dank stillschweigender Übereinkunft weiterbestehen.

Die meisten Leser stecken ihre Bücher in ihre Bibliothek, die meisten Schriftsteller stecken ihre Bibliothek in ihre Bücher.

Die Natur hat Illusionen den Weisen wie den Narren mitgegeben, damit die Weisen nicht zu unglücklich würden durch  ihre Weisheit.

Die Öffentlichkeit! Wie vieler Narren bedarf es, um eine Öffentlichkeit zu ergeben?

Die Philosophie entdeckt die Tugenden, die der Moral und Politik nützen. Beredsamkeit macht sie populär, Poesie sprichwörtlich.

Die schlimmste aller Mesalliancen (= Ehe) ist die der Herzen.

Die Überzeugung ist das Gewissen des Geistes.

Ein Dummkopf, der einen lichten Moment hat, setzt in Erstaunen und Ärger wie Fiakerpferde, die in Galopp verfallen.

Ein geistreicher Mann ist verloren, wenn er nicht auch ein Mann von energischem Charakter ist. Hat man die Laterne des Diogenes, so muss man auch des Diogenes Stock haben.

Ein Verliebter ist ein Mann, der liebenswerter sein möchte, als er ist. Darum sind alle Verliebten lächerlich.

Erfolge bringen Erfolg hervor, genau wie Geld das Geld vermehrt.

Es genügt in der Liebe, durch liebenswürdige Eigenschaften, durch Reize zu gefallen. Aber in der Ehe muss man einander lieben, um glücklich zu sein, oder wenigstens zueinander passende Fehler haben.

Es gibt eine Schwermut, die gehört der Größe des Geistes zu.

Es gibt gut eingekleidete Dummheiten, wie es sehr gut angezogene Dummköpfe gibt.

Es gibt mehr Narren als Weise und im Weisen steckt mehr Narrheit als Weisheit.

Es gibt wenig Wohltäter, welche nicht wie Satan sagen: »Knie nieder und bete mich an!«

Es gibt Zeiten, wo die öffentliche Meinung die schlechteste aller Meinungen ist.

Es ist ein großes Unglück, durch unseren Charakter die Rechte zu verlieren, die uns unsere Talente über die  Gesellschaft geben.

Es ist kein Kompliment für eine ungetreue Ehefrau, wenn der Gatte glücklicher aussieht als der Liebhaber.

Es tritt der Mensch in jedes Alter als Novize ein.

Falsche Bescheidenheit ist die schicklichste aller Lügen.

Ich werde mit mir rechnen, früher rechnete ich auf mich.

In den großen Dingen zeigen sich die Menschen, wie es sich für sie schickt, in den kleinen wie sie sind.

In manchen Orten habe ich feststellen können: Die gute Gesellschaft taugt nicht viel, doch die schlechte ist ganz vorzüglich.

Jede Frau, die einen Liebhaber nimmt, denkt mehr darüber nach, wie andere Frauen diesen Mann sehen, als wie er ihr selbst erscheint.

Krieg den Palästen, Friede den Hütten.

Liebe, ein liebenswürdiger Wahnsinn - Ehrgeiz, eine ernsthafte Dummheit.

Man beherrscht die Menschen mit dem Kopf. Man kann nicht mit dem Herzen Schach spielen.



— Nicolas Chamfort (1741 - 1794) war ein französischer Schriftsteller.


— Chamfort (geboren als Sébastien-Roch Nicolas) ist am besten bekannt für seine witzigen Epigramme und Aphorismen.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Nicolas Chamfort" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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