Meister Eckhart - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Meister Eckhart" (Theologe; DE)

— Beliebtes Zitat:

Alle gleichen Dinge lieben sich untereinander. Und alle ungleichen Dinge fliehen sich und hassen sich untereinander.

Meister Eckhart (* um 1260 in Hochheim (Nessetal); † vor dem 30. April 1328 in Avignon) war ein einflussreicher thüringischer Theologe und Philosoph des Spätmittelalters.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Meister Eckhart Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Theologe).

Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut. Ließest du die Eigenliebe, so ließest du leicht die ganze Welt. (Quelle: Merksprüche und Weisungen)

Allein wenn Gott die Dinge einfach in sich hat, so hat sie die Seele doch sprachlich mit Unterscheidung: Teufel und Engel und alle Dinge.

Alles Denken geschieht unter der Kategorie der Zeit, das wahre Erkennen dagegen schaut in einem ewigen Nu.

Alles Gestürme und Unfriede stammt nur aus Eigenwillen, ob man es merke oder nicht.

Alles, was der göttlichen Natur eigen ist, das ist auch ganz dem gerechten und göttlichen Menschen eigen. Darum wirkt solch ein Mensch auch alles, was Gott wirkt: Er hat zusammen mit Gott Himmel und Erde geschaffen, er ist Zeuger des ewigen Wortes, und Gott wüsste ohne einen solchen Menschen nichts zu tun.

Alles, was man von Gott aussagen kann, das ist Gott nicht.

Alles, was vergangen ist
alles, was gegenwärtig ist
alles, was zukünftig ist,
das erschafft Gott im Innersten der Seele.

Besser im Arbeitskittel und rein sein,
Als mit dem höchsten Titel gemein sein.

Da der Mensch in diesem Leben nicht bestehen kann ohne Arbeit, diese vielmehr des Menschen Teil ist, darum so lerne der Mensch, seinen Gott zu haben mitten in den Dingen und ungehindert zu bleiben von Geschäft und Ort.

Daher soll deine Seele allen Geistes bar sein, soll geistlos dastehen. Denn liebst du Gott, wie er Gott, wie er Geist, wie er Person und wie er Bild ist, - das alles muss weg. „Wie denn aber soll ich ihn lieben?“
Du sollst ihn lieben, wie er ist ein Nicht-Gott, ein Nicht-Geist, eine Nicht-Person, ein Nicht-Bild, mehr noch: wie ein lauteres, reines, klares Eines ist, getrennt von aller Dualität. Und in diesem Einen sollen wir ewig versinken vom Etwas zum Nichts. Dazu verhelfe uns Gott.

Das Auge, mit dem ich Gott sehe, ist dasselbe, mit dem Gott mich sieht. Mein Auge und Gottes Auge sind ein und dasselbe im Sehen, ein und dasselbe im Wissen, ein und dasselbe im Lieben.

Das Beste und Herrlichste, wozu man in diesem Leben gelangen kann, ist, dass du schweigst und Gott wirken und sprechen lässt.

Das ewige Wort wird nur in der Stille laut.

Das schnellste Ross, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Nichts ist so gallebitter wie Leiden: und nichts so honigsüß wie Gelitten haben.

Dass du klagest, dass du nicht zufrieden bist, darüber beklage dich.

Dem ruhigen Geist ist alles möglich.

Denke nicht, dein Heil zu setzen auf ein Tun! Man muss es setzen auf ein Sein.

Der erkennt Gott recht, der ihn in allen Dingen gleicherweise erkennt.

Der gegenwärtige Augenblick ist das Fenster, durch das Gott in das Haus meines Lebens schaut.

Der höchste Engel und die Seele und die Mücke haben ein gleiches Bild in Gott.

Der Mensch soll sich daran gewöhnen, nicht das Seine in den Dingen zu suchen oder zu nehmen, sondern in allen Dingen Gott zu suchen und zu nehmen.

Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott; denn, wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen.

Der wahrhaft Liebende liebt Gott in allem und findet Gott in allem.

Dich kann niemand behindern als du dich selbst!

Die Buße ist schlechthin Erhebung des Gemütes über alles Endliche, ein Aufgehen in Gott.

Die Liebe beginnt da, wo das Denken aufhört. Wir brauchen aber die Liebe von Gott nicht zu erbitten, sondern wir müssen uns für sie nur bereit halten.

Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.

Die Seele soll ihren Schritt lenken in die Ewigkeit ihres eignen Wesens und andächtig betrachten, wie sie durch die Gnade Gottes eine unvergängliche Natur ist, die er berufen hat zur Gemeinschaft seiner ewigen Seligkeit.

Die Wahrheit ist so edel: möchte Gott sich vor der Wahrheit kehren, ich wollte mich an die Wahrheit halten und Gott lassen.

Drei Dinge sind es, die uns hindern, so dass wir das ewige Wort nicht hören. Das erste ist die Körperlichkeit, das zweite Vielheit, das dritte ist die Zeitlichkeit. Wäre der Mensch über diese drei Dinge hinausgeschritten, so wohnte er in der Ewigkeit und wohnte im Geiste und wohnte in der Einheit und in der Wüste, und dort würde er das ewige Wort hören. (Quelle: Predigt: Qui audit me, non confundetur)

Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen; er ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens. Dort steht er und harrt und wartet.

Ein Ave Maria, aus ganzem Herzen und gelassen gesprochen, hat mehr Kraft und Segen als tausend Psalter, äußerlich gebetet.

Eine aufrichtige und vollkommene Selbstverleugnung ist eine Tugend, die allen anderen Tugenden vorzuziehen ist. Kein Werk von Wichtigkeit kann ohne sie getan werden.

Eines mit dem Einen, Eines von dem Einen und in Einem selber das Eine ewiglich.

Es gibt keinen besseren Maßstab der Liebe als das Vertrauen.

Es gibt zweierlei Geburt der Menschen: eine in der Welt und eine aus der Welt, das heißt geistig in Gott.

Es hat keiner das Rechte gefunden, er hätte denn zuvor das Rechte verworfen.

Es ist der Menschen Gewohnheit, dass ihnen wenig schmeckt, was sie nicht mit leiblichen Sinnen begreifen können.

Es ist der Natur schlechthin unmöglich, ein Wesen zu zerbrechen, zu schädigen oder irgend anzutasten, sofern sie nicht damit auf einen höheren Wert hinaus will.

Es ist nichts so zugedeckt, es soll aufgedeckt werden.

Es weiß immer ein Esel einen anderen zu schätzen.

Etliche Leute wollen Gott mit den Augen ansehen, wie sie ein Rind ansehen, und wollen Gott ebenso minnen, wie sie ein Rind minnen.

Gäbe es kein Neues, so würde kein Altes.

Gehe ganz aus dir hinaus aus Liebe zu Gott, und Gott wird ganz aus sich hinausgehen aus Liebe zu dir. Was dann bleibt, ist die schlichte Einheit.

Gott hat auf Erden so viel Raum, als der Mensch ihm macht.

Gott hat die Seele auf Freiheit und Eigenständigkeit ausgerichtet, so, dass er ihr über ihren freien Willen hinaus nichts aufzwingen will ; auch will er von ihr nichts fordern, was sie nicht will.

Gott ist allezeit bereit –
aber wir sind sehr unbereit.
Gott ist uns nahe,
aber wir sind ihm ferne.
Gott ist drinnen,
wir sind draußen.
Gott ist in uns heimisch,
wir sind Fremde.

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe wohnt, der wohnt in Gott und Gott in ihm.

Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist.

Gott ist immer in uns, nur wir sind so selten zu Hause.

Gott ist mir näher, als ich mir selber bin. Mein Dasein hängt daran, dass Gott mir nahe und gegenwärtig ist.

Gott ist, was er ist, und was er ist, das ist mein, und was mein ist, das liebe ich, und was ich liebe, das liebt mich und zieht mich in sich hinein, und was mich in sich gezogen hat, das bin ich mehr als ich ich selber bin.

Gott und ich, wir sind eins. Durch das Erkennen nehme ich Gott in mich hinein, durch die Liebe hingegen, gehe ich in Gott ein.

Gott vergibt lieber Großes als Kleines.

Halte dich abgeschieden von allen Menschen, bleibe ungetrübt von allen aufgenommenen Eindrücken, mache dich frei von allem, was deinem Wesen eine fremde Zutat geben könnte, und richte dein Gemüt allzeit auf ein heilsames Schauen: bei welchem du Gott in deinem Herzen trägst, als den Gegenstand, von dem deine Augen nimmer wanken.

Hast du dich selber auf die rechte Art lieb, so hast du alle Menschen lieb, wie dich selbst.

Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst, so hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen.

Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte, ich wollte ihn nimmer für Gott halten.

Ich soll meinen Freund lieben um seiner Güte und um seiner eigenen Tugend willen und um alles dessen, was er in sich hat.



— Meister Eckhart (1260 - 1328; auch Eckhart von Hochheim) war ein spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Meister Eckhart" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Theologe") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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