Marie von Ebner-Eschenbach - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Marie von Ebner-Eschenbach" (Schriftsteller; AT)

— Beliebtes Zitat:

Alle anderen Enttäuschungen sind gering im Vergleich zu denen, die wir an uns selber erleben.

Marie von Ebner-Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren; † 12. März 1916 in Wien) war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Marie von Ebner-Eschenbach Zitate (Land: AT / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Der Dirne Neugier leistet Magddienste der Dirne Geschwätzigkeit.

Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres eigenen Geistes.

Geduld mit der Streitsucht der Einfältigen! Es ist nicht leicht zu begreifen, dass man nicht begreift.

In der Jugend meinen wir, das Geringste, das die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.

Langeweile ist eine Halbschwester der Verzweiflung.

Was du wirklich besitzt, das wurde dir geschenkt.

Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen.

Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.

Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein Verbrechen.

Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.

Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.

Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.

So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schwache Nerven.

Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.

Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Ihr jubelt über die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer Tyrannei?

Nur die allergescheitesten Leute benützen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst.

Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.

Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.

An Rheumatismen und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.

Es gibt keine schüchternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch schüchterne Meister.

Die eingebildeten Übel sind die unheilbarsten.

Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.

Der Engherzige sagt "Man kann nicht allen helfen", und hilft keinem.

Die Summe unserer Erkenntnis besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.

Das Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.

Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.

Eine stolz ertragene Niederlage ist auch ein Sieg.

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer und Kraft.

Nicht jene, die streiten sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen. (Thema Konflikt)

Über das Kommen mancher Leute tröstet uns nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen. (Thema Abschied)

„Und ich habe mich so gefreut!“ sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?

Andere neidlos Erfolge erringen sehen, nach denen man selbst strebt, ist Größe.

Das Alter verklärt oder versteinert.

Das Motiv einer guten Handlung ist manchmal nichts anderes als zur rechten Zeit eingetretene Reue.

Das Tüttelchen Wahrheit, das in mancher Lüge enthalten ist, das macht sie furchtbar.

Das Vernünftige ist durchaus nicht immer das Gute, das Vernünftigste jedoch muss auch das Beste sein.

Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes.

Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten.

Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seinen Fehler zu verfallen.

Der Witz ist ein brillanter Emporkömmling von zweifelhafter Abstammung.

Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.

Die großen Augenblicke sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten.

Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.

Die kleinsten Sünder tun die größte Buße.

Die Laster sind untereinander näher verwandt als die Tugenden.

Die Liebe überwindet den Tod, aber es kommt vor, dass eine kleine üble Gewohnheit die Liebe überwindet.

Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.

Die öffentliche Meinung ist die Dirne unter den Meinungen.

Die Skizze sagt uns oft mehr als das ausgeführte Kunstwerk, weil sie uns zum Mitarbeiter macht.

Du kannst so rasch sinken, dass du zu fliegen meinst.

Ehen werden im Himmel geschlossen, aber dass sie gut geraten, darauf wird dort nicht gesehen.

Ein Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette.

Ein guter Witz muss den Schein des Unabsichtlichen haben. Er gibt sich nicht dafür, aber siehe da, der Scharfsinn des Hörers entdeckt ihn, entdeckt den geistreichen Gedanken in der Maske eines schlichten Wortes. Ein guter Witz reist inkognito.

Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.

Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei, als tausend Feinde zu unserem Unglück.



— Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830 - 1916) war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin.


— Berühmt für ihre hervorragenden psychologischen Erzählungen und ihre gilt Ebner-Eschenbach (geboren als Marie Dubský von Třebomyslice) als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Marie von Ebner-Eschenbach" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.