Ludwig Feuerbach - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Ludwig Feuerbach" (Philosoph; DE)

— Beliebtes Zitat:

Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit.

Ludwig Feuerbach (* 28. Juli 1804 in Landshut; † 13. September 1872 in Rechenberg bei Nürnberg) war ein deutscher Philosoph und Anthropologe.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Ludwig Feuerbach Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Philosoph).

Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden.

Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig.

Aber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […];
denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit.

Berge versetzt der Glaube. Jawohl! Die schweren Probleme löset der Glaube nicht auf, sondern verschiebt sie nur.

Das Blatt, auf dem die Raupe lebt, ist für sie eine Welt, ein unendlicher Raum. (Aus: Das Wesen des Christentums)

Das Böse ist durch das Gute verursacht. Weil das Gute unterscheidet, ist es Quell und Ursprung von Streit.

Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot, zu denken.

Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden.

Auch der beste Wein verliert für uns allen Reiz, wenn wir ihn wie Wasser hinunterschütten.

Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.

Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch ist die Mitte der Religion, der Mensch ist das Ende der Religion.

Der Mensch ist, was er ißt.

Der Sündenfall
Weißt du den Grund, warum in den Apfel gebissen hat Adam?
Um der Theologie einen Gefallen zu tun.

Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer erst am spätesten kommt.

Die Intoleranz ist die leibliche Tochter des Teufels, die Lehre des bösen Prinzips, die Lehre der Lüge.

Die Vorstellung, daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist von allem Aberglauben der größte.

Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch.

Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

Fragen und Antworten sind die ersten Denkakte.

Nur wer keine irdischen Eltern hat, braucht himmlische Eltern.

Sonst war die Religion, ich geste's, die Stütze des Staates,
aber jetzt ist der Staat Stütze der Religion.

Vier Hände vermögen mehr als zwei; aber auch vier Augen sehen mehr als zwei.

Wo kein Du, ist kein Ich.

Wo keine Liebe, ist auch keine Wahrheit. Nur der ist etwas, der etwas liebt. Nichts sein und nichts lieben ist identisch.

Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen. (Aus: Die Naturwissenschaft und die Revolution)

Zu einem vollkommenen Menschen gehört die Kraft des Denkens, die Kraft des Willens, die Kraft des Herzens.

Alles überwindet der Mensch; aber nur, wenn die Überwindung für ihn eine Notwendigkeit ist - alles vermag er, wenn er muss.

Bekannte kommen und vergehen, Freunde nicht.

Bücher sind Brillen, durch die die Welt betrachtet wird.

Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen.

Der Mensch verlegt sein Wesen zuerst außer sich, ehe er es in sich findet.

Die Empfindung von dem Unglück des Schlechten ist Empfindung von dem Glück des Guten: der Mangel eines Gutes bringt oft dieselbe Wirkung hervor als der Besitz desselben.

Die Form der Wissenschaft ist ewig die Notwendigkeit. Die Notwendigkeit negieren, heißt den Standpunkt der Erkenntnis und Wissenschaft negieren.

Die höchste, die gottähnlichste Macht auf Erden ist die Macht der Wissenschaft.

Die Philosophie ist die Erkenntnis dessen, was ist. Die Dinge und Wesen so zu denken, so zu erkennen, wie sie sind – dies ist das höchste Gesetz, die höchste Aufgabe der Philosophie.

Die Regierung nimmt dem Bürger seine Waffen, dem Schriftsteller seine spitzige Feder, dem Drucker seinen Pressbengel, und doch lässt sie dem Geologen seinen Hammer, dem Anatomen sein Secirmesser, dem Chemiker sein Scheidewasser? Ist das nicht ein ungeheuerer Widerspruch?

Die Schmerzen, die wir dem Freund offenbart haben sind schon halb geheilt.

Die Theologie ist Anthropologie, d.h. in dem Gegenstande der Religion, den wir griechisch Theos, deutsch Gott nennen, spricht sich nicht anders aus als das Wesen des Menschen.

Gott ist der Spiegel des Menschen.

Je mehr du von deinem Selbst aufgibst, desto größer und wahrer ist deine Liebe.

Nur der ist etwas, der etwas liebt.

So lange der Mensch nicht im Höchsten frei, bei sich, selbständig ist, so lange kann er auch in Kunst und Wissenschaft nicht das Höchste erreichen.

Was dem Verstande endlich, ist nichtig dem Herzen.

Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht.

Was wäre der Mensch ohne Empfindung? Sie ist die musikalische Macht im Menschen.

Wenn ich so recht niedergeschlagen, rat- und hilflos bin so lege ich mich ruhig zu Bette, schließe die Augen, entferne alles und träume in selige Ruhe hinein.

Wie die Kraft, so ist das Ideal.

Bücher, die wir zu unseren Freunden machen, werden uns nie zum Ekel. Sie nützen sich durch den Gebrauch nicht ab.

Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit.

Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter.

Je glücklicher wir einen anderen machen, umso glücklicher werden wir selbst.

Liebe, aber wahrhaftig! Und es fallen dir alle anderen Tugenden von selbst zu.

Macht euch vertraut mit Natur, erkennt sie als eure Mutter; ruhig sinket ihr dann in die Erde hinab.

Nur für die Erbärmlichen ist die Welt erbärmlich, nur für die Leeren leer.

So viele Menschen sind, so viele Kräfte, so viele Eigenschaften hat die Menschheit.

Bewusstsein ist Selbstbestätigung, Selbstbejahung, Selbstliebe, Freude an der eignen Vollkommenheit. Bewusstsein ist das charakterische Kennzeichen eines vollkommenen Wesens.

Die Liebe des Sohnes zur Mutter ist die erste Liebe des männlichen Wesens zum weiblichen.

Die Mutterliebe des Sohnes ist die erste Sehnsucht, die erste Demut des Mannes vor dem Weibe.

Es geht den Büchern wie den Jungfrauen. Gerade die besten bleiben oft am längsten sitzen.

Es geht den Büchern wie den Jungfrauen. Gerade die besten, die würdigsten bleiben oft am längsten sitzen. Aber endlich kommt doch einer, der sie erkennt und aus dem Dunkel der Verborgenheit an das Licht eines schönen Wirkungskreises hervorzieht.



— Ludwig Andreas Feuerbach (1804 - 1872) war ein deutscher Philosoph und Anthropologe.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Ludwig Feuerbach" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.