Jules Renard - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Jules Renard" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

Jules Renard (* 22. Februar 1864 in Châlons-du-Maine; † 22. Mai 1910 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Jules Renard Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Ein Pedant ist ein Mensch, der geistig schlecht verdaut.

Suche das Lächerliche in allem und du wirst es finden.

„Verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen.“ - „Auch gut, dann tun wir eben weiterhin nichts.“

Antwort auf eine schwere Beleidigung: Ach! Das sagen Sie doch nur, um mich zu decken.

Auch ich lege Geld auf die Seite, aber auf die falsche.

Auf einem feindseligen Hintergrund nehmen alle Einzelheiten klare Formen an.

Bescheidenheit ist immer falsche Bescheidenheit.

Da gibt es den Ängstlichen, der unter sein Bett schaut, und den Ängstlichen, der sich nicht einmal traut, unter sein Bett zu schauen.

Das Altern fängt in dem Moment an, wo wir sagen: „Noch nie habe ich mich so jung gefühlt.“

Das Gelehrte verallgemeinert, der Künstler unterscheidet.

Das Glück ist auch aus Opfern gemacht. Wann werden Sie sich opfern?

Das Leben ist kurz, aber die Langeweile verlängert es.

Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden.

Das Wilde ist so in Mode, dass es schon wieder fade wirkt.

Der Vogel im Käfig weiß nicht, dass er nicht fliegen kann.

Der Vogel, der einen Ballon sieht, sagt sich womöglich: Ich möchte fliegen können wie er, ohne Flügel. Und das ist dann Fortschritt.

Der wahre Himmel ist der, den ihr auf dem Grund des Wassers entdeckt.

Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist.

Der wirklich freie Mensch ist der, der eine Einladung zum Essen ausschlagen kann, ohne dafür einen Vorwand angeben zu müssen.

Die Abscheu vor dem Bürger ist bürgerlich.

Die Angst vor der Langeweile ist die einzige Entschuldigung für die Arbeit.

Die Arbeit gleicht manchmal dem Angeln in Gewässern, in denen noch nie Fische gewesen sind.

Die Bürger - das sind die anderen.

Die Heimat, das bedeutet: von Zeit zu Zeit eine Minute Rührung, aber doch nicht dauernd. (Quelle: Ideen, in Tinte getaucht)

Die Leute sind wirklich erstaunlich: Sie erwarten einfach, dass man sich für sie interessiert.

Die Priester verkaufen das Fell des großen Bären, ehe sie den Himmel besitzen.

Die Relation von Genie und Talent ist dieselbe wie die des Instinktes zum Folgern.

Die Stunden voller Abscheu, in denen man nichts mehr mit sich zu tun haben möchte. (Quelle: Ideen, in Tinte getaucht)

Die Welt wäre glücklich, stände sie auf dem Kopf.

Du sagst, du seist nicht reif genug. Ja, willst du denn warten, bis du verfaulst?

Ein Buch missfällt uns überall da, wo es uns gleicht.

Ein Bußgeld für jeden, der sich Gedanken über das Leben macht. Lasst doch das Leben endlich in Ruhe!

Ein schlechter Stil ist ein unvollkommener Gedanke.

Ein Volk sollte den Krieg fürchten wie der einzelne den Tod.

Eine schöne Tat eines anderen, und schon erscheint uns unser Leben fade.

Eine Zeitung ist nicht sehr viel literarischer als ein Stammtisch.

Es bekommt der Wahrheit gut, wenn man einige Jahre verbracht hat, ohne sie zu finden.

Es fällt mir viel schwerer, meine Launen in den Griff zu bekommen als meine Konten.

Es fällt schwer, gut zu sei, wenn man scharfsinnig ist.

Es fällt viel schwerer, eine Woche lang ein guter Mensch zu sein als eine Viertelstunde lang ein Held.

Es geht nicht darum, der Erste zu sein, sondern der Einzige seiner Art.

Es genügt nicht, selbst glücklich zu sein, die anderen müssen dazu noch unglücklich sein.

Es gibt Augenblicke, in denen gelingt uns alles.
Kein Grund zu erschrecken: Das geht vorüber.

Es gibt kein Paradies, doch sollten wie uns bemühen zu verdienen, dass es eines geben könnte.

Es gibt keine Synonyme. Es gibt nur treffende Worte, und der gute Schriftsteller kennt sie.

Es gibt Leute, die ziehen gerne zurück, was sie gesagt haben, so wie man ein Schwert aus dem Bauch seines Gegners zieht.

Es ist nicht nötig, einer Frau zu sagen, sie sei schön. Sagen Sie ihr, dass es auf der ganzen Welt keine andere Frau gibt die ihr gleicht, und sofort werden sich für Sie alle Türen öffnen.

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

Fühlen Sie sich hier wie zu Hause, doch vergessen Sie nicht, hier bin ich zu Hause.

Gerade die sogenannten "schönen" Schilderungen haben in mir den Sinn für Beschreibungen in nur drei Worten geweckt.

Gerüchte soll man ernst nehmen, wenn sie dementiert werden.

Glück besteht darin, glücklich zu sein, und nicht etwa darin, den anderen glauben zu lassen, dass man es ist.

Horizont. Was für ein Horizont? Etwas mehr, etwas weniger, Sie können ihn ja doch nie mitnehmen!

Hunderttausend Seelen – wie viele Menschen mögen das sein?

Ich bin lieber unhöflich als banal.

Ich bin nicht einmal dann ehrlich, wenn ich sage, dass ich nicht ehrlich bin.

Ich möchte gern zu jenen großen Männern gehören, die wenig zu sagen hatten und das auch in wenigen Worten gesagt haben.

Ich pfeife auf die Intelligenz: Ich wäre durchaus zufrieden, wenn ich viel Instinkt hätte.

Ich sitze an meinem Schreibtisch wie der Esel in einer Box. Ich lese und bin faul. Mein Geist isst und käut wieder.



— Jules Renard (1864 - 1910) war ein französischer Schriftsteller.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Jules Renard" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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