Joseph Joubert - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Joseph Joubert" (Schriftsteller; FR)

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Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.

Joseph Joubert (* 7. Mai 1754 in Montignac, Périgord; † 4. Mai 1824 in Paris) war ein französischer Essayist und Moralist.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Joseph Joubert Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Man glaubte früher, daß die Gerechtigkeit nicht aus dem Gesetz kommen sollte, sondern das Gesetz aus der Gerechtigkeit.

Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren.

Man soll der Opposition stets einen Knochen zum Nagen lassen.

Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.

Durch Nachdenken wird man meist unglücklich.

Was beim Licht der Lampe wahr ist, ist noch nicht beim Licht der Sonne wahr.

Ziel eines Konfliktes oder einer Auseinandersetzung soll nicht der Sieg, sondern der Fortschritt sein.

Alle Eroberer sind einander irgendwo ähnlich in ihren Plänen, in ihrem Geist und Charakter.

Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.

Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen.

Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen.

Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung.

Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug.

Nachsicht möge nicht zu laut sprechen, aus Furcht, die Gerechtigkeit aufzuwecken.

Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.

Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

Abwesenheit muss man durch Erinnerung ergänzen.

Adel ist eine Würde, die auf der Vermutung beruht, dass wir edel handeln, weil es unsere Vorfahren taten.

Alle Formen des Stils sind gut, wenn man sie nur geschmackvoll anwendet. Es gibt eine Menge Ausdrücke, die Fehler bei dem einen, Schönheiten bei dem anderen sind.

Aller Luxus verdirbt entweder die Sitten oder den Geschmack.

Alles altert, selbst die Achtung, wenn man sich nicht in Acht nimmt.

Alter liebt das Wenig, Jugend das Zuviel.

Am leichtesten erträgt man noch die Gewalt, die man eines Tages selbst auszuüben hofft.

Anmut ahmt die Schamhaftigkeit nach wie Höflichkeit die Güte.

Anmut ist das natürliche Gewand der Schönheit, Kraft ohne Anmut ist wie ein wunder Körper.

Begeisterung ist immer ruhig, immer langsam und bleibt innig. Der plötzliche Ausbruch ist nicht Begeisterung und auch nicht aus ihr hervorgegangen, er kommt aus einem heftigen Zustand. Man soll auch die Begeisterung nicht mit dem Schwung verwechseln, der aufregt, während jene bewegt.

Bei dem einen entsteht der Stil aus den Gedanken, bei dem anderen entstehen Gedanken aus dem Stil.

Beschäftigung mit anderen erheitert; Beschäftigung mit sich selbst verstimmt. Daher die Schwermut verschlossener Menschen.

Bist du arm, so zeichne dich durch Tugenden aus, bist du reich, so tu es durch Wohltaten.

Das Alter raubt dem geistreichen Menschen nur die für die Weisheit zwecklosen Eigenschaften.

Das Ende eines Werkes soll immer an den Anfang erinnern.

Das Erstaunliche macht uns einmal staunen, aber das Bewunderungswürdige wird immer mehr bewundert.

Das Gedächtnis ist der Spiegel, in dem wir die Abwesenden erblicken.

Das Geistreiche ist der Wahrheit sehr nahe.

Das Mahl am Abend ist die Freude des Tages.

Das poetische Talent entsteht in lebhaften Seelen aus der Unfähigkeit, etwas verstandesmäßig zu bewältigen.

Das reife Alter ist aller Freuden des blühenden Jugendalters fähig und das hohe Alter aller Freuden der Kindheit.

Das Übel ist der Dünger des Guten.

Das Volk ist der Tugend fähig, aber nicht der Weisheit.

Das Weltall gehorcht Gott, so wie der Leib der Seele gehorcht, die ihn erfüllt.

Das Wort ist nichts als der verkörperte Gedanke.

Den Völkern schmeicheln bei politischen Stürmen, heißt den Wogen sagen, dass sie das Schiff lenken sollen.

Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.

Der eine spricht gern über das, was er weiß, der andere lieber über das, was er denkt.

Der Geist ist die Atmosphäre der Seele.

Der Geist ist ein Feuer, dessen Flamme der Gedanke ist.

Der Himmel beschert selten denselben Menschen die Gabe gut zu denken, gut zu reden und in allen Dingen gut zu handeln.

Der Himmel ist für die, welche an ihn denken.

Der Himmel straft oft die Fehler ehrenwerter Männer in ihrem Andenken, das er der Verleumdung preisgibt.

Der Mensch liebt es, von der Stelle zu rücken, was beweglich ist.

Der Raum ist dem Ort, was die Ewigkeit der Zeit ist

Der Ruf der Bücher hängt vom Geschmack des Zeitalters ab. Selbst das Alte ist dem Wechsel der Moden unterworfen.

Der wahre Charakter des Briefstils ist Heiterkeit und Urbanität.

Der wahre Spießbürger ist ein friedlicher und träger Besitzer dessen, was er hat. Er ist immer mit sich und leicht mit Andern zufrieden.

Die Bequemlichkeit hat Religion, Moral und Höflichkeit zerstört.

Die Bibel ist für die Religion, was die Ilias für die Poesie ist.

Die das Laster liebenswürdig machen, schätze ich doch höher als die, welche die Tugend erniedrigen.

Die echten Witze überraschen den Sprecher wie den Hörer. Sie entstehen gleichsam wider Willen.

Die Freundschaft ist eine Pflanze, welche der Trockenheit widerstehen muss.



— Joseph Joubert (1754 - 1824) zählt zu den französischen Moralisten und Essayisten.


— Viele berühmte französische Autoren waren Moralisten und sie sind vielleicht die größte zusammenhängende Gruppe von Schriftstellern von Aphorismen in der westlichen literarischen Tradition. In den Pariser Salons fanden der Witz und die Ironie der Moralisten großen Anklang. Sie beeinflussten spätere Autoren wie u.a. Voltaire, Georg Christoph Lichtenberg, Johann Wolfgang von Goethe, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche oder Oscar Wilde.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Joseph Joubert" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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