José Ortega y Gasset - Zitate

— Gute Zitate (52), Aphorismen und Sprüche von "José Ortega y Gasset" (Philosoph; ES)

— Beliebtes Zitat:

Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist die Höhe der Mittelmäßigkeit.

José Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; † 18. Oktober 1955 ebenda) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten José Ortega y Gasset Zitate (Land: ES / Berufsgruppe: Philosoph).

Was ist Gewalt anderes als Vernunft, die verzweifelt.

Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.

Der Zyniker, dieser Schmarotzer der Zivilisation, lebt davon, sie zu verneinen, weil er überzeugt ist, daß sie ihn nicht im Stich lassen wird.

Die meisten Menschen richten ihr Leben so ein,
dass sie von Vorspeisen und Beilagen leben.
Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.

Warum kann man nicht gleichzeitig zwei Menschen lieben um wenigstens mit einem davon glücklich zu sein.

Ob wir erreichen, was wir uns vornehmen, hängt vom Glücke ab, aber das Wollen ist einzig Sache unseres Herzens.

Das allgemeine Stimmrecht gab der Masse nicht das Recht zu entscheiden, sondern die Entscheidung der einen oder anderen Elite gutzuheißen.

Amerika hat noch nicht gelitten. Man täuscht sich, wenn man ihm schon die hohe Fähigkeit des Herrschens zubilligen möchte. Quelle: Der Aufstand der Massen.

Definieren heißt ausschließen und negieren.

Der echte Revolutionär rebelliert nicht gegen Missbräuche, sondern gegen Bräuche.

Der Künstler verschließt die Augen vor der äußeren Welt und wendet den Blick auf die subjektiven Landschaften seiner Seele. Quelle: Die Vertreibung des Menschen aus der Kunst.

Der Mensch ist das Wesen, das dazu verurteilt ist, Notwendigkeit in Freiheit umzusetzen.

Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause; aber er hat keine Ahnung von dem Rest.

Die echte Fülle des Lebens besteht nicht in der Zufriedenheit, der Wohlgelungenheit, der Ankunft. Cervantes wusste, dass „der Weg immer besser ist als die Herberge.“

Die Frau ist kein Raubtier. Sie ist die Beute, die dem Raubtier auflauert.

Die Freiheit ist nich in die Welt gekommen, um dem gesunden Menschenverstand den Garaus zu machen.

Die Gesellschaft ist immer eine dynamische Einheit zweier Faktoren - der Eliten und der Massen.

Die Klugheit des Fuchses besteht zu fünfzig Prozent in der Dummheit der Hühner.

Die meisten Menschen haben keine Meinung; sie muss von außen in sie hineingepreßt werden wie das Schmieröl in die Maschine.

Die Menschheit muss periodisch den Baum der Kunst schütteln, damit die verfaulten Früchte abfallen. Zum Besten der Kunst selbst ist Strenge gefordert.

Die Moral des modernen Zeitalters hat eine windige Sentimentalität gezüchtet, die als der Übel größtes den Tod hinstellt. Warum das, wenn das Leben so schlecht ist?

Die Vergangenheit ist das einzige Arsenal, wo wir das Rüstzeug finden, unsere Zukunft zu gestalten. Wir erinnern uns nicht ohne Grund.

Die Vergangenheit kann uns nicht sagen, was wir tun, wohl aber, was wir lassen müssen.

Die Wissenschaft braucht Zusammenarbeit, in der sich das Wissen des einen durch die Entdeckungen des anderen bereichert.

Don Juan ist nicht der Mann, der die Frauen liebt, sondern der Mann, den die Frauen lieben.

Erkennen heißt nicht, sich mit den Dingen zufriedengeben, so wie sie uns entgegentreten, sondern heißt, hinter ihnen nach ihrem Sein suchen.

Es gibt heute eine große Sache, die im Sterben liegt, das ist die Wahrheit.

Jetzt ist es der Mensch, der scheitert, weil er mit dem Fortschritt seiner eigenen Zivilisation nicht Schritt halten kann.

Leben heißt, es mit etwas zu tun zu haben - mit der Welt und mit sich selbst.

Schweigen heißt: nicht sagen, was man sagen kann. Und nur das ist die fruchtbare Stille.

Überraschung, Verwunderung sind der Anfang des Begreifens. Sie sind der geeignetste Sport und Luxus des geistigen Menschen.

Alter ist immer noch das einzige Mittel, das man entdeckt hat, um lange leben zu können.

Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, die rings von Wirklichkeit umbrandet ist.

Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.

Historisches Wissen ist eine Technik ersten Ranges zur Erhaltung und Fortsetzung einer gereiften Zivilisation.

Keinen Augenblick ist es unserer Entschlusskraft gegönnt zu ruhen Selbst wenn wir verzweifelt geschehen lassen, was geschieht, haben wir beschlossen, nicht zu beschließen.

Leben ist nichts anderes als der Umgang mit der Welt.

Nach meiner Meinung ist die die wahre Mission der Frau auf Erden: anspruchsvoll sein, immer anspruchsvoller werden in Bezug auf die Vervollkommnung des Mannes.

Technik ist die Anstrengung, Anstrengung zu sparen

Über eine Sache nachzudenken, ist das geringste, was wir mit ihr tun können.

Nichts an der gegenwärtigen Situation ist so neu und unvergleichbar mit irgendeinem Geschehen der Vergangenheit wie die Herrschaft, welche die geistige Plebs heute im öffentlichen Leben ausübt.

Wir leben unter der brutalen Herrschaft der Massen.

Der Verstand ist das nächstliegende Werkzeug, mit dem der Mensch rechnen kann.

Bei einem großen Teil derjenigen afrikanischen Völker der Gegenwart, die sich einer Bantusprache bedienen, wird der Sachverhalt "Verbrechen" mit einem Wort ausgedrückt, das so viel bedeutet wie "Dinge, die dem Stamme verhasst sind", will sagen, der öffentlichen Meinung zuwiderlaufen.

Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist es jedoch, dass die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen.

Der Liberalismus ist weit eher eine tiefeingewurzelte Vorstellung vom Leben als eine Frage der Politik. Er ist der Glaube, dass jedes menschliche Wesen frei sein muss, um sein individuelles, unübertragbares Schicksal zu erfüllen.

Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur macht, um das Individuum aus sich heraus zu dem anderen hinzuführen. Im Wunsch suche ich den Gegenstand zu mir zu ziehen, in der Liebe werde ich zu ihm hingezogen.

Es ist nötig, dass alle Rettungsringe um den Menschen her versagen, dass er nichts findet, woran er sich klammern kann. Dann werden seine Arme sich wieder rettend regen.

Liebe ist etwas Ernsteres und Bedeutungsvolleres als das Entzücken über die Linien eines Gesichtes und die Farbe einer Wange. Sie ist die Entscheidung für eine gewisse Ausprägung des Menschlichen, die sich symbolisch in den Einzelheiten des Gesichtes, der Stimme, der Gebärde ankündigt.

Nicht was wir gestern waren, sondern was wir morgen zusammen sein werden, vereinigt uns zum Staat.

Revolution ist nicht Barrikade; Revolution ist ein Geisteszustand.



— José Ortega y Gasset (1883 - 1955) war ein spanischer Philosoph und Essayist.


— Die Arbeiten von José Ortega entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, während Spanien zwischen Monarchie, Republik und Diktatur oszillierte.

Es wurden 52 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "José Ortega y Gasset" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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