Johann Nepomuk Nestroy - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Johann Nepomuk Nestroy" (Schauspieler; AT)

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Wenn der Zufall zwei Wölfe zusammenführt, fühlt gewiss keiner die geringste Beklemmung über das, dass der andere ein Wolf ist; aber zwei Menschen können sich nie im Walde begegnen, ohne dass nicht jeder denkt, der Kerl könnt’ ein Räuber sein. (Quelle: Nestroy für Minuten)

Johann Nestroy (* 7. Dezember 1801 in Wien; † 25. Mai 1862 in Graz) war ein österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger (Bass).

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Johann Nepomuk Nestroy Zitate (Land: AT / Berufsgruppe: Schauspieler).

Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Misstrauen immer ein Unglück.

Überhaupt hat der Fortschritt an sich, daß er viel größer ausschaut, als er wirklich ist

Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.

Gerichte können kein Gerücht zum Schweigen bringen.

In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, daß es stillsitzt und den Mund hält.

Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten aber keine freien Völker regieren können.

Das Glück ist eine leichtfertige Person, die sich stark schminkt und von ferne schön ist.

An Scheidungsgründen fehlt es nie, wenn nur der Wille da ist.

Aus Mangel an Antwort stirbt unsere Unterhaltung eines natürlichen Todes.

Das ist eine grassierende Krankheit bei den Männern, dass so viele nicht so sind, wie sie sein sollen.

Das Schicksal nimmt manchmal, um uns nicht zu erschrecken, die Miene des Zufalls an.

Das Vorurteil ist eine Mauer, von der sich noch alle Köpfe, die gegen sie angerannt sind, mit blutige Kopfe zurückgezogen haben.

Der Vernünftige sieht im Fortjagen nur eine Einladung, zu einer günstigeren Zeit wiederzukommen.

Die Erde ist ein himmlischer Planet, auf dem die Unglücklichen ein höllisches Leben haben.

Die Nächstenliebe fängt bei sich selbst an.

Die Phönizier haben das Geld erfunden – aber warum so wenig?

Dieser Mensch hat einen unausstehlichen Scharfsinn! Das sollte streng verboten sein, es ist ein Eingriff in das geistige Eigentum, wenn einen jemand so durchschaut.

Ehen werden im Himmel geschlossen, darum erfordert dieser Stand auch meistens überirdische Geduld.

Es gibt eine Sprache, die nicht spricht und doch alles sagt!

Geschwindigkeit ist keine Hexerei!
(Quelle: Nagerl und Handschuh oder Die Schicksale der Familie Maxenpfutsch, 1. Akt, 13. Scene (Kappenstiefel); 1832)

Groß ist des Vorurteils bindende Kraft.

Guter Mond, du goldne Zwiebel,
Ach, ich seh dich äußerst gern,
Doch auch du bist gar nicht übel,
Hochgeehrter Abendstern.

(Quelle: Tannhäuserparodie)

Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab' mich noch selten getäuscht.

Ich habe alle meine Spiegel abgeschafft, weil sie die Frechheit haben, mein Gesicht, das doch einzig in seiner Art ist, zu verdoppeln.

Ich habe nur einen Grundsatz, und das ist der, gar keinen Grundsatz zu haben.

Ich hör schon das Gras wachsen, in welches ich beißen werd.

Ich rechne nie! Auf die Art kann das Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.

Ich sehe schon wieder einige, die nicht da sind.

Jede versteckte Protektion setzt in den Augen der Welt ein strafbares Interesse voraus.

Jetzt geh, Narr, und komm gescheit zurück.

Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glücklich eingebracht, so wird der Acker vom Schicksal neu umgepflügt.

Privatgelehrte, das sind diese rätselhaften Wissenschaftswesen, von denen man nicht weiß,
kriegen's deswegen keine Anstellungen, weil sie zu wenig oder weil sie zu viel wissen.

Wahrheit ist das Erhabenste – drum kann man's nicht jedem auf die Nase binden.

Warum soll die Gegenwart dem ihre Blicke schenken, der immer mit der Zukunft kokettiert.

Was die Leute denken werden? Gewiß nicht viel, schon deswegen, weil die denkenden Leute die wenigsten sind.

Was ist ein Mann? Ein Hosenträger!

Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äußersten Vorgebirge der Möglichkeit ins Meer der Unmöglichkeit hinein erstrecken?

Wenn alle Stricke reißen – häng ich mich auf.

Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht.

Wenn's drauf ankommt, eine Geliebte zu betrügen, da ist der Dümmste ein Philosoph.

Wer bewundern will, findet immer was zu bewundern, denn die Bewunderung ist eine Art Aberglauben, die Wunder erwartet.

Wer zählt die Grabinschriften meiner Hoffnungen?

Die schönen Tage sind das Privileg der Reichen aber die schönen Nächte sind das Monopol der Glücklichen.

Die Welt ist eine kindische Dame, die selbst für ihre lächerlichen Vorurteile eine Art Verehrung fordert.

Es kommt viel weniger darauf an, was man leistet, als vielmehr darauf, wo man es leistet.

Freiheit existiert nur im Singular. In der Mehrzahl handelt es sich lediglich um Spielräume.

Glück und Verstand gehen selten Hand in Hand.

Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind.

Ja, lang leben will halt alles aber alt werden will kein Mensch.

Je dümmer der Mensch, desto mehr Wohlgefallen hat er an sich selbst

Jugend ist die Zeit des Lebensgenusses, die Triumphe des Mannesalters und der Reichtum vorgerückter Jahre bieten keinen Ersatz für eine in genussloser Anstrengung vergeudete Jugend.

Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.

Über die Armut braucht man sich nicht zu schämen, es gibt mehr Leute, die sich über ihren Reichtum schämen sollten.

Über ein altes Weib geht nichts als ein alter Mann, der ein altes Weib ist.

Die Mehrzahl der Menschen ist so: Macht man ihnen bescheiden Platz, so werden sie unverschämt. Versetzt man ihnen aber Ellbogenstöße und tritt ihnen auf die Füße, so ziehen sie den Hut.

Er ist Misanthrop geworden, um doch etwas zu sein.

Sitzenlassen ist immer billiger als heiraten.

Du hättest recht, wenn die Dummheit eine Geistesschwäche wäre. Leider ist sie aber eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

Es gibt gar nichts Ausgezeichneteres für ein Weib, als wenn sie im Renommee als stille Dulderin ist.



— Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy (1801 - 1862) war ein Opernsänger (Bass), Schauspieler und Dramatiker.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Johann Nepomuk Nestroy" gefunden.

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