Johann Kaspar Lavater - Zitate

— Gute Zitate (59), Aphorismen und Sprüche von "Johann Kaspar Lavater" (Theologe; CH)

— Beliebtes Zitat:

Zu erkennen, dass man sich geirrt hat, ist ja nur das Eingeständnis, dass man heute schlauer ist als gestern.

Johann Caspar Lavater, (* 15. November 1741 in Zürich; † 2. Januar 1801 ebenda), war ein reformierter Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller aus der Schweiz.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Johann Kaspar Lavater Zitate (Land: CH / Berufsgruppe: Theologe).

Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

Nur durch Gebrauch wird etwas besessen.

O welch ein Unterschied: Die Wahrheit aussprechen, und die Wahrheit empfinden.

Sei, was du bist!

Wen Gott strafen will, dem schenkt er eine geltungsbedürftige Frau.

Freude fehlt nie, wo Arbeit, Ordnung und Treue sind.

Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiß weißt! Und wenn du es gewiß weißt, so frage dich: Warum erzähle ich es.

Unter tausend Reisenden sind 999, die nicht wahr erzählen.

Wer nicht viel tragen kann, wohltun und viel vergeben, versteht die Weisheit nicht und nicht die Kunst zu leben

»Ich« laß immer dein letztes, dein erstes Wort laß »Du« sein!

»Jetzt« sei das Heiligste dir, so wird das »Dann« dir zum Himmel!

Alles, alles ist dein, wenn der, der alles ist, dein ist.

Bist du gesiegt hast, sage von deinem verborgensten Kampfe nichts

Bitte froh, wie du gibst, wenn du froher gibst, als empfangest!

Das äußere Glück ist nur Zufall, - aber das innere Glück, das baut sich ein jeder selbst.

Dennoch! sei dein Wort, wenn jedes Licht um dich Nacht wird.

Der hat viel gelernt, der auf Gott still horchen gelernt hat.

Dreimal wäge dein Wort, und siebenmal Zeilen der Handschrift.

Du sollst niemandem Überzeugungen rauben, die ihn glücklich machen, es sei denn, du kannst ihm etwas Besseres dafür geben.

Einseitige Wahrheit ist die ergiebigste Quelle des Irrtums.

Erhaben ist, was durch äußere Einfachheit und Unerschöpflichkeit uns sanft und immer erhebt, das uns mit frommer Ehrfurcht erfüllt.

Frage dich oft und genau: Was gereute mich nie? Was mehrmals?

Freu dich nicht so sehr, dass du geliebt wirst, als dass du lieben kannst.

Freundschaft will wie das Feuer genährt sein, oder sie stirbt.

Geh den geraden Weg der Pflicht, der Ordnung, der Liebe, - und dann achte nicht auf das Urteil des Freundes noch Feindes.

Glaube nie an den, der nie an Gott und an sich selbst glaubt.

Gott beschütze die, die er liebt, vor überflüssiger Lektüre.

Halte nie den für klug, der des Zwecks vergisst ob dem Mittel!

Hast du je einen Pedanten mit warmem, edlem, vollem Herzen gesehen?

Höre durch das Ohr des Blinden und siehe mit dem Auge des Tauben, wenn du die Menschen kennen willst.

Ich suche meine vier Wände zu einem heiligen Tempel zu machen, in welchem ich mich gerne mit dem großen Gegenstand unseres Daseins und unseres Glaubens unterhalte.

Ist es Weisheit zu tun, wovon man weiß: es gereut bald?

Jeden Morgen erwache, zu meistern, zu bessern, zu loben!

Jeder Mensch ist ein Genie, in irgendeiner großen oder kleinen Welt.

Jeder Tag ist ein Lehrer, der lehrt, was kein anderer Tag lehrt.

Kannst du nicht sehen, was ist, wie kannst du glauben, was sein wird?

Lerne täglich mehr durch das Sprechen anderer - schweigen!

Lerne von jedem, der kommt, so erfreust du jeden, der geht.

Liebe, wie leise sie spreche, sie spricht doch hörbar fürs Herz hin.

Mache Arbeit zur Lust, - so wird die Ruhe zur Wonne.

Nicht eine Sekunde kann diese Hand das, was sie schuf, verlassen; sie leitet alle Lebenden und alle Todgenannten zu einem Ziele!

Nicht Schüler irgendeines Menschen sein, aber Hörer aller!

Rufe kühn in der Not den Gott an, den du im Glück ehrst!

Sammle dir jeden Tag etwas Ewiges, das dir kein Tod raubt, das den Tod und das Leben dir lieblicher jeden Tag macht.

Siehe zuerst, was du bist und was du hast und was du kannst und weißt, ehe du bedenkst, was du nicht bist, nicht hast, nicht weißt und nicht kannst

Stehe mit Mut und mit Demut, wo Gott dich hinstellt im Leben.

Wahre Freundschaft sagt, was keine Lippen sonst sagen.

Wann willst, Freund, du Glauben beweisen, wenn nicht in der Trübsal; Hoffnung wann auf Gott, wenn nicht in der dunkelsten Stunde?

Was die Welt dir nicht gab, das kann die Welt dir nicht nehmen!

Was du Gutes getan hast, - vergiss, - und tue etwas Besseres!

Was getan sein muss, sei immer heilig. Gott will es!

Wenn man beim ersten Zusammentreffen glaubt, sich bereits lange zu kennen, dann lebt man bis ins Alter ohne Reue zusammen.

Wer aufmerksam zuhört, vernünftig fragt, gelassen antwortet und zu sprechen aufhört, wenn er nichts mehr zu sagen hat, ist im Besitze der nötigsten Eigenschaft, die das Leben erheischt.

Wer das Beste will, muss oft das Bitterste kosten.

Wer mit Liebe dich warnt, mit Achtung dich tadelt, sei Freund dir!

Wer nicht vorwärts strebt, dem ist es nicht ernst mit sich selber.

Wir können nicht besser geführt werden, als wir geführt werden.

Wolken bedecken wohl - und vernichten doch nie die Sonne.



— Johann Caspar Lavater (1741 - 1801) war ein reformierter Pfarrer und Schriftsteller aus der Schweiz.


— Lavater war ein Hauptvertreter der Physiognomik, dem Versuch, aus dem physiologischen Äußeren des Körpers, besonders des Gesichts (Physiognomie und Mimik), auf die charakterlichen Eigenschaften eines Menschen zu schließen. Die Physiognomik war zeitweise sehr populär und wurde im 19. und 20. Jahrhundert als wissenschaftlicher Unterbau für Rassismus und Eugenik herangezogen.

Es wurden 59 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Johann Kaspar Lavater" gefunden.

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