Jean de La Bruyère - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Jean de La Bruyere" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Bescheidenheit ist die letzte Raffinesse der Eitelkeit.

Jean de La Bruyère (* 16. August 1645 in Paris; † 10. Mai 1696 in Versailles) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Jean de La Bruyère Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Der Stumpfsinnige, der nicht spricht, ist erträglicher als der Dumme, der redet.

Jemanden vergessen wollen heißt an ihn denken.

Alles ist möglich und auch das Gegenteil von allem.

Alles ist schon gesagt worden, und man kommt mehr als siebentausend Jahre zu spät, seit es Menschen gibt, die denken.

Alles ist Versuchung für den, der sie fürchtet.

Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.

Beginn und Ende der Liebe künden sich an in der Verlegenheit, mit dem anderen allein zu sein.

Bei vielen Leuten ist nur der Name etwas wert.

Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein.

Das Bedauern, welches die Menschen über den schlechten Gebrauch der schon erlebten Zeit empfinden, führt sie nicht immer dazu, von dem Reste einen besseren Gebrauch zu machen.

Das beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter gibt, ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein Plätzchen, das man sein Eigen nennen kann.

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.

Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern.

Der Einfältige ist immer lächerlich; das gehört zu seinem Charakter.

Der Mann bewahrt fremde Geheimnisse besser als eigene. Die Frau bewahrt eigene Geheimnisse besser als fremde.

Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.

Die äußersten Gegensätze berühren sich.

Die Extreme sind verderblich und gehen von Menschen aus; jeder Ausgleich ist gerecht und kommt von Gott.

Die größten Dinge wollen ganz schlicht gesagt sein; Sie verlieren durch Emphase.

Die Haupteigenschaft eines Redners ist der ehrenvolle Charakter. Ohne diesen artet er zum Deklamator aus.

Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft und -was uns Erwachsenen kaum passiert- sie genießen die Gegenwart.

Die Kinder würden den Vätern vielleicht weit teurer sein, so wie anderseits die Väter ihren Kindern, wenn diese nicht den Anspruch hätten, Erben zu werden.

Die meisten Menschen benutzen ihre Jugend, um ihr Alter zu ruinieren.

Die Menschen finden selten ein Wort der Anerkennung füreinander und zeigen wenig Neigung, sich gegenseitig zu loben.

Die Menschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie Musse hätten, die anderen zu ergründen und ihr Wesen zu erkennen.

Die nämliche Sache ist in dem Munde eines Menschen von Geist eine Naivität oder ein Witz, im Munde eines Einfältigen eine Dummheit.

Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person.

Die wahre Freigebigkeit besteht weniger darin, viel zu geben, als zur rechten Zeit zu geben.

Die, welche ihre Zeit schlecht anwenden, sind die ersten, welche sich über ihre Kürze beklagen.

Ein Gesandter ist ein Chamäleon, ein Proteus. Einem geschickten Spieler gleich, lässt er sich oft nichts von seiner Laune und Stimmung anmerken… Dann wieder weiß er eine Gemütsverfassung vorzutäuschen.

Ein Mensch von feiner Lebensart pflegt sich so zu benehmen, dass die anderen nach seinen Worten und seinem Verhalten mit ihm und mit sich selbst zufrieden sind.

Eines der Merkmale geistiger Mittelmäßigkeit ist der stete Hang, unwahre Dinge zu erzählen.

Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: Geburt, Leben und Tod. Der Geburt ist er sich nicht bewusst, der Tod ist ihm ein Schmerz, und er vergisst zu leben.

Es gibt für den Menschen nur ein wahres Unglück: sich etwas vorzuwerfen haben.

Es gibt in der Welt selten ein schöneres Übermass, als das in der Dankbarkeit.

Es gibt Leute, die einen Augenblick früher sprechen, als sie gedacht haben.

Es gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute.

Es ist besser sich der Undankbarkeit auszusetzen, als den Unglücklichen Unrecht zu tun.

Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.

Es ist ein Unglück, nicht genug Geist zu haben, um eine Rede zu halten und nicht genug Selbsterkenntnis, um zu schweigen.

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.

Für sich selbst genügt ein einziger treuer Freund, und es bedeutet viel, ihn zu besitzen. Um anderen gefällig zu sein, kann man nie genug Freunde haben.

Geist und Talent verhalten sich zueinander wie das Ganze zu seinem Teile.

Große Dinge setzen in Erstaunen, der kleinen wird man überdrüssig; durch die Gewohnheit werden wir mit beiden vertraut.

In der Freundschaft vertraut man seine Geheimnisse an, in der Liebe entschlüpfen sie einem.

Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.

Je mehr sich ein Weib dem Manne hingab, desto enger hängt sich ihr Herz an ihn, während oft umgekehrt das des Mannes sich desto mehr ablöst.

Kein Handwerk ohne Lehrzeit.

Lob ist die einzige Kraft, die uns zu edlen Handlungen antreibt und uns Ausdauer dafür verleiht.

Man bereut es selten, wenn man zu wenig spricht, aber sehr oft, wenn man zu viel spricht: eine verbrauchte und alltägliche Lebensregel, die jedermann kennt, aber niemand befolgt.

Man darf Menschen nicht wie ein Gemälde oder eine Statue nach dem ersten Eindruck beurteilen, die haben ein Inneres, ein Herz, das ergründet sein will.

Man eilt herbei, um die Unglücklichen zu betrachten, man bildet eine Gasse oder stellt sich an die Fenster, um die Züge und die Haltungen eines Menschen zu beobachten, der zum Tode verurteilt ist und weiß, dass er sterben muss: eitle, bösartige, unmenschliche Neugierde!

Man kann es auf zweierlei Weise zu etwas bringen: Durch eigenes Können oder durch die Dummheit der anderen.

Man kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man nicht bereit ist, kleine Fehler zu verzeihen.

Man mag die Gesellschaft nicht lieben oder über sie spotten, man kann sie doch nicht entbehren.

Man muss lachen, bevor man glücklich ist, weil man sonst sterben könnte, ohne gelacht zu haben.

Manche Leute tragen drei Namen, als fürchteten sie sich, keinen zu besitzen.

Mit geliebten Menschen zusammen sein: mehr braucht es nicht; träumen, mit ihnen sprechen, nicht sprechen, an sie denken, an die gleichgültigsten Dinge denken, aber in ihrer Nähe: alles gilt gleich.

Nichts erfrischt unser Blut so sehr, wie wenn es uns gelungen ist, eine Dummheit zu vermeiden.



— Jean de La Bruyere (1645 - 1696) war ein französischer Schriftsteller.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Jean de La Bruyere" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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