Jean Paul - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Jean Paul" (Schriftsteller; DE)

— Beliebtes Zitat:

Die Theologie gestattet der Vernunft nur Fasten speisen.

Jean Paul (* 21. März 1763 in Wunsiedel; † 14. November 1825 in Bayreuth) war ein deutscher Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Jean Paul Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben...

Schulet Kinder durch Kinder!

Die Probe eines Genusses ist die Erinnerung.

Ich wäre am begierigsten, die Fehler der Engel zu wissen.

Die schlimmsten Fehler macht man in der Absicht, einen Fehler gutzumachen.

Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.

Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß, was drin ist.

Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen.

Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.

Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffe landen und anstürmende scheitern.

Das Leben gleicht einem Buche. Tore durchblättern es flüchtig; der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, daß er es nur einmal lesen kann.

Feinheit des Ausdrucks ist verschieden von der Freiheit der Gesinnung.

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt.

Ach wie schön, wenn so zwei Menschen walten, miteinander leben und veralten; Jugend, unverloren, wird umschweben die Genossen, die zusammen leben.

Auf Kinder wirkt nichts so schwach wie eine Drohung und Hoffnung, die nicht noch abends in Erfüllung geht.

Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.

Briefe sind nur dünnere Bücher an die Welt.

Bücher lesen heißt:  wandern gehen in ferne Welten  aus den Stuben, über die Sterne.

Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde.

Das Alter der Weiber ist trüber und einsamer als das der Männer.

Das Alter spricht ohnehin gern von sich.

Das Gebet macht rein; es ist eine Selbstpredigt.

Das Gespräch der meisten Gelehrten untereinander ist weiter nichts als ein gegenseitiges heimliches, höfliches Examen.

Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.

Das schöne am Frühling ist dass er immer gerade dann kommt wenn man ihn braucht.

Dass der Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als bis der Verstand und die Jahre da sind.

Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.

Der größte Hass ist wie die größte Tugend und die schlimmsten Hunde: still.

Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.

Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet, oder selbst verzeiht.

Der Mensch sieht oft nur zu spät ein, wie sehr er geliebt wurde, wie vergesslich und undankbar er war und wie groß das verkannte Herz war.

Der Mensch wird hart wie Stahl - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzen.

Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen habe, ist die Geschichte.

Der Tod ist nur ein Pfeil der bei der Geburt abgeschossen wird und uns dann trifft.

Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.

Der vollendete Umgang mit Menschen ist die Fähigkeit, zugleich ehrlich und liebenswürdig zu sein.

Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.

Der Zank in der Ehe ist die Schneedecke, unter der sich die Liebe warm hält.

Die Freude und das Lächeln sind der Sommer des Lebens.

Die Kinder sagen unzählige zarte Gefühle heraus, die die Erwachsenen auch haben, aber nicht sagen.

Die Liebe ist das Leben des Weibes, aber eine Episode im Leben des Mannes.

Die Menschen bewohnen und bewegen das große Tretrad des Schicksals und glauben darin, sie steigen, wenn sie gehen...

Die Tugend mancher Damen ist ein Donnerhaus, das der elektrische Funke der Liebe zerschlägt und das man wieder zusammenstellt für neue Versuche.

Ein Weiberfeind ist auch ein Menschenfeind.

Ein Ziel muss man früher kennen als die Bahn.

Eine beglückte Liebe hätte deines Herzens Sehnsucht gestillt und sich vertilgt, aber eine unterbrochene hat sie verewigt. Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um, es macht uns durch kurze Fröste reifer.

Es hab viele Religionen, aber nur ein Sittengesetz.

Essen nimmt, Trinken gibt Enthusiasmus.

Freiheit ist ein Gut dessen Anwesenheit weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.

Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen Besseren Trost als sofort einen neuen zu machen.

Gehe nicht, wohin der Weg führen mag sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur

Großes Glück ist die Feuerprobe des Menschen großes Unglück nur die Wasserprobe.

Heiraten in der Jugend heißt, sich im Sommer einen Ofen mieten; erst im Winter weiß man, ob er heizt oder raucht

Heiterkeit des Herzens schließt wie der Frühling alle Blüten des Inneren auf.

Heiterkeit und Freudigkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht.

Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.

Ich möchte noch heute den Totenschädel des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat.

Immer sind Bücher meine Erquickung wenn ich traurig bin Elend bin ich, wenn ich sie verachte.



— Jean Paul (1763 - 1825) war ein deutscher Schriftsteller.


— Pauls (eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter) Werk steht literaturgeschichtlich zwischen den Epochen der Klassik und Romantik.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Jean Paul" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.