Immanuel Kant - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Immanuel Kant" (Philosoph; DE)

— Beliebtes Zitat:

Denken ist Reden mit sich selbst. Denken ist die Erkenntnis durch Begriffe.

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg, Preußen; † 12. Februar 1804 ebenda) war ein deutscher Philosoph.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Immanuel Kant Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Philosoph).

Der Mann ist eifersüchtig, wenn er liebt, die Frau, auch ohne dass sie liebt, weil so viele Liebhaber, als von anderen Frauen gewonnen worden, doch ihrem Kreise der Anbeter verloren sind.

Die Philosophie muss als Arzneimittel wirken.

Die Weiblichkeiten heißen Schwächen. Man spasst darüber, Toren treiben damit ihren Spott; Vernünftige aber sehen sehr gut, dass gerade sie die Werkzeuge sind, die Männlichkeit zu lenken und zu ihrer Absicht zu gebrauchen.

Durch keine Ursache in der Welt kann der Mensch aufhören, ein frei handelndes Wesen zu sein.

Es ist dem menschlichen Verstande unumgänglich notwendig, Möglichkeit und Wirklichkeit der Dinge zu unterscheiden.

In der Tat ist es eine große Gabe des Himmels, einen geraden, oder wie man es neuerlich benannt hat, einen schlichten Menschenverstand zu besitzen. Aber man muss ihn durch Taten beweisen, durch das Überlegte und Vernünftige, was man denkt und sagt - nicht aber dadurch, dass man sich auf ihn als ein Orakel beruft, wenn man nichts Kluges zu seiner Rechtfertigung vorzubringen weiß.

Man könnte Weltwissenschaft und Weltweisheit unterscheiden, die erste ist Gelehrsamkeit, die zweite Kenntnis von der Bestimmung des Menschen.

Was will ich? Fragt der Verstand. Worauf kommt es an? Fragt die Urteilskraft. Was kommt heraus? Fragt die Vernunft.

Wenn die Frau die Wahl hätte, ob ihr Vergehen von einem männlichen oder weiblichen Gerichtshofe abgeurteilt werden solle, würde sie sicher den ersten zu ihrem Richter wählen.

Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, daß der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab.

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.

Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines Wertes mit der moralischen Vollkommenheit.

Der größte Sinnengenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

Über Geschmack lässt sich nicht disputieren.

Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

Faulheit: der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.

Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Krieg ist darin schlimm, dass er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt.

Die Freiheit eines jenen beginnt dort, wo die Freiheit eines anderen aufhört.

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Lat.: Sapere aude)

Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche.

Es ist überall nichts auf der Welt, ja überhaupt auch außer der selben, zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.

Alle Sprache ist Bezeichnung der Gedanken, und umgekehrt die vorzüglichste Art der Gedankenbezeichnung ist die durch Sprache, dieses größte Mittel, sich selbst und andere zu verstehen.

Die Sinne betrügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen; weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last fällt.

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung.

Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.

Es ist nichts beständiger als die Unbeständigkeit.

Frankreich ist das Land der Moden, England das Land der Launen, Spanien das Land der Ahnen, Italien das Land der Pracht und Deutschland das Land der Titel.

Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. (Quelle: Kritik der reinen Vernunft: Die transzendentale Logik)

Genie ist das Talent der Erfindung dessen, was nicht gelehrt oder gelernt werden kann.

Ich kann, weil ich will, was ich muss.

Irrtümer entspringen nicht allein daher, weil man gewisse Dinge nicht weiß, sondern weil man sich zu urteilen unternimmt, obgleich man doch nicht alles weiß, was dazu erfordert wird.

Je mehr du gedacht, je mehr du getan hast, desto länger hast du (selbst in deiner eigenen Einbildung) gelebt.

Kein Mensch ist so wichtig, wie er sich nimmt.

Man nennt einen Menschen böse nicht darum, weil er Handlungen ausübt, welche böse sind, sondern weil diese so beschaffen sind, daß sie auf böse Maximen schließen lassen.

Nur wer das Leben ernst, bitter ernst nimmt, hat auch wirklich Humor.

Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.

Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.

Und es könnte sein, dass die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, dass sie gewinnt, indem sie verliert.

Schön ist dasjenige, was ohne Interesse gefällt.

Wenn wir die Ziele wollen, wollen wir auch die Mittel.

Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen.

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt:

Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.

Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen.

Der ziellose Mensch erleidet sein Schicksal, der zielbewusste gestaltet es.

Alle Menschen haben Vorurteile, nur von verschiedener Art.

Alle Politik muss ihre Knie vor dem Recht beugen.

Alles, was sich nicht zur Publizität eignet, ist Unrecht.

Das Höchste, was der Mensch besitzen kann ist jene Ruhe, jene Heiterkeit, jener innere Friede die durch keine Leidenschaft beunruhigt werden kann.

Das Lachen ist der Lebenskraft zuträglich, denn es fördert die Verdauung.

Das Recht muss nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Recht angepasst werden.

Daß die Welt im Argen liegt, ist eine Klage, die so alt ist wie die Geschichte.

Der bejahrte Murrkopf, welcher fest glaubt, dass in seiner Jugend die Welt viel ordentlicher und die Menschen besser gewesen wären, ist ein Phantast in Ansehung der Erinnerung.

Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft.

Der leere Wunsch, die Zeit zwischem dem Begehren und dem Erwerben des Begehrten vernichtet zu werden, ist Sehnsucht.

Der Mann ist leicht zu erforschen die Frau verrät ihr Geheimnis nicht.

Der sogenannte gesunde Verstand ist angeborene ignorantia.



— Immanuel Kant (1724 - 1804) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung und eine der zentralen Figuren, die die Philosophie der Neuzeit begründeten.


— Als Kant 1781 die „Kritik der reinen Vernunft“ (KrV) veröffentlichte, war damit die „Kopernikanische Wende“ in der Philosophie eingeleitet.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Immanuel Kant" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.