Henrik Ibsen - Zitate

— Gute Zitate (52), Aphorismen und Sprüche von "Henrik Ibsen" (Schriftsteller; NO)

— Beliebtes Zitat:

Man sollte nie seine beste Hose anziehen, wenn man hingeht, um für Freiheit und Wahrheit zu kämpfen.

Henrik Ibsen (* 20. März 1828 in Skien; † 23. Mai 1906 in Christiania) war ein norwegischer Dramatiker und Lyriker.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Henrik Ibsen Zitate (Land: NO / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Glück ist vor allem die ruhige, frohe Gewißheit der Unschuld.

Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter gewesen als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.

Das Grauenvolle - das ist das, was zugleich lockt und schreckt.

Das hat man doch nicht in seiner Macht, in wen man sich verliebt!

Das ist das Verdammte an den kleinen Verhältnissen, daß sie die Seelen klein machen.

Das Wort ist wie im Meer ein Pfad, doch tiefe Wegspur hinterlässt die Tat.

Daß du nicht kannst, wird dir verziehen, doch nimmermehr, daß du nicht willst.

Den einen liebt man, und mit dem anderen möchte man gern zusammen sein.

Der gefährlichste Feind der Wahrheit und Freiheit bei uns - das ist die kompakte Majorität.

Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit, - das sind die Stützen der Gesellschaft.

Der ist der stärkste Mann auf der Welt, der allein steht.

Die Aufgabe eines Dichters besteht ja hauptsächlich darin, zu sehen, nicht zu reflektieren.

Die Mehrheit hat nie das Recht auf ihrer Seite.
Nie, sag ich! Das ist auch so eine von den gesellschaftlichen Lügen, gegen die ein freier, denkender Mann sich empören muss.

Die meisten Leute sterben, ohne je gelebt zu haben. Zum Glück bemerken sie es nicht.

Die Sache, die zum bleibenden Sieg geführt werden soll, die muss von einem frohen, schuldlosen Manne getragen werden.

Du allein warst es, nach der mich verlangte. Bei dir nur empfand ich diese ruhige, frohe, wunschlose Glückseligkeit.

Du nennst es Glauben, wir heißen's Angst.

Durch die Brille der Erfahrung wirst du bei zweiten Hinschauen klarer sehen.

Es ist heilsam, sich mitunter in die Nachtseiten des Daseins zu vertiefen.

Es ist unzulässig, daß Wissenschaftler Tiere zu Tode quälen. Lasst die Ärzte mit Journalisten und Politikern experimentieren!

Es klingt so kalt und spitz und stechend: Pflicht - Pflicht.

Es prägt sich eine Tat mehr ein als tausendfacher Rat.

Etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt, als zu spielen.

Fast möcht' ich glauben:
Das, was ich nicht mit eignen Augen sah, steh' desto schöner vor dem inneren Sinn.

Gebrauchen Sie doch nicht immer das Fremdwort "Ideale"! Wir haben doch das schöne germanische Wort "Lügen".

Haben Sie nie bemerkt, daß die Leute draußen am offenen Meer einen besonderen Menschenschlag bilden? Es ist beinah, als lebten sie des Meeres eigenartiges Leben. Nicht bloß in ihrem Fühlen, auch in ihrem Denken ist Wellengang und Ebbe und Flut.

Ich kenne wenige Weltverbesserer, die imstande sind, einen Nagel richtig einzuschlagen.

Lebenskünstler wissen, daß es vor allem darauf ankommt, sich mit den richtigen Leuten zu vergleichen.

Mit Mühen und Beschwerden wird man allein fertig, aber die Freude muss man teilen.

Nach einem guten Diner geht man immer sehr flott mit dem Gelde um.

Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück.

Prüfe das Innere jedes beliebigen Menschen - in jedem wirst du wenigstens einen dunklen Punkt finden, den er verhüllen muss!

Sehnsucht zum Licht ist des Lebens Gebot.

Wenn ich auf all dein Tun und Treiben zurückblicke, dann ist mir, als überschaute ich ein weites, überall mit vernichteten Menschenschicksalen bedecktes Schlachtfeld.

Wenn man ein recht kräftiges, von Gesundheit strotzendes Gewissen hätte, dann getraute man sich zu tun, was man am liebsten möchte.

Wer sein Leben genießt, wird bald von seiner Frau zur Rede gestellt.

Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten!

Wo Leben ist, da darf auch Hoffnung sein.

Wenn auch alle Lichter der Welt erlöschen, der Lichtgedanke lebt doch: Es gibt einen Gott.

Der Staat ist der Fluch des Individuums. Der Staat muss weg! Bei der Revolution tue ich auch mit! Untergrabt den Staatsbegriff, stellt die Freiwilligkeit und das geistig Verwandte als das für ein Bündnis einzig Entscheidende auf, - das ist der Anfang einer Freiheit, die etwas wert ist! Ein Wechsel der Regierungsformen ist weiter nichts als eine Pusselei mit Graden - ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger - Torheit alles zusammen!

Die un-gesungenen Lieder sind stets die schönsten.

Die zum Denken erforderliche Zucht, die dazu gehört, um Irrtümer zu begreifen, besitzt die Mehrheit des lesenden Publikums nur unvollständig.

Für einen treuen Freund kann keiner zu viel tun.

In Luftschlössern lässt sich leicht Zuflucht finden. Und leicht zu bauen sind sie auch.

Man soll nicht lesen, um alles herunterzuschlucken, sondern vielmehr sehen, was man gebrauchen kann.

Ach, wenn Sie wüßten, wie schwer es einem Arzte fällt, einen Kranken richtig zu beurteilen, den er von Herzen lieb hat!

Das Leben könnte noch ganz schön sein, wenn wir nur Ruhe hätten vor diesen verwünschten Bluthunden von Gläubigern, die uns armen Leuten das Haus einrennen mit der idealen Forderung.

Die Wahrheiten sind nicht so zählebige Methusalems, wie sich die Menschen einbilden. Eine normal gebaute Wahrheit lebt - na sagen wir - in der Regel siebzehn bis achtzehn, höchstens zwanzig Jahre.

Die Wahrheiten, die die Masse anerkennt, das sind jene, die die Vorpostenkämpfer in den Tagen unserer Großväter für sicher hielten. Wir, die jetzt lebenden Vorpostenkämpfer, erkennen sie nicht mehr an.

Diese Freude - sie gleicht unserer Freude über die langen, hellen Sommertage. Unabweisbar mischt sich mit ihr die Ahnung der kommenden finsteren Tage.

Ich denke, wir alle sind uns darin einig, dass die Dummen die geradezu überwältigende Majorität bilden rings um uns her auf der ganzen weiten Erde. Aber zum Donnerwetter, das kann doch nie und nimmer das Richtige sein, dass die Dummen über die Klugen herrschen sollen.



— Henrik Johan Ibsen (1828 - 1906) war ein norwegischer Dramatiker, Theaterregisseur und Dichter des 19. Jahrhunderts.


Es wurden 52 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Henrik Ibsen" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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