Helmut Schmidt - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Helmut Schmidt" (Politiker; DE)

— Beliebtes Zitat:

Ein echter Held ist nur ein Besoffener ... oder ein Idiot.

Helmut Schmidt (* 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek; † 10. November 2015 in Hamburg-Langenhorn) war ein deutscher Politiker der SPD.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Helmut Schmidt Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Politiker).

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.

Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.

An der Wall Street herrscht nicht nur ein Defizit an Durchblick, sondern auch ein moralisches Defizit.

Das Schneckentempo ist das normale Tempo jeder Demokratie.

Der Köhler, wenn er Bundespräsident wird, hat allein mehr ökonomischen Verstand als die ganze deutsche politische Klasse zusammen. (Über Horst Köhler)

Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren!

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.

Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Die Politiker reden nur oberflächliches Zeug in Talkshows, weil sie meinen, es sei die Hauptsache, man präge sich ihr Gesicht ein.

Die heutige politische Klasse in Deutschland ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an Geilheit, in Talkshows aufzutreten.

Ein Krieg gegen den Irak kann... nicht den vielfältigen islamistischen Terrorismus auslöschen, dieser würde vermutlich im Gegenteil von einem amerikanisch-irakischen Krieg eher noch angestachelt werden. (2002; in einem Artikel Der Zeit)

Ich hatte bislang nicht das Gefühl, dass wir Deutschen unter einem Mangel an Grundrechten leiden.

Ich teile die Menschheit in drei Kategorien: Wir normale Menschen, die irgendwann in ihrer Jugend mal Äpfel geklaut haben, die zweite hat eine kleine kriminelle Ader, und die dritte besteht aus Investmentbankern.

In der Krise beweist sich der Charakter.

Keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.

Märkte sind wie Fallschirme: sie funktionieren nur, wenn sie offen sind.

Nichts auf der Welt ist zwangsläufig, außer der Abfolge von Tag und Nacht.

Politiker und Journalisten teilen sich das traurige Schicksal, daß sie oft heute schon über Dinge reden, die sie erst morgen ganz verstehen.

Politiker und Journalisten. Das sind beides Kategorien von Menschen, denen gegenüber größte Vorsicht geboten ist: Denn beide reichen vom Beinahe-Staatsmann zu Beinahe-Verbrechern. Und der Durchschnitt bleibt Durchschnitt.

Sie haben einem uralten Mann zugehört. Sie müssen ihn nicht unbedingt ernst nehmen. (Schmidt in Brandenburg bei seinem einzigen großen Auftritt im SPD-Bundestagswahlkampf 2013)

Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus.

Wer bei der Analyse nur darauf bedacht ist, seine eigenen Worte von gestern nicht in Misskredit zu bringen, der kann die Kraft zum radikalen Durchdenken nicht aufbringen.

Wollen wir denn auch noch Weltmeister im Jammern werden?

Bibliotheken sind geistige Tankstellen der Nation.

Der Kanzler ist nichts anderes als der leitende Angestellte einer großen Firma, in diesem Fall des Staates.

Die Demokratie lebt vom Kompromiss Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen.

Die Deutschen haben ein eigenartiges Talent, bisweilen die falschen Tage zu feiern.

Es liegt überhaupt kein Grund vor, von einer Krise des Euro zu reden.

Früher brauchten Unternehmer Wagemut und Augenmaß. Heute brauchen sie Marktforschung und Werbeagenturen.

Großes wird auf Gipfeltreffen nicht bewegt, aber Schlimmeres verhindert.

In aktuellen Nachrichten- oder Magazinsendungen gilt das bewährte Motto: lange Fragen und kurze Antworten.

In diesem Jahrhundert steht die Selbstbehauptung der europäischen Zivilisation auf dem Spiel.

Jeder Politiker sieht auf die Dauer so aus, wie er ist.

Journalisten: Wegelagerer und Indiskretins.

Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen. Aus Deutschland ein Einwanderungsland zu machen ist absurd.

Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform.

Rate den Mitbürgern nicht das Angenehmste, sondern das Beste.

Seine rhetorischen Schöpfungen sind zahlreich. Er redete im Parlament zumeist ohne ausgearbeitetes Manuskript. Er sprach anhand sogenannter Spickzettel.

Unternehmer wird man nicht in fünfzig oder fünfhundert Wochen. Um Unternehmer zu werden, braucht es eine Nacht, neun Monate und vierzig bis fünfzig Jahre Erfahrung.

Von einem 93 jährigen Optimismus zu erwarten, ist ein bisschen viel verlangt.

Von jedem, der sich um das Amt des Kanzlers bewirbt, ist zu verlangen, dass er dem Volk die bittere Wahrheit sagt.

Währungspolitik ist immer auch Außenpolitik.

Was Wachstum schafft, darf sehr wohl mit Schulden finanziert werden.

Wenn man einen Fehler gemacht hat, muss man sich als erstes fragen, ob man ihn nicht sofort zugeben soll. Leider wird einem das als Schwäche angekreidet.

Wenn wir die D-Mark noch hätten, wäre unser Export zusammengebrochen.

Wenn wir uns überall einmischen wollen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, dann riskieren wir den Dritten Weltkrieg.

Wer nicht redet, wird nicht gehört.

Als deutsche Hauptstadt ein trauriger Witz, aber Realität.

Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.

Fünf Prozent Inflation sind leichter zu ertragen als fünf Prozent Arbeitslosigkeit.

Macht ist notwendig. Sie kann ein Übel sein, deshalb bedarf sie der Kontrolle.

Natürlich hat Kernkraft ihre Risiken. Es gibt aber keine Energie und nichts auf der Welt ohne Risiken, nicht einmal die Liebe.

Ohne Kenntnis der Geschichte bleibt die Gegenwart unbegreifbar.

Wenn wir auf Jahrzehnte so weiterfahren wie bisher, dann muss ich für unser Vaterland schwarz sehen.

Willen braucht man. Und Zigaretten.

Zwar kann der Politiker im Augenblick seines Handelns oder wenn er sein Handeln erklären und begründen muss, nicht gleichzeitig auch große Philosophie liefern. Aber sofern er ohne philosophisch-ethische Grundlage handelt, ist er in Gefahr, Fehler zu begehen. Er ist in Gefahr, in Opportunismus abzusinken. Er ist sogar in Gefahr, ein Scharlatan zu werden.

Das Fernsehen ist inzwischen in beängstigendem Umfang ein Erziehungsfaktor geworden. in vielen fällen wichtiger noch als die eltern oder die schule. das erlegt den Fernsehmachern eine riesige Verantwortung auf. Aber sie sind sich dessen nicht bewusst. und sie werden auch nicht zur Verantwortung gezogen.

Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.

Heutzutage ist das wichtigste zu lernen, wie man andere Völker versteht. Und zwar nicht nur deren Musik, sondern auch ihre Philosophie, ihre Haltung, ihr Verhalten. Nur dann können sich die Nationen untereinander verstehen.

Je mehr direkte Entscheidungen durch das ganze Volk, umso unregierbarer das Land!



— Helmut Heinrich Waldemar Schmidt (1918 - 2015) war ein deutscher Politiker (SPD).


— Schmidt war nach dem Rücktritt Willy Brandts (Guillaume-Affäre) von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Bevor er Kanzler wurde, war er Verteidigungsminister (1969-1972) und Finanzminister (1972-1974). In der letztgenannten Funktion erhielt er viel Anerkennung für seine stringente Finanzpolitik.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Helmut Schmidt" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.