Heiner Geißler - Zitate

— Gute Zitate (45), Aphorismen und Sprüche von "Heiner Geißler" (Politiker; DE)

— Beliebtes Zitat:

Das ist der Skandal: dass die Politik sich nicht gegen das Diktat der Finanzmärkte durchsetzen kann.

Heiner Geißler (* 3. März 1930 in Oberndorf am Neckar; † 11. September 2017 in Gleisweiler) war ein deutscher Politiker (CDU).

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Heiner Geißler Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Politiker).

Der Grundsatz des Teilens ist ein christlicher. Er darf im Zeitalter von Neoliberalismus und Turbokapitalismus nicht diffamiert werden.

Der Kapitalismus ist genauso falsch wie der Kommunismus.

Der Kapitalismus muss dem Menschen dienen, aber heute ist es umgekehrt, und das ist seine Todsünde. Der entfesselte Kapitalismus verletzt die menschliche Würde.

Der Mensch ist umso mehr wert, je weniger er kostet.

Der Nationalstaat ist heute für die Lösung der großen Fragen zu klein und für die Lösung der kleinen Fragen zu groß.

Der Pazifismus der 30er Jahre, der sich in seiner gesinnungsethischen Begründung nur wenig von dem unterscheidet, was wir in der Begründung des heutigen Pazifismus zur Kenntnis zu nehmen haben, dieser Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht. (Als Antwort auf Joschka Fischer, der im Zuge der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen (siehe NATO- Doppelbeschluss von 1979) in der BRD durch die USA, einen Vergleich mit Auschwitz anstellte; 1983)

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.

Die Deutschen sind ein großartiges Volk, wenn sie die richtige politische Führung haben.

Die früher erfolgreiche und richtige Parole Freiheit statt Sozialismus muss heute ersetzt werden durch: Solidarität statt Kapitalismus.

Die guten Zeiten der Deutschen waren die Perioden ihrer Geschichte, in denen sie nicht nationalstaatlich organisiert und abgeschottet haben, in einem offenen Land lebten und liberal genug waren, den Gedanken der Aufklärung zu folgen und das Universale, die Menschenrechte, über das Nationale zu stellen. Gerade darauf kommt es für die Zukunft an.

Die Kirchen müssten Widerstand leisten gegen die Mächtigen dieser Erde. In der Welt des Kapitalismus, der Investmentbanker, einer gigantischen Finanzindustrie mit ihren gesellschaftlichen Leitbildern Egoismus, Gier, Geiz, Erfolg, Dividende, Konsum, Rang und Titel ist Jesus eine totale Provokation und die Verkörperung von Menschlichkeit und Barmherzigkeit.

Die Politik hat sich den Finanzmärkten ausgeliefert. Wir brauchen neue Formen der Demokratie.

Die Zukunft gehört nicht den monolithisch geführten Parteien, sondern den interessanten Parteien.

Es gibt Geld wie Heu, es ist bloß in den Händen der falschen Leute! [...] Wenn wir nicht handeln, wird die Revolution, die wir in Nordafrika gesehen haben, auf Europa übergreifen. Und wir haben es gewusst, bloß geschaut und nichts getan.

Es ist eine christliche Erkenntnis, eine reale Wahrheit, dass das Böse existiert; nicht nur im einzelnen Menschen, zwischen einzelnen Menschen, sondern auch zwischen Völkern und Staaten.

Für manche ist einer schon rechts, wenn er morgens pünktlich zur Arbeit kommt, und links, wenn er eine berufstätige Frau hat.

Jeder intelligente Katholik ist im Inneren irgendwie auch Protestant. Die Nachfolgeorganisation der Inquisition, die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger, kann ja wohl nicht der Maßstab des Glaubens sein.

Man kann nicht denen noch Geld wegnehmen, die ohnehin schon zu wenig haben.

Mich packt der heilige Zorn, wenn ich an die offizielle evangelische und katholische Theologie denke.

Millionen Menschen können das jetzige Leben nur in der Hoffnung auf ein besseres Leben ertragen.

Müssen denn die Götter gerecht sein? Eigensinnige Angewohnheit der Menschen, das von ihnen zu verlangen.

Nächstenliebe ist keine Gefühlsduselei und kein Gutmenschentum, sondern eine Pflicht, denen zu helfen, die in Not sind.

Nationalstolz ist auch keine Voraussetzung für das Amt des CDU-Generalsekretärs. Stolz gehört zu den sieben Hauptsünden.

Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten.

Was wir heute nicht Erziehung, Schulen und Familien investieren, zahlen wir morgen doppelt bei der Kriminalitätsbekämpfung; dann ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen.

Wenn der "Spiegel" ein Nachrichtenmagazin ist, dann ist der "Playboy" ein Mitteilungsblatt des Heiligen Stuhls.

Wenn die Fahne flattert, ist der Verstand in der Trompete.

Wenn du als Politiker bekannt und populär werden willst, dann fange einen Streit über ein wichtiges politisches Thema an - am besten mit der eigenen Parteiführung.

Wenn ich in der Nähe von Goebbels bin, ist der Playboy das Mitteilungsblatt des Vatikans.

Wer ein Amt hat, muss höhere Maßstäbe an sich legen, muss Vorbild sein, vor allem für junge Menschen, wenn die Demokratie Bestand haben soll.

Wer nicht tanzen kann, der schimpft auf die Musikkapelle.

Wer nicht über die Zukunft nachdenkt, wird keine haben.

Wer seinen Hund liebt, muss nicht auch seine Flöhe lieben.

Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Körperstelle.

Werteerziehung muss wieder zum Thema Nr. 1 der Bildungspolitik gemacht werden.

Wir können den Sonntag nicht aufgeben, denn die Leute brauchen, wenn sie fünf oder sechs Tage gearbeitet haben, ihre Ruhe.

Wir leben in einer Demokratie, nicht in einer Demoskopie.

Wissen ist Macht, Unwissen ist Ohnmacht.

Zwei Milliarden Christen könnten die Welt verändern, wenn die entsprechende geistige Führung da wäre.

Die SPD betreibt eine typische Wischi-Waschi-Politik, und Hans-Jochen Vogel ist der Parteivorsitzende zwischen Wischi und Waschi.

Ein 60jähriger vor 50 Jahren - der war wirklich ein Alter; der konnte nicht mehr. Aber ein 60jähriger heute, der ist in der Regel fit.

Ich glaube einfach an die Aufklärung, daran, dass man Menschen überzeugen kann durch Argumente.

Kartoffelchips statt Mikrochips!

Frühmorgens im Bett auf dem Rücken zu liegen, die Hände unter dem Nacken verschränkt, und ernsthaft zur Stubendecke hinaufzublicken, ist eine fruchtbringende und anstrengende Tätigkeit.



— Heiner Geißler (1930 - 2017) war ein deutscher Politiker (CDU).


— Geißler (geboren als Heinrichjosef Georg Geißler) trat nach dem Abitur 1949 mit 19 Jahren als Novize dem Jesuitenorden bei, den er 4 Jahre später wieder verließ (Zitat: „Mit 23 Jahren habe ich gemerkt, ich kann zwei – also mindestens eins – dieser Gelübde nicht halten. Die Armut war es nicht.“).

Es wurden 45 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Heiner Geißler" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.