Gustave Flaubert - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Gustave Flaubert" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Die sogenannte Freude an der guten Tat ist Selbsttäuschung - sie unterscheidet sich nicht von dem Vergnügen eines Menschen, der verdaut.

Gustave Flaubert (* 12. Dezember 1821 in Rouen, Normandie; † 8. Mai 1880 in Canteleu, Normandie) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem als Romancier bekannt ist.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Gustave Flaubert Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Ehren entehren. Titel setzen herab. Ein Amt verblödet.

Angst: verleiht Flügel.

Aus Scham oder Selbstsucht verbirgt jeder das Beste und Zarteste in seinem Innern.

Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick, wo man die Trauer so stark vorausfühlt, dass der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.

Blaustrumpf: Ausdruck der Verachtung für jede Frau, die sich für geistige Sachen interessiert.

Da ich das Dasein nicht nutzte, nutzte das Dasein mich ab.

Das Etwas, wonach fast alle Menschen suchen, ist vielleicht nur die Erinnerung an eine Liebe, die uns im Himmel oder in den ersten Lebenstagen zuteil ward.

Das Menschenherz ist ein unergründlicher Born der Traurigkeit: Nur ein einziges Glück wohnt darin, vielleicht noch ein zweites, aber der Menschheit ganzer Jammer vermag dort zusammenzutreffen und als steter Gast darin zu hausen.

Das Reifen des Herzens geht dem des Körpers vorauf.

Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.

Denn es bereitet Lust, zu empfinden, wie die Kälte sich ins Herz schleicht, und sagen zu können, während man es mit der Hand betastet wie einen noch rauchenden Herd: Es brennt nicht mehr.

Denn stets sind Erinnerungen süß, mögen sie gleich traurig oder heiter sein, denn sie gemahnen uns an die Unendlichkeit.

Der Adler ist ein stolzer Vogel, der auf den höchsten Felsen horstet, unter sich sieht er die Wolken durch die Täler wogen, mit ihnen ziehen die Schwalben.

Die Begierde nach einer Frau, die man besessen hat, ist etwas Grauenvolles und tausendmal schlimmer als alles andere, fürchterliche Phantasiebilder verfolgen einen wie Gewissensbisse.

Doch das verwehte Wunschbild lässt in uns seinen Mädchenduft zurück, und wir suchen seine Spur auf allen Pfaden seiner Flucht.

Dummköpfe: denken anders als man selbst.

Ein wenig Wissen entfernt vom Glauben, sehr viel führt zum Glauben zurück.

Erfolg sollte stets nur die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.

Es bedarf einer beträchtlichen Verdorbenheit oder Weite des Herzens, um alles lieben zu können.

Instinkt: ersetzt die Intelligenz.

Reisen, reisen, niemals innehalten, und in unermesslichem Reigen alles auftauchen und schwinden sehen!

Ruhm: nicht mehr als ein Rausch.

Schön ist solch ein Leben in ewiger Schönheit, wenn man den Mantel um sich schlägt wie ein König, die höchsten Leidenschaften nachempfindet und Liebe liebt.

Und das war, was man die Menschheit zu nennen pflegt: ein oberflächliches Gewimmel von Schurken, Feiglingen, Idioten und Krüppeln.

Unglücklich ist, wer sich nie einen tragischen Zorn gewünscht hat, wer kein Liebeslied auswendig weiß, um es im Mondschein vor sich hin zu flüstern!

Vergebliches Trachten, über alte Leidenschaften neue säen zu wollen! Sie brechen immer wieder hervor, keine Macht der Welt vermöchte sie mit den Wurzeln auszureißen.

Von Liebe träumen heißt von allem träumen, sie ist das Unendliche im Glück, das Mysterium in der Lust.

Warum haben wir unser Glück nicht bis zur letzten Tiefe genossen, als es durch unsere Hände glitt?

Warum ist das Menschenherz so groß und das Leben so klein?

Was hienieden beginnen? Wovon träumen? Was erschaffen? Sagt es mir doch, ihr, denen das Leben eine Lust ist, die ihr einem Ziele nachstrebt und euch um etwas härmt!

Was ist Gleichheit anderes als die Verneinung aller Freiheit, alles Höheren und der Natur selbst?

Was tun? Wen lieben? Von wem geliebt werden?

Welch tiefe Ruhe ist über alle Friedhöfe gebreitet! Wenn man dort mit über der Brust gekreuzten Armen liegt, gehüllt in das Leichentuch, dann gleiten die Jahrhunderte vorüber und stören so wenig wie der Wind, der durch das Gras fächelt.

Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.

Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum, sie wird die Natur aufgefressen haben.

Wenn man doch alles, was in einem ist, ausscheiden und einzig ein mit der Fähigkeit des Denkens begabtes Wesen sein könnte!

Wer kennt all die einsamen Trauergänge am Baches Rand, all die Seufzer, die in warmen Nächten, wenn die Brust zu zerspringen droht, aus übervollem Herzen zu den Sternen dringen?

Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.

Wie balsamisch duftet das Haar der Frauen! Wie zart ist die Haut ihrer Hände, wie versehren ihre Blicke!

Wie leer ist die Welt für den, der sie einsam durchwandert!

Alkoholismus - Ursache aller modernen Krankheiten.

Das einzige Mittel, um zu gesunden, ist sich als gesund zu betrachten.

Der Autor soll in seinem Werke sein wie Gott.

Es gibt Tage, wo man so traurig ist, dass man sich noch trauriger machen möchte.

Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist werden zahllose Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks.

In den Gedanken ist mehr Wirklichkeit als in den Dingen.
Quelle: Erinnerungen, Aufzeichnungen und geheime Gedanken

Liebe erblüht im Staunen einer Seele, die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert.

Man liebt nur, woran man leidet.

Nach welcher Seite man auch die Füsse setzt, man tritt immer in Scheisse

Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nur ein Übermaß an Begierde.

Zwei schöne Lippen sind mehr wert als alle Beredsamkeit der Welt.

Alles Unheil rührt von unserer riesenhaften Unwissenheit her. Was man studieren musste, wird ohne Diskussion geglaubt. Statt zu erwägen, bestätigt man. (Quelle: Briefe an  George Sand)

Das Genie schenkt Gott – aber das Talent ist unsere Sache.

Das Unglück ist dafür da, uns geschickter zu machen.

Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens.

Die Dummheit ist etwas Unerschütterliches; nichts vermag sie anzugreifen, ohne an ihr zu zerbrechen. Sie ist von der Natur des Granits, hart und widerstandsfähig.

Die Frauen misstrauen den Männern im Allgemeinen zu sehr und im Besonderen zu wenig.

Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern.

Die Grundlage des Christentums ist ein Apfel.



— Gustave Flaubert (1821 - 1880) war ein französischer Schriftsteller und Romancier.


— Flaubert war zu seiner Zeit sehr einflussreich und gilt als der führende Vertreter des literarischen Realismus in seinem Land.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Gustave Flaubert" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.