Gottfried Keller - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Gottfried Keller" (Schriftsteller; CH)

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Einsamkeit, verbunden mit einem klaren, heiteren Bewusstsein ist, ich behaupte es, die einzig wahre Schule für einen Geist von edlen Anlagen.

Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 ebenda) war ein Schweizer Dichter und Politiker.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Gottfried Keller Zitate (Land: CH / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Liebe ist eine Glocke, welche das Entlegenste und Gleichgültigste widertönen lässt und in eine besondere Musik verwandelt.

Auch der demütigste Mensch glaubt und hofft innerlich immer mehr, als er auszusprechen wagt.

Auch was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.

Besser ist’s, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter.

Das Menschenleben ist eine ständige Schule.

Das Suchen nach Wahrheit ist immer ohne Arg, unverfänglich und schuldlos, nur in dem Augenblicke, wo es aufhört, fängt die Lüge an bei Christ und Heide.

Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.

Die begründete wie die unbegründete Eifersucht vernichtet diejenige Würde, deren die gute Liebe bedarf.

Die Grobheit spare wie Gold, wenn du sie in gerechter Entrüstung einmal hervorkehrst, es ein Ereignis sei und den Gegner wie ein unvorhergesehener Blitzstrahl treffe.

Die menschliche Eitelkeit vermengt sich mit den edelsten Ideen und verleiht ihnen oft eine Hartnäckigkeit, die uns sonst fehlen würde.

Die Zeit geht nicht, sie stehet still, Wir ziehen durch sie hin, Sie ist ein Karawanserei, Wir sind die Pilger drin.

Ein’ Lieb’ und nicht mehr, Wär’ allen Frauen eine Ehr’.

Entsagung, unverbrüchlich auferlegt, ist die stärkste Prüfung für Liebende, welche kein fremder Wille hindern konnte, sich zu sehen.

Es gibt bei beiden Geschlechtern solche Raub- und Wechseltiere, die nur dann glücklich sind, wenn sie erst ein fremdes Glück zerstört haben.

Es ist auf Erden keine Nacht, Die nicht noch ihren Schimmer hätte, So groß ist keines Unglücks Macht, Ein Blümlein hängt in seiner Kette.

Es ist doch sonderbar, wie auch der vortrefflichste Mensch schlechte Eigenschaften haben muss, gleich einem stolz segelnden Schiffe, welches Ballast braucht, um zu seiner guten Fahrt gehörig schwer zu sein.

In Zeiten des Umschwungs, wenn ein neuer Geist umgeht, hat die alte Schale des gewohnten Rechts keinen Wert mehr, da der Kern heraus ist, und ein neues Rechtsbewusstsein muss erst erlernt und angewöhnt werden.

Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt.

Leiden, Irrtum und Widerstandskraft halten das Leben lebendig.

Man ist immer froh, kleine Mängel an geliebten Personen zu finden, um sie nur ohne Verzug verzeihen und sogar mitteilen zu können.

Mein Herr, Ihr Stil ist flüssig, Ihr Buch aber überflüssig.

O mein Heimatland! O mein Vaterland! Wie so innig, feurig lieb’ ich dich!

Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es.

Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen.

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält,
Von dem goldenen Überfluss der Welt.

Und liebt der Himmel seine Kinder, Wo Tränen er durch Leid erpresst, So liebt er jene drum nicht minder, Die er vor Freude weinen lässt.

Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht!

Wenn schlechte Leute zanken, riecht’s übel um sie her, doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr.

Wer ohne Leid, der ist auch ohne Liebe.

Wie wenig braucht es doch, um sich selber einen Hauptspaß zu bereiten, und was für schöne Gelegenheiten liegen immer am Wegrande bereit, wenn man sie nur zu sehen wüsste.

Wirke nie mit Trugschlüssen und kleinlichen Spitzfindigkeiten, mit denen man nur die Spreuer bewegt.

Wohlwollen und Liebe können nicht gehegt werden, ohne den Träger zu veredeln, und sie tun dieses am glänzendsten, wenn sie dem gelten, was man einen Feind oder Widersacher nennt.

Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist, das Tier lacht nicht.

Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!

Alles Große und Edle ist einfacher Art.

An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig wenn es verschlossen ist.

Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen.

Der Gedanke ist es, der das Wort adelt.

Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

Diene deinen Freunden, ohne zu rechnen.

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.

Es hat schließlich jeder seine Zeit, die einmal kommt.

Es ist gesünder, zu hoffen und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun.

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!

In der Familie beginnt die wahre Politik.

Wer einen Tag vollendet hat in irgendeinem Tagewerk, der hat einen Acker bestellt für die Ewigkeit

Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.

Bitte keinen zweimal, der dir nicht borgen will! (Quelle: Der grüne Heinrich; 1855)

Dort, wo der Weltgeist in stiller Größe waltet, immer neue Wunder schaffend, am Donner des schäumenden Wasserfalls oder beim Glanze jener leuchtenden Systeme, die über uns sich kreuzen, findet der wahre Mensch seine heiligsten Stunden.

Ein guter Witz geht immer für ein Stück Brot, und ein leichter Sinn ersetzt manchen Becher Wein.

Etwas wagen muss das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

Ich habe mich durch eigene Erfahrung daran gewöhnt, alle Misere dieses Lebens als unbedeutend und vorübergehend zu betrachten und fest an die Zukunft zu glauben.

Immer die gegenwärtige Stunde, das ist Gottes Stunde. Das ist das Stück Ewigkeit und das Stück Chaos, das um Gestaltung ringt - in dir - durch dich.

Immer machen einige gute Menschen ein warmes Stübchen aus, auch ohne Ofen, Dach und Fenster.

In geborgtem Geld ist kein Segen.

Kleider machen Leute. (Quelle: Titel der gleichnamigen Novelle; 1874)

Mit einem Menschen, welcher den gekreuzigten Gottmenschen verehrt, ist immer noch mehr anzufangen als mit einem, der weder an die Menschen noch an die Götter glaubt.

Mit leichtem Herzen und leichten Händen halten und nehmen, halten und lassen.

Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, lässt man nicht selten das Herz erkalten.



— Gottfried Keller (1819 - 1890) war ein Schweizer Dichter und Politiker.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Gottfried Keller" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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