Gabriel Laub - Zitate

— Gute Zitate (50), Aphorismen und Sprüche von "Gabriel Laub" (Schriftsteller; DE)

— Beliebtes Zitat:

Zukunft ist die Zeit, in der man die ganze Vergangenheit kennen wird. Solange man die Vergangenheit nur teilweise kennt, lebt man in der Gegenwart.

Gabriel Laub (* 24. Oktober 1928 in Bochnia, Polen; † 3. Februar 1998 in Hamburg) war ein mehrsprachiger (polnisch, russisch, tschechisch und deutsch) Journalist, Satiriker und Aphoristiker polnisch-jüdischer Herkunft.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Gabriel Laub Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Fremder Arbeitseifer ist immer ärgerlich: Er ist für uns entweder Konkurrenz oder Vorwurf.

Maske: der einzige Teil des Gesichts, das sich der Mensch selber aussucht.

Die Krone: eine Kopfbedeckung, die den Kopf überflüssig macht.

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.

Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

Die Zukunft der Literatur liegt im Aphorismus. Den kann man nicht verfilmen.

Phantasie ist etwas, was sich die meisten Leute gar nicht vorstellen können.

Der Wert der Ideale steigt. Wenigstens behaupten das diejenigen, die ihre Ideale erfolgreich verkauft haben.

Schon die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben.

Der Mann erträgt die Ehe aus Liebe zur Frau. Die Frau erträgt den Mann aus Liebe zur Ehe.

Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür.

Manche Kritiker fassen jene Autoren am härtesten an, deren Bücher sie überhaupt nicht angefasst haben.

Als absurd bezeichnen wir, was nicht möglich ist und trotzdem passiert; was möglich ist, aber nicht passiert, bezeichnen wir als typisch.

Aphorismen: Gedankensplitter, die ins Auge gehen.

Bescheiden können nur die Menschen sein, die genug Selbstbewusstsein haben.

Das wirklich Mitteilenswerte lässt sich in zwei Zeilen sagen. Der Rest besteht aus Erklärungen des unklar Formulierten.

Der Computer arbeitet deshalb so schnell, weil er nicht denkt.

Er tat was er konnte, um zu verbergen, dass er nicht konnte, was er tat.

Familienurlaub ist die Fortsetzung des Krieges auf anderem Territorium.

Frieden ist, wenn man woanders schießt.

Gefährlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen Händen.

Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.

Hundertprozentige Demokratie: Keiner ist so unbedeutend, daß er einem anderen nicht schaden kann.

Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

Wenn alle mutig sind, ist das Grund genug, Angst zu haben.

Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.

Als er sich endlich eine Position geschaffen hatte, die es ihm ermöglichte, alles zu sagen, was er dachte, dachte er nur noch an seine Position.

Das Leben kriegt man lebenslänglich.

Das Neujahr und seine Feier ist so was wie eine Theaterpause - man geht ans Buffet auf ein Gläschen und kommt auf seinen Platz zurück. Die Optimisten hoffen dabei, dass der nächste Akt besser sein wird als die vorigen.

Denken ist die einzige Sache, die den Charakter wirklich verdirbt.

Der Aphorimus hat vor jeder anderen Literaturgattung den Vorteil, dass man ihn nicht weglegt, bevor man ihn nicht zu Ende gelesen hat.

Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.

Der Kleine ist schon ein richtiger Mensch. Er kann schon "nein" sagen.

Der Kopf ist jener Teil des Körpers, der uns am häufigsten im Weg steht.

Die Eskimos bekommen warme Wohnungen und müssen arbeiten, um Geld für die Kühlschränke zu verdienen.

Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus.

Die schönsten Frauen sind die, denen wir gefallen.

Ein Faulpelz ist ein Mensch, der sich keine Arbeit damit macht, sein Nichtstun zu begründen.

Eine Frau kann übersehen, dass ihr Mann ein geschätzter Fachmann oder ein bedeutender Philosoph ist, nicht aber ein fremdes Haar auf seinem Pyjama!

Mein Sohn sagte mir - er war damals vielleicht sieben -, dass er lieber für immer ein Kind bleiben möchte, da die Erwachsenen so viel Arbeit und Sorgen haben.

Mensch: ein durch die Zensur gerutschter Affe.

Mit zunehmendem Alter wird man nicht klug - man weiß nur besser, dass es die anderen auch nicht sind.

Nur die Kunst gibt uns die Möglichkeit, etwas zu sagen, was wir nicht wissen.

Papier ist geduldig. Es könnte sogar die Wahrheit ertragen.

Pessimismus wird nur von den Optimisten verbreitet. Die Pessimisten sparen ihn für schlechtere Zeiten auf.

Wenn ich es so überblicke, das Abenteuerlichste in meinem Leben waren die Versuche, dem Abenteuer zu entgehen.

Aphorismen entstehen nach dem gleichen Rezept wie Statuen: man nehme ein Stück Marmor und schlage alles ab, was man nicht unbedingt braucht.

Der Zynismus der Zyniker besteht nicht so sehr darin, dass sie sagen, was sie denken, sondern darin, dass sie denken.



— Gabriel Laub (1928 - 1998) war ein Journalist, Satiriker und Aphoristiker polnisch-jüdischer Herkunft.


Es wurden 50 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Gabriel Laub" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.