Friedrich Dürrenmatt - Zitate

— Gute Zitate (43), Aphorismen und Sprüche von "Friedrich Dürrenmatt" (Schriftsteller; DE)

— Beliebtes Zitat:

Denn wenn ein Blinder nicht allen glaubt, muss er an allem zweifeln. (Quelle: Der Blinde)

Friedrich Dürrenmatt (* 5. Januar 1921 in Konolfingen; † 14. Dezember 1990 in Neuenburg; heimatberechtigt in Guggisberg) war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Friedrich Dürrenmatt Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

In der heutigen Zeit glauben nur noch Sekretärinnen an die Liebe und Komödienschreiber an die Welt. (Quelle: Wutausbrüche (Bd.24))

Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit...

Wichtigtuer sind Leute, die nie etwas Wichtiges tun.

Leserlichkeit ist die Höflichkeit der Handschrift.

Die Hälfte dessen, was man schreibt, ist schädlich, die andere Hälfte unnütz.

Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.

Nichts kann rückgängig gemacht werden, was einmal gedacht wurde.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird. Die Verdrängung dieses Wissens ist das einzige Drama des Menschen.

Die Gerechtigkeit verdammt das Böse, die Hoffnung will bessern, und die Liebe übersieht.

Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die Beherrschten

Die Liebe ist ein Wunder, das immer wieder möglich, das Böse eine Tatsache, die immer vorhanden ist.

Die Wirklichkeit ist nur ein Teil des Möglichen.

Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann.

Einstein pflegte so oft von Gott zu reden, daß ich beinahe vermute, er sei ein verkappter Theologe gewesen.

Es gibt sowenig einen christlichen Staat, wie es christliche Parteien gibt.

Ich habe ins Blaue geschossen und ins Schwarze getroffen. (Aus: Der Richter und sein Henker)

Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

In der Wirtschaft geht es nicht gnädiger zu als in der Schlacht im Teutoburger Wald.

In Rußland wird das Volk durch die Partei verdummt, in den Vereinigten Staaten durch die Television.

Je planmäßiger der Mensch vorgeht, umso wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.

Deine These war, dass die menschliche Unvollkommenheit, die Tatsache, dass wir die Handlungsweise anderer nie mit Sicherheit vorauszusagen und dass wir in ferner den Zufall, der in alles hineinspielt, nicht in unsere Überlegungen einzubauen vermögen, der Grund sei, der die meisten Verbrechen zwangsläufig zutage fördern müsse. (Der Richter und sein Henker)

Es ist mir nicht gelungen, dich der Verbrechen zu überführen, die du begangen hast, nun werde ich dich eben dessen überführen, dass du nicht begangen hast. (Der Richter und sein Henker)

Wenn ich ihn schlecht nenne, so darum, weil er das Gute ebenso aus einer Laune, aus einem Einfall tut wie das Schlechte, welches ich ihm zutraue. Er wird nie das Böse tun, um etwas zu erreichen, wie andere ihre Verbrechen begehen, um Geld zu besitzen, eine Frau zu erobern oder Macht zu gewinnen, er wird es tun, wenn es sinnlos ist, vielleicht, denn bei ihm sind immer zwei Dinge möglich, das Schlechte und das Gute, und der Zufall entscheidet. (Der Richter und sein Henker)

Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie.

Das menschliche Wissen ist dem menschlichen Tun davongelaufen, das ist unsere Tragik. Trotz aller unserer Kenntnisse verhalten wir uns immer noch wie die Höhlenmenschen von einst.

Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, dass er nicht danach handelt.

Das Ziel der Politik vermag nur etwas Selbstverständliches, nie das Glück zu sein.

Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen.

Der Wissende weiß, dass er glauben muss.

Die Politik erlaubt fragwürdige Prognosen.

Die Vitalität wird zu Lasten des Verstandes überschätzt. Dabei sind es die Ochsen und nicht die Denker, die uns zu Tode trampeln.

Ein Intellektueller ist ein Mann, den eine Idee mehr fasziniert als eine Frau.

Je öfter sich ein Politiker widerspricht, desto größer ist er.

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.

Niemand köpft leichter als jene, die keine Köpfe haben.

Am 20. Juli 1969 begann nicht ein neues Zeitalter, sondern der Versuch, sich aus dem unbewältigten 20. Jahrhundert in den Himmel wegzustehlen. Nicht die menschliche Vernunft wurde bestätigt, sondern deren Ohnmacht. Es ist leichter, auf den Mond zu fliegen, als mit anderen Rassen friedlich zusammenzuleben, leichter als eine wirkliche Demokratie und einen wirklichen Sozialismus durchzuführen, leichter als den Hunger und die Unwissenheit zu besiegen.

Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.

Wer in der Politik das Glück sucht, will herrschen.

Durch die Arbeit entsteht aus einem Einfall die Welt.

Man kann die Wahrheit nicht ins Feuer werfen, sie ist das Feuer.

Das Mögliche und das Wahrscheinliche sind nicht dasselbe; das Mögliche braucht noch lange nicht das Wahrscheinliche zu sein.

Ich habe dir nur die Wahrscheinlichkeit meiner These bewiesen. Aber das Wahrscheinliche ist nicht das Wirkliche. Wenn ich sage, dass es morgen wahrscheinlich regnet, braucht es morgen doch nicht zu regnen. In dieser Welt ist der Gedanke mit der Wahrheit nicht identisch.



— Friedrich Reinhold Dürrenmatt (1921 - 1990) war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler.


— Das Werk des politisch aktiven Dürrenmatts umfasste Avantgarde-Dramen, philosophische Kriminalromane und makabre Satire.

Es wurden 43 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Friedrich Dürrenmatt" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.