Ernst von Feuchtersleben - Zitate

— Gute Zitate (47), Aphorismen und Sprüche von "Ernst von Feuchtersleben" (Schriftsteller; AT)

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Auf der Erkenntnis beruht die Freiheit.

Ernst von Feuchtersleben (* 29. April 1806 in Wien; † 3. September 1849 ebenda) war ein österreichischer Arzt, Lyriker und Essayist.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Ernst von Feuchtersleben Zitate (Land: AT / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Selbsterkenntnis ist das wichtigste Resultat aller Bildung.

Reue ist Verstand, der zu spät kommt.

Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.

Aus den Stellen, die jemand in Büchern anstreicht, kann man auf sein Bedürfnis oder auf sein Steckenpferd schließen.

Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen.

Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche.

Das Licht ist für alle Augen; aber nicht alle Augen sind für das Licht.

Der größte Lehrer kann dich nicht umgestalten:
Er kann dich befrei'n; du musst dich entfalten!

Die Kunst kann nicht trösten; sie verlangt schon Getröstete.

Die Schriftsteller entwickeln meist viel mehr Verstand, wenn sie die Gedanken ihrer Gegner, als wenn sie ihre eigenen analysieren.

Die Schule spricht immer von einer unendlichen Möglichkeit und einer endlichen Wirklichkeit.
Und doch ist nur das Mögliche endlich, das Wirkliche aber unendlich.

Die Schwester der mangelnden Neigung ist die entsetzliche Langeweile, ihr Bruder der Müßiggang; eine furchtbare Sippschaft.

Die Theorie ist nicht die Wurzel, sondern die Blüte der Praxis.

Es gibt keine alte und moderne Literatur, sondern nur eine ewige und eine vergängliche.

In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt.

Keiner geht zum Himmel ein,
Der nicht war auf Erden;
Weise will ein jeder sein,
Niemand will es werden.

Man fürchtet, was man nicht versteht.

Man hat nur an so viel Freude und Glück Anspruch, als man selbst gewährt.

Man kann nicht alles aphoristisch, nicht alles systematisch sagen.

Man könnte die Hypochondrie die Eitelkeit des Befindens nennen.

Man lernt von Außen nach Innen, von Innen nach Außen bildet man sich.

Naturforscher sind es, unter denen man die meisten jener Gelehrten nennt, die das höchste, das heiterste Alter erlebten.

Neid ist die Angewohnheit, statt der eigenen Glücksgüter die der anderen zu zählen.

Nur eine Ansicht ist unwahr, die, dass nur eine Ansicht wahr sei.

Ohne Leiden bildet sich kein Charakter, ohne Vergnügen kein Geist.

Pläne sind die Träume der Verständigen.

Umändern kann sich niemand, bessern jeder.

Vor lauter Liebe sich nicht Liebe gönnen,
vor lauter Liebe hassen können:
Sie pflegen's Eifersucht zu nennen.

Wahre Ruhe ist nicht Mangel an Bewegung. Sie ist Gleichgewicht der Bewegung.

Wer eine Sache in ein treffendes Gleichnis bringen kann, hat sie verstanden.

Der Umgang mit Menschen ist wahrer Umgang. Man geht ewig umeinander herum, ohne sich näherzukommen.

Du schmachtest nach der Freundin Blick als nach des Lebens schönstem Glück? Glaub mir: so schaut dich niemand an wie jener, dem du wohlgetan.

Ein freier Mensch ist ein Mensch, der nach der Vernunft lebt.

Gebrauche deine Kraft man lebt nur, wenn man schafft.

Jeder wahre Gedanke trägt das Universum in sich, und keiner spricht es aus.

Wenn wir zürnen hat unser Gegner seinen Zweck erreicht: Wir sind in seiner Gewalt

Wer unter Toren schweigt, lässt Vernunft, wer unter Vernünftigen schweigt, Torheit vermuten.

Das Kleine in einem großen Sinne behandeln ist Hoheit des Geistes; das Kleine für groß und wichtig halten ist Pedantismus.

Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.

Höher und dauernder ist keine Sehnsucht als die nie zu befriedigende.

Man hat allerdings Stimmungen; aber wehe dem, den die Stimmungen haben.

Vernunft hat jeder! Und wie wenige sind vernünftig!

Wo nichts mehr zu enträtseln bleibt, hört unser Anteil auf.

Die Ironie des Schicksals, die zerreißend in das Spinnengewebe der Sterblichen greift und das Gefühl ihrer Sicherheit furchtbar verneint, wird im Empfänglichen Religion

Sanfte Leidenschaften erheitern den Horizont des Daseins; bewegen, ohne zu ermüden; erwärmen, ohne zu verzehren.

Wären wir von Kindheit an gewohnt, unsere Umgebung zu einer freundlichen Ordnung zu gestalten, so würde auch unser Inneres diese Ordnung durch eine harmonische Stimmung der Seele abspiegeln.



— Ernst Maria Johann Karl Freiherr von Feuchtersleben (1806 - 1849) war ein österreichischer Arzt, Lyriker und Essayist.


Es wurden 47 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Ernst von Feuchtersleben" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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