Erasmus von Rotterdam - Zitate

— Gute Zitate (54), Aphorismen und Sprüche von "Erasmus von Rotterdam" (Theologe; NL)

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Am Ende stellt sich die Frage:
Was hast du aus deinem Leben gemacht?
Was du dann wünschst, getan zu haben, das tue jetzt.

Erasmus von Rotterdam (* 28. Oktober 1466 bis 1469, in Rotterdam; † 11./12. Juli 1536 in Basel) war ein bedeutender Gelehrter des Renaissance-Humanismus.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Erasmus von Rotterdam Zitate (Land: NL / Berufsgruppe: Theologe).

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Thema Abenteuer)

Alles bezwingt die Liebe, und kämpft doch ohne Mord und Blut.

Besser ist es, weniger zu wissen und mehr zu lieben, als viel zu wissen und nicht zu lieben.

Der Geist hebt uns zum Himmel, das Fleisch drückt uns nieder zur Hölle.

Der Körper kann ohne den Geist nicht bestehen, aber der Geist bedarf nicht des Körpers.

Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.

Die ganze Welt ist ein gemeinsames Vaterland.

Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist.

Doch der Besitz verschafft Freunde. Das gebe ich zu; aber falsche, und er verschafft sie nicht dir, sondern sich.

Dort ist meine Heimat, wo ich meine Bibliothek habe.

Du triffst Vorsorge für das Alter, damit dem Körper nichts fehle. Solltest du dir nicht Gedanken darüber machen, ob der Seele etwas fehlt?

Du verehrst die Heiligen, du freust dich, ihre Reliquien zu berühren. Doch du verachtest das Beste, was sie überliefert haben: das Beispiel des reinen Lebens.

Du wäschst einen Mohren. Du bleichst einen Mohren. […] wird insbesondere verwendet, wenn eine unedle Sache mit blumigen Worten ausgeschmückt, ein Unlöblicher gelobt oder ein Unbelehrbarer belehrt wird.

Egoismus ist eine Tugend der Selbständigkeit.

Es gehört sich, daß der Leser an ein zu lesendes Buch so herangeht, wie der wohlerzogene Gast zu einem Gastmahl zu gehen pflegt.

Es gibt zu viele Sorten von Menschen, als dass man für alle fertige Antworten bereithalten könnte.

Hüte dich davor zu denken: »Das tut jeder«.

Ich weiß nicht, ob jemand seinen Körper zur Gänze kennt. Und den Zustand seines Geistes soll jeder kennen?

Ich will lieber mit einem aufrichtigen Türken als mit einem falschen Christen zu tun haben.

Intelligenz macht schüchtern.

Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen.

Laß dich von großen Namen nicht blenden!

Man glaubt gar nicht, mit welcher Schlauheit die Weibchen es fertig bringen, ihre dummen Streiche zu bemänteln.

Man muss sich sehr hüten, sich über einen Fehler geringschätzig hinwegzusetzen. Denn kein Feind siegt häufiger als der, den man verächtlich behandelt.

Manche Laster lassen im Alter nach, andere werden ärger.

Niemals muss man gewissenhafter auf Posten stehen, als wenn der Feind so tut, als wolle er Frieden schließen; nie haben wir ihn weniger zu fürchten, als wenn er uns offen angreift.

Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.

Vornehmheit, alte Familie, Ahnentafel, Stammbäume und dieser ganze Pomp sollte als leerer Schall erkannt werden. Einzig das hat Anspruch auf Beachtung, was Zeugnis der Ehre ist.

Was gibt es Törichteres, als von seinen eigenen guten Eigenschaften bezaubert, von seinen Verdiensten entzückt zu sein?

Was in der Natur liegt, gilt nicht als Verdienst.

Wer den Kern sucht, muss die Schale brechen.

Wer die Kunst versteht, mit sich selbst leben zu können, kennt keine Langeweile.

Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die größte Sünde.

Wie ein Sattel nicht zum Ochsen, so passt die Bildung nicht zur Frau.

Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

Es genügt nicht, dass die Vögel des Kummers um dein Haupt fliegen; du musst ihnen ein Nest in deinem Haar bauen!

Wenn ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich mir davon Bücher. Wenn dann noch etwas übrig ist, kaufe ich mir Essen und Kleidung.

Der du die wahre Sonne der Welt bist, die immer auf- und niemals untergeht.

Die Allgemeinheit war ja wohl immer schon der schlechteste Lehrer für das Leben und Fühlen. Und niemals stand es so gut um die menschlichen Dinge, dass nicht der großen Menge gerade das Schlechteste gefiel.

Die Zahl der Dummen und Einfältigen ist überall sehr groß.

Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert.

Eine große Stadt bedeutet große Einsamkeit.

Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?

Nicht das Geräusch der Lippen, sondern das glühende Gelübde des Herzens gewinnt gleich einer hellen, lauteren Stimme die Ohren Gottes.

Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.

Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

Ob ein fröhliches Mahl überhaupt ohne Frauen denkbar ist, lasse ich offen. Ich führe nur die Tatsache an, dass jeder Schmaus, der durch die Torheit nicht belebt wird, der lieblichsten Würze entbehrt.

Sei dessen eingedenk, dass zwischen einem Verrückten und einem, der vor Zorn rast, kein größerer Unterschied ist, als zwischen einer vorübergehenden und einer dauernden Tollheit.

Wenn das Böse die Wurzel aller Geheimnisse ist, dann ist Schmerz die Wurzel allen Wissens.

Ähnliches wird von Ähnlichem ergriffen.

Der Besiegte weint, der Sieger geht zu Grunde.

Was ist das menschliche Leben anderes als eine Komödie oder ein Schauspiel, wo einer in dieser, der andere in jener Larve auftritt und seine Person agiert, bis ihn sein Prinzipal wieder abtreten heißt?

Wie es nichts Törichteres gibt als unzeitige Weisheit, so gibt es auch nichts Unverständigeres als übel angebrachte Klugheit. Es ist wirklich eine grobe Verkehrtheit, wenn man sich den übrigen nicht anbequemen und mit der Zeit, in der man geboren, nicht leben will. Dann sollte man sich doch wenigstens jenes Gesetzes erinnern, das bei den Festmählern der Griechen galt: "Sauf oder lauf!"



— Desiderius Erasmus von Rotterdam (1466 - 1536) war ein niederländischer Priester, Kritiker und Theologe.


— Durch seine kirchenkritische Haltung und religiösen Toleranz gilt Erasmus, der als Theologe, Priester, Augustiner-Chorherr, Philologe und Autor zahlreicher Bücher wirkte, als Vorreiter der Reformation.

Es wurden 54 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Erasmus von Rotterdam" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Theologe") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Priestern, Mystikern, Religionsgründern, Seelsorgern, Geistlichen, etc.