Epiktet - Zitate

— Gute Zitate (49), Aphorismen und Sprüche von "Epiktet" (Philosoph; GR)

— Beliebtes Zitat:

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.

Epiktet (* um 50 in Hierapolis in Phrygien; † um 138 in Nikopolis in Epirus) war ein antiker Philosoph der späten Stoa.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Epiktet Zitate (Land: GR / Berufsgruppe: Philosoph).

Wie mit den Füßen, so darf man auch mit den Hoffnungen nicht so weit ausholen.

Es verrät geistige Armut, sich dauernd mit dem Körper zu beschäftigen, zum Beispiel zu viel Sport zu betreiben, zu viel zu essen, zu viel zu trinken, zu oft seine Notdurft zu verrichten und seinem Sexualtrieb freien Lauf zu lassen.

Weise ist der Mensch, der nicht nach den Dingen trauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.

Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.

Wenn du gut sein willst, so nimm zuerst an, daß du schlecht bist!

Der erste und notwendigste Bereich der Philosophie umfasst die Anwendung ihrer Lehren.

Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Die Lüge braucht stets einen Komplizen.

Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt, die Bücher sind voll davon - woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden.

Lache nicht zuviel, nicht über alles und nicht überlaut.

Einem Arzt, der nichts verschreibt, zürnen die Kranken und glauben, sie seien von ihm aufgegeben.

Versuche dich um Himmels Willen an kleinen Dingen; erst danach mache mit größeren weiter.

Nenne dich niemals einen Philosophen und sprich unter Ungebildeten auch möglichst nicht über die philosophischen Lehrsätze, sondern handle danach.

Wir sollten alles gleichermaßen vorsichtig wie auch zuversichtlich angehen.

Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht.

Ruin und Wiederaufbau liegen dicht beieinander.

Benimm dich im Leben wie bei einem Gastmahl.
Eine Speise wird herumgetragen und gelangt zu dir: Du langst dir zu und nimmst mit Anstand davon.
Sie wird vorübergetragen: Du hältst sie nicht zurück.
Sie ist noch nicht an dich gekommen: Du unterdrückst dein Verlangen und wartest ruhig, bis sie an dich kommt.

So mache es deinen Kindern, deinem Weibe, Ehrenstellen und Reichtümern gegenüber, und du wirst ein Tischgenosse der Götter sein.

Der Mensch hat zwei Ohren und eine Zunge, damit er doppelt so viel hören kann, wie er spricht.

Ermahnen ist besser als schelten. Jenes ist sanft und freundlich, dieses hart und rücksichtslos. Jenes sucht die Fehler zu bessern, dieses nur zu überführen.

Wenn du eine Rolle übernimmst, die deine Kräfte übersteigt, so gibst du dir nicht nur hierin eine Blöße, sondern versäumst auch die, die du hättest ausführen können.

Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise uns und kennt der Götter Welten.

Zustand und Charakter eines Durchschnittsmenschen: Niemals erwartet er Nutzen oder Schaden von sich selbst, sondern nur von den äußeren Umständen.
Zustand und Charakter eines Philosophen: Er erwartet allen Nutzen und allen Schaden von sich selbst.

Bedenke, daß Du nur Schauspieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.

Bei einer Mahlzeit bewirtest du zwei Gäste: Deinen Leib und deine Seele.

Das Lernen allein genügt nicht, sondern man muss auch die Gewöhnung hinzunehmen und dann die Übung.

Der Tod ist nichts Schreckliches. Nur die schreckliche Vorstellung macht ihn furchtbar.

Die Krankheit ist ein Hindernis für den Körper nicht für den Willen sofern dieser es nicht selbst so will.

Ein Schiff sollte man nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.

Habe täglich den Tod vor Augen; das wird dich vor kleinlichen Gedanken und vor maßlosen Begierden bewahren

Sei nicht feiger als die Kinder! Wenn es dir angezeigt erscheint, sage: "Ich spiele nicht mehr mit"

Sich zu bilden heißt, lernen zu wollen, wie alles geschieht.

Tust du etwas in der Überzeugung dass es getan werden müsse so scheue dich nicht dabei gesehen zu werden auch wenn die große Menge anders darüber denken sollte.

Wer nicht sein eigener Meister, ist nicht frei.

Eins von beiden musst du wählen: entweder bei deinen alten Freunden ebenso beliebt sein wie früher, indem du ebenso bist wie früher, oder, falls du über deinen früheren Standpunkt hinausgeschritten bist, auf deine früheren Beziehungen zu verzichten.

Sage nie von einer Sache: ich habe sie verloren, sondern: ich habe sie zurückgegeben.

Wir müssen die Dinge, die in unserer Macht stehen, möglichst gut einrichten, alles andere aber so nehmen, wie es kommt.

Alles, was der Natur gemäß geschieht, geschieht richtig.

Befreie dich von der falschen Meinung, und du befreist dich vom Übel.

Bleibe deinen Vorsätzen wie gewöhnlichen Gesetzen treu - in der Überzeugung, dass du eine gottlose Tat begehst, wenn du sie missachtest.

Deine Aufgabe ist, die Rolle, die dir zuerteilt wurde, gut zu spielen; die Auswahl der Rolle steht einem anderen zu.

Gleich wie die Sonne, damit sie aufgehe, nicht auf Gebet oder Beschwörung harrt, sondern einfach scheinet und den Menschen mit Freuden empfangen wird: Also sollst auch du nicht auf Beifall, Anklopfen und Lob warten, damit du Wohltaten erzeigest. Tue sie freiwillig, so wirst du auch wie die Sonne geliebt

Nicht wie die Dinge wirklich sind, sondern wie sie in unserer Einstellung und Vorstellung sind, macht uns zufrieden oder unzufrieden.

Setze dir ein Muster und Vorbild und lebe danach, sowohl wenn du allein bist, als wenn du unter Leute kommst.

Verlange nicht, dass das was geschieht, so geschieht wie du es wünschst, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wird heiter dahinströmen.

Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitten wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder Schmeichelei noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun.

Aus dir selbst heraus musst du es tun: Dann wirst du wie die Sonne geliebt werden

Diese Gedanken dürfen dich nicht quälen: "Ich werde ohne Ansehen leben und nirgends etwas gelten." Falls das Fehlen von Ansehen wirklich ein Unglück ist: Du kannst doch nicht durch einen anderen im Unglück oder in Schande leben. Hängt es etwa von dir ab, ein Amt zu bekommen oder zu einem Gastmahl eingeladen zu werden? Keineswegs. Wieso ist dies dann noch als Fehlen von Ansehen zu verstehen?

Es ist deine Aufgabe, die erhaltene Rolle gut durchzuführen. Die Rolle auszuwählen kommt einem anderen zu.

Von allem, was existiert, hat Gott einen Teil in unsere Verfügungsgewalt gegeben, den anderen Teil nicht. In unserer Macht steht das Schönste und Wichtigste: der Gebrauch unserer Eindrücke und Vorstellungen. Denn wenn diese Möglichkeit richtig genutzt wird, bedeutet dies Freiheit, Glück, Heiterkeit, Würde, aber auch Recht, Gesetz, Selbstbeherrschung und Tüchtigkeit in jeder Form.

Wie du beim Gehen darauf achtest, dass du nicht in einen Nagel trittst oder dir den Fuß verstauchst, so nimm dich auch davor in Acht, dass das leitende Prinzip in dir keinen Schaden nimmt.
Und wenn wir diese Regel bei jeder Handlung einhalten, dann werden wir mit größerer Sicherheit an die Sache herangehen.



— Epiktet (55 - 135) war ein antiker Philosoph und einer der einflussreichsten Vertreter der späten Stoa.


— Epiktet (lateinisch Epictetus) wurde als Sklave in Hierapolis (Phrygien heute Pamukkale, Türkei) geboren und lebte bis zu seiner Verbannung (89 n. Chr.) in Rom.

Es wurden 49 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors " Epiktet" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosoph") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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