Emanuel Wertheimer - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Emanuel Wertheimer" (Schriftsteller; AT)

— Beliebtes Zitat:

Am kenntlichsten ist ein Ehepaar an der Unähnlichkeit mit einem Brautpaar.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916) war ein deutsch-österreichischer Aphoristiker ungarischer Herkunft.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Emanuel Wertheimer Zitate (Land: AT / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Auf den obersten Stufen des Glücks begegnet man noch mehr Wünschen und Bedürfnissen als auf den untersten.

Auf dieser Welt ist ein halbes Glück schon ein seltenes Glück.

Das eigne Wohlbefinden beruhigt so sehr über das aller andern.

Das eine kann man der Heuchelei nicht nehmen: das Sprechen hat sie von der Aufrichtigkeit gelernt.

Das Gebet der Armen ist eine Mahnung, das der Reichen eine Bestätigung.

Das Glück besteht, nach der Weisheit vieler, die es im Übermaß besitzen, aus Entbehrungen.

Das Leben gleicht einer Reise, Silvester einem Meilenstein.

Dem Glück der Menschen fehlt nur die Genügsamkeit der Tiere.

Den ersten Unterricht erhalten wir im Aberglauben.

Den Schlaf kann kein Glücklicher schätzen.

Den Toten fehlt nichts als das Bewusstsein ihres Glücks.

Der Fortschritt erdrückt uns mit Bedürfnissen; er macht die Bequemlichkeit von gestern zur Unbequemlichkeit von heute, und so genießen wir ein immer sorgenvolleres Glück.

Der Mensch bedarf des Lobes fast wie der Nahrung.

Der Neid wetteifert mit der Ungeduld, wenn er die Schadenfreude erwartet.

Der originelle Kopf bemerkt, was der gewöhnliche nur sieht.

Die Armut ließe sich rasch beseitigen, wenn sich die Wohlhabenden dadurch bereichern könnten.

Die Kirche wird immer ein Bedürfnis bleiben. Man geht als Schuldner hinein und kommt als Gläubiger heraus.

Die Liebe lehrt uns vieles – vor allem bereuen.

Die Liebe würde ihren Namen verdienen, könnte sie sich die Beständigkeit der Eigenliebe zum Muster nehmen.

Die Natur übte erst mit Blumen, ehe sie die Frauen schuf.

Die Toilette verjüngt alles, nur nicht, was sie sollte: das Gesicht.

Die Uniform sichert manchem Fähigkeiten, die das bürgerliche Kleid nicht gewährt.

Die Vornehmen tragen so wichtige Mienen zur Schau, als ob großes Glück großer Geistesanstrengung bedürfte.

Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.

Es bedürfte zu vieler Verdienste, um das zu sein, was man von sich hält.

Es gibt einige Tugenden, die bestehen bleiben: die, welche uns Vorteil bescheren!

Es gibt Gesetze, die auf die Anklagebank gehören.

Gebet des Armen ist scheue Erbittung,
der Reiche indessen wünscht eine Quittung.

Gegenwärtiges Glück verstehen wenige zu genießen.

Geist ist die Jugend des Alters.

Gewohntes Unglück sieht gewohntem Glück sehr ähnlich.

Ihr Glück begreifen die wenigsten, unglücklich zu sein verstehen alle.

Jede Mode ist zweimal lächerlich: am Anfang und am Ende.

Kain und Abel bilden so ziemlich den ganzen Inhalt der Weltgeschichte.

Ladet man das Glück zu sich, verspricht man ihm die überschwängliche Aufnahme - und ist es da, versäumt man sogar, es zu empfangen.

Ließe sich aus ihr kein Gewerbe machen, gäbe es vielleicht nur eine Religion: die Nächstenliebe.

Man beneidet manchen um das, worum er sich bedauert.

Man demütigt sich vor andern, nicht für andre.

Man könnte jedes Unglück ertragen, wäre man nicht dem Trost, dem Mitleid und den verspäteten Ratschlägen der Glücklichen ausgesetzt.

Man verliert den Schwerpunkt, wenn man den Kopf allein füllt.

Man wird überflüssig, wenn man aufhört, Hoffnungen zu erregen.

Manchem fehlt nur die Zeit, um glücklich zu sein - die Zeit, die ihm die Habgier raubt.

Männer lieben aus Ehrgeiz, Frauen sind ehrgeizig aus Liebe.

Mit dem Alter streift man die Erziehung allmählich wieder ab und kehrt zur Natur zurück - zur eignen aber.

Müsste man statt Gebeten Geld emporsenden, fast alle wären Atheisten!

Neid ist unbedingte Anerkennung.

Nichts reichen wir einander so freigebig wie unsere Hände – aber leer.

Niemand vermutet, wie viel von seiner Ehrlichkeit er den Gesetzen zu verdanken hat.

Noch so viel Gesetze - all unsre Laster erreichen sie doch nie!

O ja, es gibt eine platonische Liebe - aber nur unter Eheleuten.

Oft grüßt der Zufall, ohne dass wir danken, öfter noch grüßen wir, ohne dass er dankt.

Rechne stets auf Undankbare, und du wirst nie getäuscht.

Selbstmörder! - Dies entehrende Wort konnten nur Menschen erfinden ohne Herz - also ohne Leiden.

Solange es Reiche und Arme gibt, wird man Kluge und Dumme verwechseln.

Strebt die Mittelmäßigkeit nach Originalität, entdeckt sie eine neue Natur, gegen welche die alte unnatürlich erscheint.

Um in Gesellschaft für geistreich zu gelten, muss man über jede Art von Schmeichelei verfügen.

Unsere Gewissenhaftigkeit geht so weit, lieber nichts, als an Unrechter Stelle zu geben.

Unter allen Langweiligen sind die schweigsamen noch die unterhaltendsten.

Verleumdungen langweilen nie.



— Emanuel Wertheimer (1846 - 1916) war ein deutsch-österreichischer Aphoristiker ungarischer Herkunft.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Emanuel Wertheimer" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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