Elias Canetti - Zitate

— Gute Zitate (42), Aphorismen und Sprüche von "Elias Canetti" (Schriftsteller; DE)

— Beliebtes Zitat:

Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des Gelesenen hängt es ab, was du bist.

Elias Canetti (* 25. Juli 1905 in Russe, Fürstentum Bulgarien; † 14. August 1994 in Zürich) war ein Schriftsteller und Aphoristiker deutscher Sprache.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Elias Canetti Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Man mag drei- oder viertausend Menschen gekannt haben, man spricht aber immer nur von sechs oder sieben.

Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der die Macht attackiert hat, ohne sie für sich zu wollen.

Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.

Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

Alles was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe.

Als ob man wissen könnte, welcher guten Tat ein Mensch fähig ist! Man weiß ja auch nicht, welcher schlechten.

Das Gefährliche an den Verboten: dass man sich auf sie verlässt, dass man nicht darüber nachdenkt, wann sie zu ändern wären.

Das Gefährlichste an der Technik ist, dass sie ablenkt, vom dem, was den Menschen wirklich ausmacht, vom dem, was er wirklich braucht.

Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.

Die Vorstellung, dass einem das Leben geschenkt worden ist, erscheint mir ungeheuerlich.

Erfolg hört nur auf Applaus. Für alles andere ist er taub.

Feig, wirklich feig ist nur, wer sich vor seinen Erinnnerungen fürchtet.

Immer zierlicher die Uhren, immer gefährlicher die Zeit.

Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was draus wird, wenn sie nicht verändert werden?

Sehr schwer ist es, nicht mehr zu sagen, als man sagen will.

Wer von all seinen Gewohnheiten Kenntnis nähme, wüßte nicht mehr, wer er ist.

Wie leicht sich das sagt: sich selber finden! Wie man erschrickt, wenn es wirklich geschieht!

Wie oft muss man sagen, was man ist, bis man es wirklich wird?

Das Furchtbarste so sagen, dass es nicht mehr furchtbar ist, dass es Hoffnung gibt, weil es gesagt ist.

Das Schwerste: immer wieder entdecken, was man ohnehin weiß.

Das Vielsinnige des Lesens: Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat.

Der Beweis ist das Erb-Unglück des Denkens.

Er legt Sätze wie Eier, aber er vergisst, sie zu bebrüten.

Es gibt keinen starken Wunsch, für den man nicht zahlen muss. Doch sein höchster Preis ist, dass er in Erfüllung geht.

Es ist wichtig, alle großen Gedanken wiederzusagen, ohne zu wissen, dass sie schon gesagt worden sind.

Es mag nicht immer wichtig sein, was man täglich denkt. Aber ungeheuer wichtig ist, was man täglich nicht gedacht hat.

Frei bist du, wo man dich nicht liebt.

Glaube keinem, der immer die Wahrheit spricht.

In einer wirklich schönen Stadt lässt sich auf die Dauer nicht leben - sie nimmt einem die Sehnsucht.

Ist jeder gut zum Sterben? Man kann es nicht sagen. Es müsste jeder erst länger leben.

Kriege werden um ihrer selbst willen geführt. Solange man sich das nicht zugibt, werden sie nie wirklich zu bekämpfen sein.

Manche Sätze geben ihr Gift erst nach Jahren her.

Prinzip der Kunst: mehr wiederfinden als verlorengegangen ist.

Warum sind nicht mehr Leute aus Trotz gut?

Wenn die Menschen vom Leben und Treiben in ihnen auch nur die leistete und unverbindlichste Ahnung hätten, würden sie vor vielen Worten und Redensarten zurückschaudern wie vor Gift.

Wenn ihr nackt gegeneinander antreten müsstet, würde euch das Schlachten schwerer fallen. - Die mörderischen Uniformen.

Ein niederschmetternder Gedanke: dass es vielleicht überhaupt nichts zu wissen gibt; dass alles Falsche nur entsteht, weil man es wissen will.

Es gibt keinen Schmerz, der nicht zu übertreffen wäre, das einzig Unendliche ist der Schmerz.

Tiere sind schon darum merkwürdiger als wir, weil sie ebenso viel erlebt haben, es aber nicht sagen können. Ein sprechendes Tier wäre nicht mehr als ein Mensch.

Er möchte ganz von vorn beginnen. Wo ist vorn?

Man kann einem Menschen nichts Böseres tun, als sich ausschließlich mit ihm zu beschäftigen.



— Elias Canetti (1905 - 1994) war ein in Bulgarien geborener, deutschsprachiger Schriftsteller und Aphoristiker.


— Canetti war der älteste Sohn einer wohlhabenden sephardisch-jüdischen Kaufmannsfamilie und wuchs in Russe (Bulgarien), Manchester (England) und Wien auf.

Es wurden 42 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Elias Canetti" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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