Charles Baudelaire - Zitate

— Gute Zitate (57), Aphorismen und Sprüche von "Charles Baudelaire" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler.
Quelle: Die künstlichen Paradiese

Charles Baudelaire (* 9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867 ebenda) war ein französischer Schriftsteller und einer der bedeutendsten Lyriker der französischen Sprache.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Charles Baudelaire Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Bei genauem Hinsehen zeigt sich, daß Arbeit weniger geisttötend ist als Amusement.

Vollkommene Aufrichtigkeit ist der Weg zur Originalität.

Die Männer, die mit ihren Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die wissen, wie man ohne sie auskommt.

Das Leben ist ein Hospital, in dem jeder Patient den Wunsch hat, sein Bett zu wechseln.
Der eine möchte lieber vor dem Kaminfeuer leiden, der andere ist überzeugt, daß er nahe dem Fenster gesund werden würde.

Die gefährlichste List des Teufels besteht darin, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.

Quelle: Der freigebige Spieler

Bei den Frauen gibt es zwei Möglichkeiten, entweder sie sind Engel, oder sie leben noch.

Da die Kirche die Liebe nicht unterdrücken konnte, hat sie sie zumindest desinfizieren wollen, und darum die Ehe eingesetzt.

Die Schönheit kann ebenso gut aus der Hölle stammen wie aus dem Himmel.

Es schlägt die Uhr zur Mitternacht,
Und spöttisch stellt sie uns die Frage,
Ob wir bedacht, was wir am Tage,
Der nun entflohen ist, gemacht

Ich begreife nicht, wie eine reine Hand eine Zeitung berühren kann, ohne Krämpfe von Ekel zu bekommen.

In der Pantomime haben wir die höchste Läuterung der Komödie, sie ist ihre Quintessenz: das reine Element des komischen, abgezogen und als Konzentrat.

Nur Schurken sind vom Erfolg überzeugt. Deswegen haben sie Erfolg.

Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

Dass man mitunter Gesichter verwechselt, hat seinen Grund darin, dass das wirkliche Bild verdunkelt wird von dem geistigen Bild, das ihm entspringt.

Den Eintagsfliegen gleichen meine Küsse,
Die abends kosend klare Seen umziehn,
Die deines Freundes graben tiefe Risse,
Ziehn über dich wie Pflüg und Wagen hin.

Die Dämmerung versetzt die Wahnsinnigen in Erregung.

Die Völker beten die Autorität an.

Die Welt funktioniert nur durch das Missverständnis. Eben durch dieses universale Missverständnis bringt sich jeder mit dem anderen in Übereinstimmung.

Durch das Opfer bestätigt die Revolution den Aberglauben.

Eine Folge von kleinen Willensakten liefert ein bedeutendes Ergebnis.

Eine Frau ohne Rivalin altert schnell.

Eine Schablone schaffen, das ist Genie.

Eine Sprache mit Geschick handhaben heißt, eine Art Beschwörungszauber treiben.

Es ist bedauerlich, daß man unter den Menschenrechten das Recht vergessen hat, sich selbst zu widersprechen.

Genie ist die wiedergefundene (wiedergewonnene) Kindheit.

Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.

Große Genies machen keine Fehler. Sie haben das Privileg der Unmäßigkeit in jedem Sinn des Wortes.

Kürze erfordert immer mehr Mühe als Weitschweifigkeit.

Liebe ist so ungefährlich wie ein Löffel Salzsäure auf nüchternen Magen.

Man muss träumen wollen, um träumen zu können.

Mir scheint, ich fühle mich immer dort wohl, wo ich nicht bin.

Nach einer Ausschweifung fühlt man sich stets noch einsamer, noch verlassener.

So sittsam ist ihr Ton und weich;
Ob milde oder voller Groll,
Stets sind die Laute tief und reich,
Verlockend und geheimnisvoll.

Was die Liebe so lästig macht, ist der Umstand, daß sie ein Verbrechen ist, das man nicht ohne Komplizen begehen kann.

Was ist Liebe? Das Bedürfnis sich selbst zu entkommen.

Wer eine verführerische Eva und zugleich eine gute Hausfrau haben möchte, wird um Bigamie kaum herumkommen.

Auf eine letzte Wahrheit gebracht: die Arbeit ist weniger langweilig als das Vergnügen.

Bete, bete ohne Unterlass. Das Gebet ist ein Vorrat an Kraft.

Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.

Die Arbeit: eine fortschreitende und anhäufende Kraft die Zinsen trägt wie das Kapital sowohl hinsichtlich der Fähigkeiten als auch der Ergebnisse.

Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der unbegabten und er Faulen.

Es gibt kein schöneres Vergnügen als einen Menschen dadurch zu überraschen dass man ihm mehr gibt, als er erwartet hat.

Herr, gib mir die Kraft und den Mut, mein Herz und meinen Körper ohne Ekel zu betrachten.

Indem man das, was man zu tun hat, aufschiebt läuft man Gefahr, es nie tun zu können

Unser Verlangen nach Lust verknüpft uns der Gegenwart. Die Sorge um unser Heil macht uns von der Zukunft abhängig.

Das einzige Interessante auf Erden sind die Religionen.

Das Leben hat nur einen wirklichen Charme: das Spiel. Aber wenn es einem gleichgültig ist, zu verlieren oder zu gewinnen?

In jedem Menschen sind zu jeder Stunde gleichzeitig zwei Begehren mächtig, das eine nach Gott, das andere nach dem Teufel. Der Ruf nach Gott, die Geistigkeit, ist ein Wunsch empor zu steigen, der nach Satan, der tierische Trieb, die Lust zu sinken.

Man soll niemandes Sensibilität verachten. Eines jeden Sensibilität ist sein Genie.

Wer immer wert ist, Mensch zu sein, trägt eine Natter in der Seele; dort thront sie und erteilt Befehle, und sagt er: »Ja!« so spricht sie: »Nein!«

Wir lieben die Frauen umso mehr, je fremder sie uns sind.

Die einzige Möglichkeit, zu Geld zu kommen, liegt in einer Arbeit, die um ihrer selbst willen getan wird.

Je mehr man arbeitet, desto besser arbeitet man, und desto mehr will man arbeiten. Je mehr man hervorbringt, desto fruchtbarer wird man.

Man sagt, ich sei dreißig Jahre alt. Wenn ich aber drei Minuten in einer gelebt habe - bin ich dann nicht neunzig Jahre alt?

Masse, Alleinsein: gleichwertige und austauschbare Begriffe für den schaffenden und schöpferischen Dichter. Wer nicht versteht, sein Alleinsein zu bevölkern, der versteht auch nicht, in einer geschäftigen Menge allein zu sein.

Wenn ein schönes Gedicht Tränen in die Augen drängt, so sind diese Tränen nicht ein Beweis eines freudigen Überschwanges, sondern sie zeugen von einer Natur, die, in diese Unvollkommenheit verbannt, sich gleich auf der Erde schon eines geoffenbarten Paradieses bemächtigen möchte.



— Charles-Pierre Baudelaire (1821 - 1867) war ein französischer Lyriker und Essayist.


— Das dichterische Hauptwerk von Baudelaire, die Gedichtsammlung „Die Blumen des Bösen“ (Les Fleurs du mal; 1857 bis 1868), beeinflusste eine ganze Generation von Dichtern.

Es wurden 57 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Charles Baudelaire" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.