Carl Gustav Jung - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Carl Gustav Jung" (Wissenschaftler; CH)

— Beliebtes Zitat:

Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.

Carl Gustav Jung (* 26. Juli 1875 in Kesswil, Schweiz; † 6. Juni 1961 in Küsnacht/Kanton Zürich) war ein Schweizer Psychiater.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Carl Gustav Jung Zitate (Land: CH / Berufsgruppe: Wissenschaftler).

Alle Kultur ist Erweiterung unseres Bewusstseins.

Alles was uns an anderen missfällt, kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen.

Auch das glücklichste Leben ist nicht ohne ein gewisses Maß an Dunkelheit denkbar.

Das Christentum gab eine bestimmte Richtung, unter Ausschließung aller anderen möglichen Richtungen, vor.

Das sogenannte verkannte Genie ist eine zweifelhafte Erscheinung. Meist entpuppt es sich als Untauglichkeit.

Das Treffen zweier Persönlichkeiten ist wie der Kontakt zweier chemischer Substanzen: wenn es eine Reaktion gibt, werden beide transformiert.

Das Unbewusste ist gewissermaßen der Mutterboden, aus dem Bewusstsein wächst.

Das Wort Glück würde seine Bedeutung verlieren, hätte es nicht seinen Widerpart in der Traurigkeit.

Der Anblick des Bösen zündet Böses in der Seele an. Das ist unvermeidlich.

Die Empfindung stellt fest, was tatsächlich vorhanden ist. Das Denken ermöglicht uns zu erkennen, was das Vorhandene bedeutet, das Gefühl, was es wert ist, und die Intuition schließlich weist auf die Möglichkeiten des Woher und Wohin, die im gegenwärtig Vorhandenen liegen.

Die erdrückende Mehrzahl der Menschen ist gänzlich unfähig, sich indviduell in die Seele eines anderen zu versetzen.

Die Leute lieben deswegen Theaterstücke, Filme oder Prediger, die sie zu Tränen rühren weil sie dann ihre eigene Rührung genießen.

Die Paradoxie gehört sonderbarerweise zum höchsten geistigen Gut; die Eindeutigkeit aber ist ein Zeichen der Schwäche.

Die wirklichen Geheimnisse kann man gar nicht verraten.

Dummheit, Sünde, Krankheit, Alter und Tod bilden nach wie vor die dunkle Folie, von der sich des Lebens heiterer Glanz abhebt.

Es gibt sehr viel mehr Menschen, die Angst vor dem Unbewussten haben, als man erwarten würde.

Es ist leichter, zum Mars vorzudringen, als zu sich selbst.

Exempla docent – Das Beispiel ist der beste Lehrmeister!

Fürchte nicht das Chaos, denn im Chaos wird das Neue geboren.

Kindisch ist nicht nur, wer zu lange Kind bleibt, sondern auch wer sich von der Kindheit trennt und meint, daß das, was er nicht sieht, nicht mehr existiere.

Lernen Sie das Beste, wissen Sie das Beste – und dann vergessen Sie alles, wenn Sie zu den Patienten kommen.

Man ist ein psychischer Ablauf, den man nicht beherrscht.

Man kann leicht verstehen, warum Menschen dazu neigen, die Botschaft ihrer Träume zu ignorieren oder sogar abzulehnen. Das Bewusstsein widerstrebt von Natur aus allem Unbewussten und Unbekannten.

Man muss jeden Menschen wirklich als Menschen nehmen und darum seiner Eigenart entsprechend behandeln.

Man sieht, was man am besten aus sich sehen kann.

Mein Weg ist nicht euer Weg, also kann ich euch nicht lehren. Der Weg ist in uns, aber nicht in Göttern, noch in Lehren, noch in Gesetzen. In uns ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Nicht wir haben Geheimnisse, die wirklichen Geheimnisse haben uns.

Nichts hat psychologisch gesehen einen stärkeren Einfluss auf ihre Umgebung und besonders auf ihre Kinder als das ungelebte Leben der Eltern.

Persönliches Wachstum ist Zugewinn an Bewusstheit, Zugewinn an Verhaltens-Optionen, Zugewinn an Ich-Stärke, Zugewinn an Durchlässigkeit, letzten Endes ein Mysterium.

Wenn ein verkehrter Mann die rechten Mittel gebraucht, so wirkt das rechte Mittel verkehrt.

Wenn man eigene unbewusste Tendenzen den anderen «ansieht», nennt man das eine Projektion.

Wenn man vom Guten oder Bösen spricht, so ist es von dem was ein Mensch gut oder böse nennt.

Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.

Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte.

Deine Visionen werden nur klar werden, wenn du in dein eigenes Herz schaust. Wer außerhalb schaut, träumt; wer im Innern schaut, erwacht.

Das einzig lebenswerte Abenteuer kann für den modernen Menschen nur noch innen zu finden sein.

Die Frau steht immer dort, wo der Mann seinen Schatten hat.

Die Psychopathologie der Massen ist in der Psychologie des Einzelnen verwurzelt.

Durch das wissenschaftliche Verständnis ist unsere Welt entmenschlicht worden. Der Mensch steht isoliert im Kosmos da. Er ist nicht mehr in die Natur verwoben und hat seine emotionale Anteilnahme an Naturereignissen, die bis dahin eine symbolische Bedeutung für ihn gehabt hatten, eingebüßt.

Eine wirklich wissenschaftliche Einstellung muss voraussetzungslos sein.

Ich möchte niemand anderem einen Weg vorzeichnen, denn ich weiß, dass mir der Weg von einer Hand vorgeschrieben wurde, die weit über mich hinausreicht.

Leider lebt niemand in der Welt, wie sie wünschenswert wäre, sondern in der wirklichen Welt.

Wir haben keine Buschseele mehr, die uns mit einem wilden Tier identifiziert. Unsere direkte Kommunikation mit der Natur ist zusammen mit der damit verbundenen beträchtlichen emotionalen Energie im Unbewussten versunken.

Wo die Liebe herrscht, da gibt es keinen Machtwillen.

Alle Inhalte des Bewusstseins sind einmal subliminal gewesen oder können wieder subliminal werden und bilden so einen Teil der psychischen Sphäre, die wir das Unbewusste nennen.

Das Bild der Welt ist eine Projektion der Welt durch das Selbst, so wie letzteres eine Introjektion der Welt ist. Aber nur der besondere Geist eines Philosophen geht über das übliche Bild der Welt hinaus, in der es statische und isolierte Dinge gibt. Wenn wir darüber hinausgehen wollten, würden wir ein Erdbeben im Geist des Durchschnittsmenschen hervorrufen, der ganze Kosmos würde erschüttert, die heiligsten Überzeugungen und Hoffnungen würden aus den Angeln gehoben [...].

Das Kausalprinzip sagt aus, dass die Verbindung von causa und effectus eine notwendige sei. Das Synchronizitätsprinzip sagt aus, dass die Glieder einer sinngemäßen Koinzidenz durch Gleichzeitigkeit und durch den Sinn verbunden seien.

Das Sprichwort «Wo ein Wille ist, da ist ein Weg» drückt nicht bloß ein germanisches Vorurteil aus. Es ist ein Aberglaube des modernen Menschen im allgemeinen. Um diesen Glauben aufrechtzuerhalten, kultiviert er auf der anderen Seite einen bemerkenswerten Mangel an Introspektion. Er steht der Tatsache blind gegenüber, dass er bei aller Vernünftigkeit und Tüchtigkeit von «Mächten» besessen ist, über die er keine Kontrolle hat.

Das Synchronizitätsphänomen besteht also aus zwei Faktoren: 1. Ein unbewusstes Bild kommt direkt (wörtlich) oder indirekt (symbolisiert oder angedeutet) zum Bewusstsein als Traum, Einfall oder Ahnung. 2. Mit diesem Inhalt koinzidiert ein objektiver Tatbestand.

Das Unbewusste ist kein dämonisches Ungeheuer, sondern ein moralisch, ästhetisch und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich wird, wenn unsere bewusste Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist. In dem Maße, wie wir verdrängen, steigt die Gefährlichkeit des Unbewussten.

Der amerikanische Psychologe William James hat bereits vor längerer Zeit betont, dass der Begriff des Unbewussten mit dem Begriff des «Feldes» in der Physik vergleichbar sei. Wie ein Teilchen, das in ein elektromagnetisches Feld gerät, in bestimmter Art angeordnet wird, so scheinen auch Vorstellungen im Bereich des Unbewussten autonom angeordnet zu werden. Ja, was wir nachträglich in unserem Bewusstsein als «vernünftig» oder «einleuchtend» bezeichnen, dürfte nur deshalb auf uns so wirken, weil unsere bewusste Überlegung mit gewissen vorbewusst angeordneten Inhalten übereinstimmt.

Ich machte es mir zur heuristischen Regel, bei jeder Traumdeutung die Frage vorzulegen: Welche bewusste Einstellung wird durch den Traum kompensiert?
Damit setze ich, wie ersichtlich, den Traum in engste Beziehung zur Bewusstseinslage, ja, ich muss sogar behaupten, dass ein Traum ohne Kenntnis der bewussten Situation überhaupt nie auch nur mit annähernder Sicherheit gedeutet werden kann. Nur aus der Kenntnis der Bewusstseinslage heraus ist es möglich, auszumachen, welches Vorzeichen den unbewussten Inhalten zu geben ist.

Deine eigene düstere Seite zu kennen ist der beste Weg, um mit der düsteren Seite anderer Leute umzugehen.

Der Mann benötigt Schwierigkeiten: sie sind notwendig für seine Gesundheit.

Der wahre Führer wird immer geführt.

Die Erfolge die, die Gesellschaft verbuchen kann, wurden auf Kosten der Reduzierung, der Persönlichkeit gewonnen.

Du fragst: Werde ich verstanden, werde ich geliebt, werde ich loyal behandelt?, aber nie: Verstehe ich die anderen, liebe ich, handle ich loyal gegen sie?

In jedem Chaos ist ein Kosmos, in jeder Unordnung, eine geheime Ordnung.

Misserfolge sind überaus kostbare Erfahrungen, denn in ihnen tut sich nicht nur der Weg zu einer besseren Wahrheit auf, sondern sie zwingen uns auch zur Veränderung unserer Auffassung und Methode.



— C. G. Jung (1875 - 1961) war ein Schweizer Psychiater.


Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Carl Gustav Jung" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Wissenschaftler") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Chemikern, Physikern, Mathematikern, Biologen, Forschern, etc.