August Strindberg - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "August Strindberg" (Schriftsteller; SE)

— Beliebtes Zitat:

Alle, die im Leben nichts erreicht haben, sind ins Hintertreffen geraten, weil sie moralisch gewesen sind.

August Strindberg  (* 22. Januar 1849 in Stockholm; † 14. Mai 1912 in Stockholm) war ein schwedischer Schriftsteller und Künstler.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten August Strindberg Zitate (Land: SE / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Älter zu werden ist nicht schön, aber es ist interessant.

Ältere Menschen glauben gern an sich selbst.

Auch Frauen können ein Geheimnis behalten, vorausgesetzt, man erzählt es ihnen nicht.

Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.

Bisweilen kommen wir mit dem bloßen Schrecken davon: Gott straft uns oft mit unseren Einbildungen.

Das eigene Blut ist einem doch am nächsten!

Das Interesse war nichts anderes als ein Bedürfnis, das Bedürfnis nach Essen und Liebe; und um das zu erreichen, war ein gewisses Quantum Macht erforderlich.

Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

Das Leben ist nicht so mathematisch-idiotisch, dass nur die Großen die Kleinen fressen, sondern es kommt ebenso häufig vor, dass die Biene den Löwen tötet oder ihn zumindest verrückt macht.

Das menschliche Leben ist ein Kampf von Anfang bis Ende. Wir alle werden unter Umständen voll Kummer und Schmerzen in dieses elende Leben geboren.

Das Mutterband ist nicht so rasch geknüpft, dies geschieht nur durch eine lange persönliche Bekanntschaft.

Das Schicksal spielt mit denen, die Schicksal spielen wollen.

Das Schöne ist ein Schein der zeitlichen Wirklichkeit.

Das Schweigen kann nichts verbergen, aber Worte können das.

Der Egoismus lenkt alle unsere Taten.

Der schreckliche Augenblick: wenn einem ein echtes Gefühl sagt, dass man einem Menschen in seinen Gedanken oder Handlungen Unrecht getan hat. Dann fällt die ganze Bosheit auf einen selber zurück.

Der Schüler hält seine Arbeit für schwer, doch sie bedeutet nur Wagen zu sein, wo der Lehrer Pferd sein muss.

Der Streit um Glauben oder Wissen ist der dümmste Wortstreit, der je geführt worden ist, und eine Schande für die Menschheit.

Die Gottlosigkeit ist eine Zwangsvorstellung, die allen hochmütigen Dummköpfen als Strafe auferlegt wird.

Die Hochzeitsreise ist der erste Versuch, der Realität der Ehe zu entgehen.

Die Kinder des Genies erben normalerweise nichts weiter als ausgebrannte Gehirne.

Die Menschen hegen eine instinktive Abscheu vor dem Erfolg anderer, sie finden es ungerecht vom Schicksal, den einen zu begünstigen, und versuchen deshalb, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie ihm Steine in den Weg rollen.

Die Zeit ist die kostbarste aller Gaben, die Gott uns gegeben hat; darum müssen wir sie auf eine Art nutzen, die zeigt, wie hoch wir diese Gabe schätzen.

Du sollst dir nie einbilden, das Leben habe dir Unrecht getan.

Ehen werden im Himmel geschlossen, deshalb fällt man so tief.

Eigenliebe ist eine Eigenschaft, nicht ein Fehler der Menschen.

Ein empfindlicher Mensch ist sich selbst gegenüber viel strenger, als andere annehmen.

Ein schlecht genutzter Tag ist für immer verloren.

Eine Verlobung ist die bedingte Verurteilung zu lebenslänglicher Doppelhaft mit vorläufigem Strafaufschub.

Erkennen sie denn nicht, dass die bestehende Gesellschaft eine missglückte Evolution und selbst kulturfeindlich ist, wie auch naturfeindlich zugleich?

Es gibt Gifte, die einen blind machen und Gifte, die einem die Augen öffnen.

Es gibt klare Dinge, die man weder beweisen kann noch muss.

Es gibt Menschen, die einem kleine Höflichkeiten aufdrängen, um nachher große Gegendienste verlangen zu können.

Es ist ein große Aufgabe, das Publikum darüber aufzuklären, was die öffentliche Meinung, besonders die gedruckte, ist und wie sie entsteht.

Es ist fast immer schlimmer, als du denkst!

Es ist nun einmal so, dass das eine Kind mehr Sympathie auf sich zieht als das andere, warum, das lässt sich niemals feststellen.

Es kann ein Glück sein, etwas nicht zu sehen.

Es war nicht der Sieg den ich wollte, es war die Auseinandersetzung!

Frauen verwechseln ihre Halluzinationen so leicht mit der Wirklichkeit.

Freiwillig abzusteigen ist nicht peinlich, wenn sich die Zuschauer nur überzeugen lassen, dass es freiwillig geschieht; stürzen aber ist bitter, zumal ein Sturz stets vom Beifall der Untenstehenden begleitet wird.

Gegen den Kulturstrom kann man nicht schwimmen, doch man kann sich an Land retten.

Gerecht leiden wie die Sträflinge, ist kein Verdienst, Unrecht leiden aber ist eine Gnade und eine Prüfung, aus der der Standhafte goldene Früchte erntet.

Hinter jedem Gedanken lauert eine Leidenschaft, jedes Urteil ist von einer Neigung gefärbt.

Ich bin fertig mit dem Leben. Die Bilanz ist gezogen. Das Wort Gottes ist das einzig richtige.

Ich habe nie hochmütigere Leute als die Demütigen getroffen, nie einen eingebildeteren Menschen, der nicht geglaubt hätte, Bildung beurteilen und darauf verzichten zu können; auch habe ich die größte Sünde – ich meine die Selbstgerechtigkeit, stets bei den Heiligen gefunden.

Ich stehe unter Beobachtung, man verdächtigt mich, klug zu sein.

Ich träume, also existiere ich.

Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen.

Im Wechsel von Steigen und Fallen liegt der größte Reiz des Lebens, da das Glück nur durch den Vergleich offenbar wird.

In einer kleinen Rolle muss man ein großer Künstler sein, um gesehen zu werden.

In jeder Ehe kommt einmal die Zeit, in der man andere Männer um ihre Schwerhörigkeit beneidet.

In unseren vier Wänden, wo uns kein Spötter hört, getrauen wir uns das auszusprechen, was unsere Herzen denken; in der Volksversammlung, der Zeitung, dem Buche hingegen sind wir zu feige, um zu wagen, uns dem Lächeln auszusetzen und schwimmen daher mit dem Strome! Was hilft das Grinsen auf die Dauer? Es ist die Waffe der Feigheit...

Je schneller man heiratet, desto mehr Zeit bleibt einem für die Reue.

Jeder Mensch trägt stets einen Keim in sich, der seine Originalität ausmacht, jedes Individuum hat seine Geschichte.

Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.

Kleine Kinder lügen oft, aus mangelndem Erinnerungsvermögen.

Kultur bedeutet: ein Leben in steter Spannung, ein immerwährender Kampf gegen den Rückschritt.

Leben, das ist Leiden.

Man ist dann glücklich, wenn man mit sich selbst, seinem Herzen und seinem Gewissen zufrieden ist.



— Johan August Strindberg (1849 - 1912) war ein schwedischer Dramatiker, Essayist und Maler.


— Strindberg gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren, besonders seine Dramen sind weltbekannt. Von den 1870er Jahren bis zu seinem Tod dominierte er die Literaturszene in Schweden, war umstritten und oft in persönliche Konflikte verwickelt. Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Romane, Novellen und Dramen, die zu den Klassikern schwedischer Literatur zählen.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "August Strindberg" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.