Anton Tschechow - Zitate

— Gute Zitate (56), Aphorismen und Sprüche von "Anton Tschechow" (Schriftsteller; RU)

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Die Universität entwickelt alle Gaben des Menschen, unter anderem die Dummheit.

Anton Tschechow  (* 17. Januar 1860 in Taganrog, Russland; † 2. Juli 1904 in Badenweiler, Deutsches Reich) war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Anton Tschechow Zitate (Land: RU / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Fürchte den Bock von vorn, das Pferd von hinten und das Weib von allen Seiten.

Unzufriedenheit mit sich selbst bildet ein Grundelement jedes echten Talents.

Wer die Einsamkeit fürchtet, sollte nicht heiraten.

Freundin eines Mannes kann eine Frau nur werden, wenn sie zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte war.

Eine Krise kann doch jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.

Abscheuliche Mittel, für gute Zwecke eingesetzt, machen auch den Zweck abscheulich.

Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.

An der miserablen Qualität unserer Theater ist nicht das Publikum schuld.

Auch aufrichtige Menschen können irren, das steht außer Zweifel, aber solche Irrtümer richten weniger Übel an als vorausberechnete Unaufrichtigkeit, Vorurteile oder politisches Kalkül.

Die Kürze ist die Schwester des Talents.

Die Menge meint, alles zu wissen und alles zu begreifen, und je dümmer sie ist, desto weiter erscheint ihr ihr Horizont.

Eine Erzählung ohne Frau ist eine Maschine ohne Dampf.

Eine Kleinigkeit, einverstanden, aber an solchen Kleinigkeiten geht die Welt zugrunde.

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.

Wer mit Güte nichts erreicht, erreicht auch nichts mit Strenge.

Das Übel ist nicht, ein paar Feinde zu hassen, sondern unsere Nächsten nicht genug zu lieben.

Das Übel liegt doch nicht darin, dass wir die Feinde hassen, von denen wir nur wenige haben, sondern darin, dass wir unsere Nächsten nicht genügend lieben, von denen wir so viele haben wie Sand am Meer.

Die Gleichgültigkeit ist eine Lähmung der Seele ein vorzeitiger Tod.

Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.

Ein wahrhaft Glücklicher Mensch ist derjenige, der nicht nur an das denkt, was ist, sondern auch an das, was nicht ist.

Für Kritiker zu schreiben lohnt sich nicht, wie es sich nicht lohnt, denjenigen Blumen riechen zu lassen, der einen Schnupfen hat.

Liebe, Freundschaft, Achtung können nicht so verbinden wie der gemeinsame Hass auf etwas.

Männer werden ohne Frauen dumm, und Frauen welken ohne Männer.

Nur Ehrenwerte oder Gauner finden aus jeder Lage einen Ausweg, nur wer gleichzeitig ehrenwert und Gauner sein will, hat keinen Ausweg.

Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster, wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.

Um Erfolg zu haben, muss man entschlossen und kühn sein.

Vorurteile und all die Gemeinheiten und Widrigkeiten des Alltags sind notwendig, denn sie werden zu guter Letzt zu irgend etwas Brauchbarem verarbeitet wie der Dünger zu fruchtbarem Humus.

Wenn im ersten Akt ein Gewehr an der Wand hängt, dann wird es im letzten Akt abgefeuert.

Wenn man von Bargeld lebt, kennt man die Ufer des Meeres, das man tagein, tagaus zu befahren hat, Kredit führt einen in dieser Beziehung in die Wüste, deren Ende nicht abzusehen ist.

Wer die Befriedigung des Schaffens einmal erfahren hat, für den sind alle anderen Befriedigungen nicht mehr vorhanden.

Anständigen im wahren Sinne begegnet man nur unter Menschen, die feste Überzeugungen haben, konservative oder liberale, die so genannten Gemäßigten neigen zu sehr zu Belohnungen, Beihilfen, Kreuzen, Gehaltszulagen.

Arbeiten muss man, alles andere - zum Teufel damit.

Arme Leute um etwas zu bitten ist leichter als Reiche.

Auf eine Frage, die alle quält, muss eine qualvolle, starke Antwort folgen.

Das Schlimme ist, dass wir die einfachsten Fragen mit Tricks zu lösen versuchen, darum machen wir sie auch so ungewöhnlich kompliziert. Man muss nach einfachen Lösungen suchen.

Der Kluge lernt, der Dummkopf erteilt gern Belehrungen.

Die Blattlaus vernichtet die Pflanzen, der Rost Metall und die Lüge die Seele.

Es ist leicht, rein zu sein, wenn man es fertig bringt, den Teufel zu hassen, den man nicht kennt, und Gott zu lieben, an dem zu zweifeln das Hirn nicht reicht.

Es ist umsonst, dass dir das Glück gewogen, wenn du nicht selbst erkennst, wie sehr du glücklich bist.

Frauen neigen dazu, aus dem Allgemeinen die hervorstechende, ins Auge fallende Einzelheit herauszugreifen.

Gänsefüßchen benutzen zweierlei Arten von Schriftstellern: die ängstlichen und die ohne Talent. Erstere erschrecken vor der eigenen Courage und Originalität, die zweiten, die irgendein Wort in Gänsefüßchen setzen, wollen damit sagen: Sieh mal, Leser, was für ein originelles, kühnes und neues Wort ich gefunden habe!

Glück und Freude liegen weder in Geld noch in der Liebe, sondern in der Wahrheit.

Ich wünschte mir, ich könnte im Jenseits von diesem Leben denken: Es waren schöne Visionen.

Je höher die Kultur, desto reicher die Sprache.

Man muss an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seiner Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.

Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, dass der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.

Vergiss nicht, dass es besser ist, Opfer zu sein, als Henker.

Wenn du das Leben begreifen willst, glaube nicht, was man sagt und was man schreibt, sondern beobachte selbst und denke nach.

Wenn eine Wahrheit liebenswürdig ist, bleibt sie deswegen nicht weniger wahr.

Wo Fehler sind, da ist auch Erfahrung.

Ach, wenn man dem Arbeitswillen Bildung verleihen könnte und der Bildung Arbeitswillen!

Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich fest glauben, dass die Wissenschaft das Wichtigste, das Schönste und das Notwendigste im menschlichen Leben, dass sie die höchste Offenbarung der Liebe ist.

Ich bin zutiefst überzeugt, dass man in fünfzig oder hundert Jahren unsere lebenslangen Zuchthausstrafen mit demselben Staunen und Schauder betrachten wird, den wir heute empfinden, wenn wir uns vergegenwärtigen, wie man früher Nasen durchlöcherte oder einen Finger an der linken Hand abhackte.

Wenn sich heutzutage ein anständiger, tätiger Mensch kritisch verhält gegenüber sich und seiner Arbeit, so bekommt er zu hören: Jammerlappen, Nichtstuer, Langweiler. Wenn jedoch ein müßiger Spitzbube ruft, man müsse etwas tun, müsse arbeiten, so bekommt er Applaus.

Wir waren alle einmal arm und haben uns empört, aber haben wir je etwas getan für die Armen?



— Anton Pawlowitsch Tschechow (1860 - 1904) war ein russischer Dramatiker.


Es wurden 56 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Anton Tschechow" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.