Antoine de Rivarol - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Antoine de Rivarol" (Schriftsteller; FR)

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Aus dem Unmöglichen kann man kein Recht ableiten.

Antoine de Rivarol (* 26. Juni 1753 in Bagnols-sur-Cèze; † 13. April 1801 in Berlin) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Antoine de Rivarol Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Aus Vertraulichkeit entsteht die zarteste Freundschaft und der stärkste Hass.

Außerordentliche Geister legen großen Wert auf Allgemeines und Alltägliches. Gewöhnliche Geister schätzen und suchen nur das Außerordentliche.

Das Genie erwürgt alle, die es plündert.

Das Gold, wie die Sonne, die Wachs schmilzt, aber Ton härtet, dehnt große Seelen aus.

Die Schafe müssen sich zusammenrotten, aber die Löwen leben für sich allein.

Das Volk bedarf anschaulicher und nicht begrifflicher Wahrheiten.

Das Volk spendet seine Gunst, niemals sein Vertrauen.

Das Wort "teuer" hat etwas Sanftes und Niedriges: es ist der Ausdruck der Liebe und des Geizes und scheint zu besagen, dass, was die Börse angeht, das Herz angeht.

Dem Geizhals fehlt, was er hat, ebenso sehr wie das, was er nicht hat. Er ist der hassenswerte Mensch schlechthin.

Der absolute Herrscher mag wie Nero sein, aber manchmal ist er wie Titus oder Marc Aurel; das Volk ist oft Nero, aber niemals Marc Aurel.

Der Bescheidene hat alles zu gewinnen, der Stolze alles zu verlieren: Denn die Bescheidenheit hat es immer mit dem Edelmut und der Stolz mit dem Neid zu tun.

Der eigentliche Redner der Volksversammlung ist die Leidenschaft.

Der Frömmler glaubt an die Visionen der anderen: der Philosoph glaubt nur an seine eigenen.

Der Krieg ist das Gericht der Könige; die Siege sind seine Urteile.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Feuer machen kann, und das hat ihm die Herrschaft über die Welt gegeben.

Der Mensch steht auf der Schwelle des Lebens wie auf einem Kreuzwege, die Tiere haben nur eine Straße: wir sind daher fähig zum Zweifel und zur Schurkerei, die Tiere sind frei von beiden und immer unverderblich.

Der Mensch verbringt sein Leben auf Erden
mit reden über die Vergangenheit,
sich beklagen über die Gegenwart
und bangen vor der Zukunft.

Der Ungläubige täuscht sich über das jenseitige, der Gläubige über das diesseitige Leben.

Der Wille ist ein handfester Sklave, der bald den Leidenschaften, bald der Vernunft zu Diensten steht.

Die Adligen von heute sind nur die Gespenster ihrer Vorfahren.

Die Dichter haben uns mehr interessiert, wenn sie den Göttern menschliche Schwächen als wenn sie den Menschen die Vollkommenheit der Götter zuschrieben.

Die Druckerkunst ist die Artillerie der Idee.

Die Erinnerung begnügt sich mit Teppichen, aber die Phantasie umgibt sich mit Gobelinbehängen.

Die Erinnerung steht immer dem Herzen zu Diensten.

Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

Die herrliche Fähigkeit des Geistes zur Bildung von Sammelbegriffen ist die Wurzel fast aller seiner Irrtümer gewesen.

Die Identität des Zwecks beweist den Verstand der Menschen; die Verschiedenheit der Mittel ist das Maß der Geister, und Widersinnigkeit der Zwecke ist ein Zeichen von Wahnsinn.

Die Katze schmeichelt uns nicht, sie lässt sich von uns schmeicheln.

Die Liebe, die in Stürmen lebt und oft in den Armen der Treulosigkeit wächst, widersteht nicht immer dem Frieden der Treue.

Die Macht ist die organisierte Gewalt, die Verbindung von Werkzeug und Gewalt. Die Welt ist voll von Gewalten, die nur ein Werkzeug suchen, um Mächte zu werden. Wind und Wasser sind Gewalten; in Verbindung mit einer Mühle oder Pumpe, die ihre Werkzeuge sind, werden sie Macht. Das Volk ist Gewalt, die Regierung Werkzeug; aus der Vereinigung beider konstruiert sich die politische Macht.

Die meisten unserer Gottlosen sind nur rebellische Frömmler.

Die Moral errichtet ein höheres und fürchterlicheres Tribunal als das der Gesetze. Sie will nicht nur, dass wir das Böse vermeiden, sondern dass wir das Gute tun; nicht nur, dass wir tugendhaft erscheinen, sondern dass wir es seien.

Die öffentliche Meinung muss man mit ihren eigenen Waffen angreifen; man schießt nicht mit Gewehren auf Ideen.

Die Philosophen sind eher Anatomen als Ärzte; sie zerlegen und heilen nicht.

Die Philosophie als spät gereifte Frucht des Geistes und des Lebensherbstes darf nicht dem Volke dargeboten werden, das stets im Kindesalter bleibt.

Die Politik gleicht der Sphinx der Fabel: Sie verschlingt alle, die ihre Rätsel nicht lösen.

Die Sprache ist äußeres Denken, das Denken innere Sprache.

Die Sprache ist ein Instrument, dessen Federn man nicht überanstrengen darf.

Die Vernunft besteht aus Wahrheiten, die man sagen, und aus solchen, die man verschweigen muss.

Die Vernunft erzählt Geschichten, aber die Leidenschaft drängt zur Tat.

Die zivilisiertesten Völker sind nicht weiter von der Barbarei entfernt als das glänzendste Eisen vom Rost. Die Völker und die Metalle sind nur an der Oberfläche poliert.

Diejenigen, die nach Wundern verlangen, werden nicht gewahr, dass sie damit der Natur eine Unterbrechung ihrer Wunder abverlangen.

Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

Ehrgeiz und Lust sprechen oft dieselbe Sprache.

Ein Baum lässt seine Früchte los, wenn sie reif sind, ein Vater seine Kinder, wenn sie groß sind.

Ein Bürger wird den Vergleich mit einem Schuhflicker mit weniger Verdrossenheit hinnehmen als ein Adliger den Vergleich mit einem Bürger.

Ein geringes Maß von Ehrlichkeit und öffentlicher Moral leuchtet noch in der Welt. Ein Schuft wagt noch nicht, als solcher gelten zu wollen. Er nennt einen anderen so. Alles wäre verloren, wagte er laut zu sagen: Ich bin ein Schuft.

Ein großes Volk im Aufruhr kann nichts als Hinrichtungen vollziehen.

Ein Reicher, der, ohne geizig zu sein, niemandem Gutes erweist, gleicht einer Sonne, die ihr Licht verloren hat.

Ein wahrer Philosoph verzeiht seinen Mangel an Vermögen der Gesellschaft mit derselben Ruhe, mit der ein reicher Bankier der Natur seinen Mangel an Geist nachsieht.

Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.

Eine der größten Leistungen der Vorsehung ist das Glück der Kinder. Wäre die Welt etwas Gutes, so müsste man die, welche nichts von ihr verstehen, am meisten beklagen.

Es gibt mehr Witz als Talent in der Welt. Die Gesellschaft wimmelt von witzigen Menschen, denen es an Talent mangelt.

Es gibt nichts Hässlicheres als Reichtum ohne Tugend.

Es gibt Tugenden, die man nur ausüben kann, wenn man reich ist

Es gibt zwei Wahrheiten, die sich in dieser Welt niemals trennen lassen: Die erste Wahrheit ist, dass die Souveränität beim Volke liegt, und die zweite Wahrheit ist, dass das Volk die Souveränität niemals ausübt.

Es ist der dunkle Schleier des Geheimnisses, der das Anbändeln verzaubert.

Es ist einfach, wie Philosophen zu schreiben und zu sprechen, aber weise zu handeln, das ist das Problem!

Es ist kein Vorteil einen Kopf zu haben. Auch Stecknadeln besitzen einen.



— Antoine de Rivarol (1753 - 1801) war ein französischer Schriftsteller und Satiriker.


— Rivarol zeigte sich rasch als talentierter Satiriker, dem sich einige Zeitschriften öffneten. Vor allem aber erwies er sich als begnadeter Salon-Animateur, dem sich kaum eine Tür in Paris verschloss.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Antoine de Rivarol" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.