André Gide - Zitate

— Gute Zitate (37), Aphorismen und Sprüche von "André Gide" (Schriftsteller; FR)

— Beliebtes Zitat:

Wie gut ginge es mir ohne all die Leute, die mir weismachen wollen, es ginge mir schlecht.

André Gide (* 22. November 1869 in Paris; † 19. Februar 1951 ebenda) war ein französischer Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten André Gide Zitate (Land: FR / Berufsgruppe: Schriftsteller).

Religion und Familie sind die beiden größten Feinde des Fortschritts.

Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muss man es immer von neuem sagen.

Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere.
Die Tragik ist jedoch, daß man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.

Ein gerader Weg führt immer nur ans Ziel.

Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge: zu lehren, wie man ohne ihn auskomme.

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.

Ich nenne „Journalismus“ alles, was morgen weniger interessant ist als heute.

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

Ohne den Staub, worin er aufleuchtet, wäre der Strahl nicht sichtbar.

So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.

Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat.

Georges Simenon ist heute unser größter Schriftsteller, und zu dieser Überzeugung werden außer mir auch schon noch andere kommen.

Alle Wissenschaft hat als Ausgangspunkt ein Zweifeln, gegen das der Glaube sich auflehnt.

Am liebsten sind mir die Menschen, deren Bekanntschaft mir erspart bleibt.

An den Pessimismus gewöhnt man sich zuletzt wie an ein zu enges Sakko, das sich nicht mehr ändern lässt.

Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile Zum Beispiel verschüttet man ziemlich viel Alkohol den man sonst getrunken hätte.

Das beste Mittel sich kennen zu lernen ist der Versuch andere zu verstehen.

Das Glück der Menschen liegt nicht in der Freiheit, sondern in der Übernahme einer Pflicht.

Der Glaube, der sich für mich bewahrheitet ist derjenige, der mir die bestmöglichen Nutzung meiner Stärken gestattet und der sich als das beste Mittel erweist, um meine Tugenden in Handlung umzusetzen.

Der vielleicht größte Vorteil des Ruhms besteht darin, dass man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf.

Die Anzahl der Dummheiten, die ein intelligenter Mensch im Lauf eines Tages sagen kann, ist unglaublich.

Es ist wahr: Die Blumen können uns nicht ernähren aber sie machen die Freude des Lebens aus.

Es sind gerade die Inkonsequenzen des Lebens, welche die größten Konsequenzen haben.

Ich glaube, dass Krankheiten Schlüssel sind, die uns gewisse Tore öffnen können. Denn ich glaube, es gibt gewisse Tore, die nur die Krankheit öffnen kann

Mein Glück liegt im Vergrößern des Glücks anderer. Ich brauche das Glück aller, um selber glücklich zu sein.

Uneinig sein mit seiner Zeit – das gibt dem Künstler seine Daseinsberechtigung.

Was man am wenigsten gerne wechselt sind, neben der Behausung, die Gedanken.

Das ist das Eigentümliche an der Liebe, dass sie sich niemals gleich bleiben kann; sie muss unaufhörlich wachsen, wenn sie nicht abnehmen soll.

Es ist ganz natürlich, dass man anstößt, sobald man der Strömung nicht mehr folgt.

Ich glaube, nichts lehrt einen besser Bescheidenheit, als wenn man einen wertvollen Menschen liebt.

Vorurteile sind die Stützen der Zivilisation.

Aber selbst auf ideologischem Gebiet beweisen uns die Ereignisse, dass die große russische Einigung sich ganz und gar nicht um die sozialistische Idee herum vollzog und weiter vollziehen kann, sondern nur um eine Restauration der Idee des Vaterlandes.

Das strahlende Licht ihres Glaubens macht diese Frommen blind für die Umwelt und für sich selbst. Mir hingegen ist nichts wichtiger, als klar zu erkennen, was ist, und ich stehe entsetzt vor der Undurchdringlichkeit der Lüge, in der ein Frommer sich wohlfühlen kann.

Das, was wir unseren Willen nennen, sind die Drähte, die uns Marionetten bewegen und an denen Gott zieht.

Ideen interessieren mich mehr als Menschen, interessieren mich über alles. Ideen leben, kämpfen und sterben ganz wie die Menschen. Freilich kann man sagen, dass wir sie nur durch die Menschen kennenlernen, gleicherweise wie man das Wehen des Windes an der Bewegung des Schilfrohres erkennt, das er niederbeugt. Aber der Wind ist von größerer Bedeutung als das Schilf.

In den meisten Fällen wird "Konsequenz" des Wesens nur durch eitle Verkrampfung erzielt und auf Kosten jeglicher Natürlichkeit. Je reicher, je quellender an Möglichkeiten die Natur eines Menschen ist, umso wandlungsfähiger bleibt sie auch.



— André Paul Guillaume Gide (1869 - 1951) war ein französischer Schriftsteller.


Es wurden 37 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "André Gide" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.