Alexander Mitscherlich - Zitate

— Gute Zitate (26), Aphorismen und Sprüche von "Alexander Mitscherlich" (Wissenschaftler; DE)

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Der Glaube an Wissenschaft hat viel von magischen und fetischistischen Zügen an sich.

Alexander Mitscherlich (* 20. September 1908 in München; † 26. Juni 1982 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker, Hochschullehrer und Schriftsteller.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Alexander Mitscherlich Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Wissenschaftler).

Zuviel Freizeit kann dazu führen, daß die Menschen in Zukunft dazu übergehen, das zu tun, was sie schon immer getan haben, nämlich sich gegenseitig umzubringen.

Man kann Dummheit sorgfältig durch Erziehung zu Vorurteilen herbeiführen.

Adenauer hat mit großer Zustimmung autoritär regiert; um ihn sind mehr Zerfallsformen autoritärer Herrschaft als demokratische Sitten entstanden.

Cuius regio, eius religio gilt auch für die heutigen Reiche totalitärer Herrschaft.
Die Legitimität, sich eine persönliche Moral bilden zu dürfen, ist historisch wohl sehr viel jünger. Sie ist ein hart errungenes Zugeständnis an die Toleranz.

Die Demokratie wurde uns nicht anders überimpft als der DDR ihr Kommunismus.

Die Innigkeit einer Riemenschneiderschen Madonna und der totgeprügelte Jude sind nicht zwei Welten, die nichts miteinander zu tun hätten, sondern zwei Seiten ein und derselben Kultur, zwei Antworten auf die gleiche Repression, der ins übermenschliche, überirdische, Idealisierte und der ins Unmenschliche

Eine neurotische Entwicklung wird immer in der Kindheit angelegt.

Es geht ein brüderlicher Zug durch allen Sport: je mehr Sport, desto bedeutungsvoller ist seine sozialisierende Funktion, das heißt seine Mitwirkung daran, das Leben dieser Gesellschaft erträglicher zu machen.

Fernsehen ist ebenso wenig schädlich, wie Wein schädlich ist; krankhaft ist lediglich die Unfähigkeit, mit dem lustversprechenden Angebot umgehen zu können.

Im besten Fall ist Kultur Anweisung zur Harmonisierung unserer Bedürfnisse.

In Deutschland wird die Verfügungsgewalt über das Kind mit der gleichen Rücksichtslosigkeit ausgeübt, die man auch sonst Minoritäten gegenüber für angebracht hält.

Konflikte sind zu lösen, ohne dem Gegner nach dem Leben zu trachten.

Man bezeichnet eine schlimme Tat als eine Untat - gerade so, als ob überhaupt nichts geschehen wäre.

Nichts ist leichter als Tabus zu zerbrechen, und nichts schwieriger, als ein vernünftiges Zusammenleben zu organisieren.

Persönlichkeit haben heißt, die tausend Irrtümer einzugestehen, die man im Laufe des Lebens gemacht hat.

Viele möchten leben, ohne zu altern, und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

Von Napoleon bis Hitler und Stalin hat es sich gezeigt, wie schwer es der Menschheit fällt, ohne Väter zu leben. Das bedeutet nicht, ohne Väter, die in der Zeit unserer Kindheit uns beschützen, sondern ohne solche, die unsere gesamten Lebensgeschäfte für uns ordnen sollen und das "Meta" dazu.

Vorurteile sind das Allerhaltbarste, was es in der menschlichen Seele gibt.

Was wäre aus dem Christentum als Religion der Liebe geworden - wir wissen es nicht. Es ist in institutionalisierter Form als die Religion des Schwertes und des Hasses alt geworden.

Wenn die Repräsentanten dieses Staates etwas Dummes tun und ich mich als Bürger nicht davon betroffen fühle, dann lebe ich in keinem demokratischen Staat.

Wie viel Unsinn ist im Laufe der Zeit von Professoren gesagt worden! Warum sollten Studenten nicht auch mal dummes Zeug reden?

Wir dürfen uns von einem erfindungswütigen Zeitalter nicht einreden lassen, es gebe nur eine Art des Fortschritts, nämlich des technischen.

Wenn auch die Funktion des Führers Adolf Hitlers durchaus individuell fassbar ist, so verlangt er doch nichts, worin nicht Millionen ihm zu folgen bereit sind.

Das Verhalten des Menschen wird in der sozialen Ebene durch die Dreiheit von Triebgehorsam, Lerngehorsam und Gewissensgehorsam reguliert, und außerdem ist er fähig, in allen Ebenen ungehorsam zu sein.

Mehr oder weniger sind wir alle verführbar, den Mitmenschen zu quälen. Auch die sind es, die solches weit von sich weisen. Sie wissen nur nicht, was sie tun.



— Alexander Harbord Mitscherlich (1908 - 1982) war ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker und Schriftsteller.


Es wurden 26 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Alexander Mitscherlich" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Wissenschaftler") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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