Albert Schweitzer - Zitate

— Gute Zitate (60), Aphorismen und Sprüche von "Albert Schweitzer" (Wissenschaftler; DE)

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Das Verhängnis unserer Kultur ist, daß sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

Albert Schweitzer (* 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar; † 4. September 1965 in Lambaréné, Gabun) war ein deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Musiker und Pazifist.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Albert Schweitzer Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Wissenschaftler).

Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.

Wir müssen aus dem Schlafe erwachen und unsere Verantwortung sehen.

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.

Leben ist Leben, das leben will. Inmitten von Leben, das leben will.

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter: Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Das bloße Aufstellen von Tugenden und Pflichten ist, wie wenn einer auf dem Klavier klimpert und meint, Musik zu machen.

Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.

Die beste Diplomatie ist die Sachlichkeit. Sachlichkeit bewahrt vor Überspanntheit.

Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.

Die Wahrheit hat keine Stunde. Ihre Zeit ist immer und gerade dann, wenn sie am unzeitgemäßesten scheint.

Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz – denn sie zeigt ihm seine Grenzen.

Es ist besser hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer acht lässt.

Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.

Wir haben im Leben darum zu ringen, so denkend und so empfindend zu bleiben, wie wir es in der Jugend waren.

Alles wahre Erkennen geht in Erleben über. Das Wesen der Erscheinungen erkenne ich nicht, sondern ich erfasse es in Analogie zu dem Willen zum Leben, der in mir ist. So wird mir das Wissen von der Welt zum Erleben der Welt. Das zum Erleben werdende Erkennen lässt mich der Welt gegenüber nicht als rein erkennendes Subjekt verharren, sondern drängt mir ein innerliches Verhalten zu ihr auf. Es erfüllt mich mit Ehrfurcht vor dem geheimnisvollen Willen zum Leben, der in allem ist. Indem es mich denkend und staunend macht, führt es mich immer höher hinan auf die Höhen der Ehrfurcht vor dem Leben. Hier lässt es meine Hand los. Weiter kann es mich nicht geleiten. Nun muss mein Wille zum Leben seinen Weg in der Welt allein suchen.

Das, was man im weitesten und tiefsten Sinn als Leidenschaft bezeichnen kann, finden Sie bei ihm nicht. Nicht Schmerz und Freude, sondern verklärter Schmerz und verklärte Freude reden zu uns. (Über J. S. Bach)

Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Ackerbau und Handwerk sind das Fundament der Kultur.

Alle Ideale hängen mit Liebe zusammen.

Alle spielen Politiker. Aber keiner arbeitet.

Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht.

Begeisterung ist ein guter Treibstoff, doch leider verbrennt er zu schnell.

Das Aufgeben der Natürlichkeit und Unmittelbarkeit in dem Verhalten von Mensch zu Mensch ist der erste, aber entscheidende Schritt auf dem Wege zur Inhumanität.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

Das Fundament des Rechts ist die Humanität.

Das Mitfühlen mit allen Geschöpfen ist es, was den Menschen erst wirklich zum Menschen macht.

Das Verbreiten von Meinungen mit Ausschaltung des Denkens wird immer mehr ausgebildet. Wir trauen einer Ansicht nur so viel zu, als die Propaganda für sie leistet.

Das wahre Herz überlegt, und die wahre Vernunft empfindet.

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel.

Das Wesen des Guten ist: Leben erhalten, Leben fördern, Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Das Wesen des Bösen ist: Leben vernichten, Leben schädigen, Leben in seiner Entwicklung hemmen. Das Grundprinzip der Ethik ist also Ehrfurcht vor dem Leben.

Daß Christus in seiner Geistigkeit in uns aufersteht und zum Leben kommt, ist das Entscheidende.

Dem Geist, wenn er in Reinheit und Kraft auftritt, kann nichts widerstehen.

Der ärmste Mensch ist der, der keine Beschäftigung hat.

Der heutige Mensch ist ein heimatloser trunkener Söldner geworden, der sich ebensogut für das Gemeine wie für das Hohe anwerben lässt.

Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt.

Die Ehrfurcht vor dem Leben ist ethische Mystik. Die wahre Gotteserkenntnis ist die, dass wir Gott, der uns in der Natur als Schöpferwille voller Rätsel entgegentritt, in uns als Wille zur Liebe erleben.

Die höchste Kultur ist nicht diejenige, in der die größten materiellen Fortschritte verwirklicht werden, sondern diejenige, in der wir das edelste Menschentum erlangen und betätigen. Geistige und ethische Ideale machen das Wesen der Kultur aus.

Die Kriegsgräberstätten sind die großen Prediger des Friedens, und ihre Bedeutung als solche wird immer mehr zunehmen.

Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend findet.

Die sich im Denken zu erfassen suchende religiöse Weltanschauung wird philosophisch. Dies ereignet sich bei den Chinesen und Indern. Eine philosophische Weltanschauung aber, die in die Tiefe geht, nimmt religiösen Charakter an.

Die tiefste Lebens- und Weltbejahung ist die, die der illusionslosen Beurteilung der Dinge und dem Unglück abgerungen wird, die tiefste Lebens- und Weltverneinung die, die sich trotz heiterer Sinnesart und glücklicher äußerer Umstände ausbildet.

Die Wahrhaftigkeit beginnt mit der Wahrhaftigkeit gegen sich selbst.

Ein Herz, das nicht verzeihen kann, wird keinen Frieden finden.

Es gibt auf der Welt über dreißig Millionen Gesetze, um die zehn Gebote durchzuführen.

Ethik besteht darin mich verpflichtet zu fühlen allem Lebenden die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen wie dem eigenen Leben

Gebete ändern die Welt nicht. Aber Gebete ändern die Menschen. Und die Menschen verändern die Welt.

Glück ist, Halt in einer Weltanschauung besitzen, in der mein Sein sich in dem unendlichen Sein so zurechtfindet, dass es die Freudigkeit zum Wirken und die Kraft zum Erleiden aufbringt.

Humanität besteht darin dass niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.

In allem, was die Weltanschauung angeht, handelt es sich darum, empfundene Wahrheit zu erkannter zu erheben.

In der aus der Ethik kommenden Mystik besitzt der Mensch unmittelbar und unverlierbar eine Weltanschauung, in der ihm alle Ideale wahren Menschentums feststehen und aus der er miteinander tiefste Geistigkeit und stärksten Antrieb zum Wirken empfängt.

In der Wahrheit sind wir, wenn wir die Konflikte immer tiefer erleben. Das gute Gewissen ist eine Erfindung des Teufels.

Instinktiv habe ich mich immer dagegen gewehrt das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen Menschen" versteht.

Je weiter wir in dem Erforschen des Seins gelangen, desto geheimnisvoller wird es für uns.

Jede Arbeit an anderen setzt Arbeit an sich selbst voraus.

Jeder muss jemanden lieb haben. Die Tragödie ist, dass so viele Menschen sich selbst wählen.

Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.

Man darf nur das lehren, was man auch leben kann.



— Albert Schweitzer (1875 - 1965) war ein französisch-deutscher Theologe, Organist, Schriftsteller, Humanist, Philosoph und Arzt.


— Ludwig Philipp Albert Schweitzer studierte nach dem Abitur 1893 an der Universität Straßburg Theologie und Philosophie und schloss 1901 mit einer Promotion über die Werke Immanuel Kants ab. 1902 erfolgte an der Universität Straßburg die Habilitation in Evangelischer Theologie.

Es wurden 60 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Albert Schweitzer" gefunden.

Ein Zitat (zum Beispiel aus der Kategorie "Wissenschaftler") kann dazu motivieren, die eigenen Geistesblitze & Ideen zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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