Adolph Freiherr von Knigge - Zitate

— Gute Zitate (47), Aphorismen und Sprüche von "Adolph Freiherr von Knigge" (Philosoph; DE)

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Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.

Adolph Knigge (* 16. Oktober 1752 in Bredenbeck bei Hannover; † 6. Mai 1796 in Bremen) war ein deutscher Schriftsteller und Aufklärer.

— Prägnante Sentenzen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten und Pointierte Aphorismen, — die besten Adolph Freiherr von Knigge Zitate (Land: DE / Berufsgruppe: Philosoph).

Achte dich selbst, wenn du willst, dass andere dich achten sollen!

Alles lässt sich überwinden durch Standhaftigkeit; alles lässt sich vergessen, wenn man seine Aufmerksamkeit auf einen anderen Gegenstand heftet.

Am vorsichtigsten sei man beim Ratgeben in Heiratsangelegenheiten!

Bei der Menge unnützer Schriften tut man übrigens wohl, ebenso vorsichtig im Umgange mit Büchern wie mit Menschen zu sein.

Bescheiden ist, wer sich den Käse mit den größten Löchern nimmt.

Da jedes Menschen Glückseligkeit in seinen Begriffen von Glückseligkeit ruht, so ist es grausam, irgendeinen zwingen zu wollen, gegen seinen Willen glücklich zu sein.

Der Umgang mit Kindern hat für einen verständigen Mann unendlich viel Interesse. Hier sieht er das Buch der Natur in unverfälschter Ausgabe aufgeschlagen.

Die Menschen, wenn sie dich um Rat fragen, sind gewöhnlich schon entschlossen zu tun, was ihnen gefällt.

Die Wahrheit liegt immer in der Mitte und eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, weil man immer beide anhören muss.

Eine der wichtigsten Tugenden im gesellschaftlichen Leben, die täglich seltener wird, ist die Verschwiegenheit.

Enthülle nie auf unedle Art die Schwächen Deiner Nebenmenschen, um Dich zu erheben! Ziehe nicht ihre Fehler und Verirrungen an das Tageslicht, um auf ihre Unkosten zu schimmern!

Gehe nie aus einem Gespräch, ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben, mit Dankbarkeit an dieses Gespräch zurückzudenken.

Gib anderen Gelegenheit zu glänzen.

Glaube immer – und du wirst wohl dabei fahren – daß die Menschen nicht halb so gut sind wie ihre Freunde sie schildern, und nicht halb so böse, wie ihre Feinde sie ausschreien.

Handle weniger anderen zu gefallen, als um Deine eigene Achtung nicht zu verscherzen, gut und anständig!

Huldige nicht mehreren Frauen zur gleichen Zeit, an demselben Ort, wenn es dir darum zu tun ist, Zuneigung oder Vorzug von einer einzelnen zu erlangen.

Interessiere dich für andere, wenn du willst, daß sie sich für dich interessieren.

Jedes zu große Übergewicht von einer Seite stört die Freundschaft.

Keine freundschaftliche Verbindung pflegt dauerhafter zu sein, als die, welche in der frühen Jugend geschlossen werden. Man ist da noch weniger misstrauisch, weniger schwierig in Kleinigkeiten.

Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest.

Lerne Widerspruch ertragen. Sei nicht aus schwacher Eitelkeit und törichtem Dünkel eingenommen von Deinen Meinungen.

Lob kitzelt den Eitlen unaussprechlich.

Man baut bei Fremden zuerst Blickkontakt auf, bevor man sie anspricht.

Man bediene sich keines Juristen für Dinge, die schleunigst und einfach behandelt werden sollen. Juristen kleben am Buchstaben. Juristischer Wille ist oft das Gegenteil von dem, was man im gemeinen Leben Willen nennt.

Man soll nie vergessen, daß die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will.

Man vergesse nicht, daß das, was wir Aufklärung nennen, anderen vielleicht als Verfinsterung scheint.

Menschenkenntnis, als die Hauptsache bei dem Umgang mit Menschen, wird am sichersten auf dem Wege der Selbsterkenntnis gefunden.

Ohne Enthusiasmus, der die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zu Stande gebracht werden.

Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.

Sei wie du bist, immer ganz und immer derselbe.

Urteile nicht so leicht über kluger Leute Handlungen und Aussprüche, es müsste dir denn deine Bescheidenheit das Zeugnis ausstellen, daß du noch weiser seiest als sie.

Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.

Wer Menschen studieren will, der versäume nicht, sich unter Kinder zu mischen.

Zwang tötet alle edle, freiwillige Hingebung.

Hast du einen treuen Freund gefunden, so bewahre ihn. Achte ihn auch dann, wenn das Glück dich plötzlich über ihn erhebt.

Sorge für die Gesundheit deines Leibes und deiner Seele, aber verzärtele beide nicht.

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, Humor und dass man sich durch kleine widrige Zufälle nicht niederschlagen lasse.

Die Frau poche nicht auf ihre unverletzte Treue, welche vielleicht das Verdienst des Zufalls oder eines kalten Temperaments ist.

Gar zu leicht missbrauchen oder vernachlässigen uns die Menschen, sobald wir mit ihnen in einem vollkommen vertraulichen Tone verkehren. Um angenehm zu leben, muss man fast immer als ein Fremder unter den Leuten erscheinen.

Sehr kluge und verständige Menschen tun oft im gemeinen Leben Schritte, bei denen wir den Kopf schütteln müssen.

Sei aber nicht gar zu sehr ein Sclave der Meinungen, welche Andere von Dir hegen. Sei selbstständig. Was kümmert Dich am Ende das Urtheil der ganzen Welt, wenn Du thust, was Du nach Pflicht und Gewissen und nach Deiner redlichen Ueberzeugung thun sollst.

Über viele Dinge urteilen Kinder, weil bei ihnen noch keine Nebenrücksichten ins Spiel kommen, weit richtiger, als Erwachsene.

Vor einem grauen Haupte sollst Du das Deine beugen!

Wer immer in Zerstreuungen lebt, wird fremd in seinem eignen Herzen.

Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt jede Demütigung ertragen zu müssen, und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.

Suche in der Welt weniger selbst zu glänzen, als anderen Gelegenheit zu geben, sich von ihrer vorteilhaften Seite zu zeigen, wenn du gefallen willst.



— Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge (1752 - 1796) war ein deutscher Schriftsteller.


— In Deutschland ist Knigge für sein Buch „Über den Umgang mit Menschen“ bekannt. Sein Name ist heute ein Synonym für Benimmratgeber.

Es wurden 47 deutsche Sprüche, Zitate, Gedanken, Lebensweisheiten und Sentenzen des Autors "Adolph Freiherr von Knigge" gefunden.

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